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WARUM MACHEN WIR LOBPREIS?



  Ich leite bereits seit Jahren Lobpreis in Kleingruppen oder gemeinschaftlichen Zusammenkünften. Keiner liebt das Lobpreisleiten mehr als ich es tue. Den Adrenalinstoß, den man verspürt, sobald die Band anfängt zu spielen und das Publikum darauf eingeht kann nur denen verständlich beschrieben werden, die ihn selbst einmal erlebt haben.


„Mary had a little Lamb“

Während des Lobpreisleitens in Kleingruppen habe ich die Fußböden von Wohnungen und Wohnzimmern mit Leuten bedeckt gesehen, die auf ihren Gesichtern in der Gegenwart Gottes lagen. Bei vielen Gelegenheiten hätten wir wahrscheinlich „Mary had a little Lamb“ oder ein anderes einfaches Lied singen können und Gott wäre trotzdem da gewesen.

In größeren gemeinschaftlichen Zusammenkünften habe ich Leute tanzen, jubeln und in die Hände klatschen sehen, während andere zur gleichen Zeit knieten, sich verbeugten oder weinten. Bei manchen Veranstaltungen wurden Leute physisch geheilt und andere erfuhren die Rettung durch Jesus während der Lobpreiszeit, ohne die Hilfe einer Predigt. Ich habe Altare bedeckt mit Menschen gesehen, die für ihre Sünden Buße taten, sich versöhnten und die erfrischt und mit dem Heiligen Geist erfüllt wurden.


Zu schnell beten wir unsere Musik anstelle von Gott an

So wundervoll diese Erfahrungen auch sein mögen, bin ich doch zu der Erkenntnis gekommen, dass nicht die Erfahrungen an sich der Ursprung von Lobpreis sind und sein können; vielmehr sind sie der Überlauf/ die Frucht von Lobpreis. Da Musik auch noch eine universale Sprache ist, passiert es dann ganz schnell, dass wir unsere Musik anstelle von Gott anbeten. Da wir es gerne sehen, wenn Leute von Gott berührt werden, kann es ebenso schnell passieren, dass wir diese Erfahrungen, die manchmal Gottes Gegenwart begleiten, verehren.
Trotzdem ist der Zweck unseres Lobpreises nicht, die Hand Gottes zu erfahren, sondern sein Angesicht zu sehen. Lobpreis ist für Gott! Er ist der Geber und der Empfänger von Lobpreis. Jeder wahre und echte Lobpreis hat Gott im Zentrum seines Blickwinkels. Es geht nur um ihn.

Während ich mit einem langjährigen Freund, der Pastor einer Gemeinde ist, frühstückte, fragte er mich, ob ich daran Interesse hätte, mit der Lobpreisband seiner Gemeinde zusammenzuarbeiten. Er hatte den Eindruck, dass es dort ein paar Hürden gab, die das Lobpreisteam davon abhielten, sein volles Potential zu erreichen. Meine Aufgabe wäre es, ein bisschen zu lehren und mit der Musik zu arbeiten. Wir brauchten nicht lange zu reden, bevor ich den Grund dafür, dass er wollte, dass ich komme, erkannt hatte. „Wenn der Lobpreis gut ist, sind die Leute automatisch auch offen, das Wort zu empfangen. Ich predige sogar besser, wenn der Lobpreis gut war“, sagte er. Als ich anmerkte, dass der Lobpreis eigentlich nicht dazu da sei, ihm zu helfen, besser zu predigen, war er sichtlich beleidigt.


Lobpreis hat nur ein Anliegen: Gott

Wir konzentrieren uns oftmals nur auf das, was uns persönliche Befriedigung gibt und verpassen so den wahren Grund für Lobpreis. Wir sind nun mal auch alle mit dem Selbst, dem Ego im Zentrum unseres Daseins geboren worden. Wir wachsen in einer Gesellschaft auf, die uns vorschreibt uns selbst zu verbessern (oder sogar unser Selbst). Hollywood und die Medien sind ständig hinterher, uns einzubläuen, dass wir uns selber verwöhnen und verhätscheln sollen. Sogar unsere Gemeindewahl orientiert sich an den Dingen, die sie uns zu bieten hat anstatt an der Frage wie wir den Leuten dort dienen könnten.

1. Korinther 6, 20 sagt: „Denn ihr seid um einen Preis erkauft worden. Verherrlicht nun Gott mit eurem Leib!“ Nichts in unserem Leben hat etwas mit uns selbst zu tun. Heiliger und Sünder sind gleichermaßen durch das Blut Jesu erkauft worden und wir gehören nicht mehr uns. Wenn unsere Leben sich nicht mehr nur um uns selbst drehen, werden sie sich automatisch sehr viel mehr um Lobpreis drehen. Auch wenn wir vom Lobpreis profitieren, der Zweck des Lobpreises ist es nun mal nicht, uns ein besseres Gefühl zu verschaffen. Der Zweck von Lobpreis ist die Verherrlichung Gottes. Lobpreis hat nur ein Anliegen; GOTT.


 
Wir suchen noch Übersetzer, die uns bei der Übersetzung von englischer Lehre ehrenamtlich helfen wollen. Wenn du Lust dazu hast, schicke uns eine e-mail. AUTOR/QUELLE:
Steve Pruitt
engl.Original: "Why do we worship
"
::used by permission::
 
published: 23.10.2003
translated by Sabrina Hanheiser
(c) by Worshipgalaxy.com
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::Zur Biografie von Steve Pruitt::



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Den Vater anbeten
Die Rolle eines Lobpreisleiters 01
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