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IN WAHRHEIT ANBETEN (TEIL 02)



 

Es gibt eine Geschichte in Matthäus 15:21-28 und Markus 7:24-30 über eine kanaanäische Frau, die zu Jesus kam, als er die Gegend von Tyrus und Sidon besuchte.


“Deine Glaube ist groß – Dir geschehe wie du willst!“

Die Frau folgte Jesus und seinen Jüngern und bettelte Jesus an, dass er doch ihre Tochter heilen möge, die einen unreinen Geist hatte. „Erbarme dich meiner, Herr, Sohn Davids! Meine Tochter ist schlimm besessen.“ Jesus gab der Frau nicht sofort eine Antwort und seine Jünger baten Jesus, dass er sie wegschicken solle. Jesus antwortete, „Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.“ Sie aber kam und warf sich vor ihm nieder und betete ihn an: „Herr, hilf mir!“. Er antwortete und sprach: Es ist nicht schön, das Brot der Kinder zu nehmen und den Hunden hinzuwerfen. Sie aber sprach: „Ja, Herr; doch es essen ja auch die Hunde von den Krumen, die von dem Tisch ihrer Herren fallen.“ Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: „O Frau, dein Glaube ist groß. Dir geschehe, wie du willst!“ Und ihre Tochter war geheilt von jener Stunde an.


Ihre Tochter sollte geheilt werden

Diese Frau musste von Leuten gehört haben, die zuvor Heilung durch Jesus, den Sohn Davids, erfahren hatten (z.B. der Blinde Bartholomäus). Sie wusste, dass sie als Nicht-Jüdin keinerlei Rechte an Jesus, dem Sohn Davids, hatte, aber sie war verzweifelt und wollte, dass ihre Tochter geheilt wird. Um die Aufmerksamkeit von Jesus zu bekommen, gab sie vor eine Beziehung zu ihm zu haben, die gar nicht existierte. Als die Frau kam, um Jesus anzubeten, deckte er ihre Heuchelei auf, indem er sie mit einem Hund verglich (es ist interessant, dass das Griechische Wort, das hier für „anbeten“ benutzt wird, bedeutet, jemandem die Hand zu küssen oder wie ein Hund abzulecken). Diese Frau hatte sich nun von ihrer wahren Position angenähert und ihre Bitte an Jesus gerichtet. Dieser Versuch der Annäherung bekam die Aufmerksamkeit von Jesus.

Hebräer 10:22 sagt: „…so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in voller Gewissheit des Glaubens, die Herzen besprengt [und damit gereinigt] vom bösen Gewissen und den Leib gewaschen mit reinem Wasser.“


Nur eine wahrhaftige Beziehung mit Gott führt zu wahrer Anbetung

Wahre Anbetung kommt aus einer wahren Beziehung mit Gott. Man kann zwar die Ausdrücke in der Anbetung benutzen, die die anderen um einen herum auch benutzen, aber wenn die Beziehung mit Gott nicht wahrhaftig ist, dann wird es keine wahre Anbetung sein. In Psalm 15:1-2 steht: „HERR, wer darf in deinem Zelt weilen? Wer darf wohnen auf deinem heiligen Berg? Der rechtschaffen wandelt und Gerechtigkeit übt und Wahrheit redet in seinem Herzen…“. Gott sagte von Israel: „ ...dieses Volk naht sich mir mit seinem Mund und mit seinen Lippen ehrt es mich, aber sein Herz ist fern von mir und ihre Furcht vor mir [nur] angelerntes Menschengebot…“ (Jesaja 29:13).

In Wahrheit anbeten meint, dass die Handlungen in unseren Leben mit den Wörtern, die aus uns hinauskommen, übereinstimmen. Israel redete die Sachen, aber sie gingen und taten sie nicht. Ihre Erfahrung mit Gott beruhte darauf, was ihnen über Gott gesagt wurde. Sie wussten es gibt einen Gott und alles, was über ihn gesagt wird, ist wahr. Sie hatten sogar religiöse Zeremonien um ihn zu ehren, aber sie hatten ihm nicht ihre Herzen gegeben. Sie kamen zu Gott, basierend auf anderer Leute Erfahrung – dies machte ihre Anbetung nutz- und sinnlos.


Gott sehnt sich nach Wahrheit in unserer Anbetung.

In Amos lesen wir, dass Gott zu Israel sagt, dass er ihre Feste und die heiligen Zusammenkünfte hasst und verachtet. Er sagt, dass er ihre Opfer nicht akzeptiert und dass sie aufhören sollen Musik zu machen, denn er hört nicht zu. Gott ist nicht von unseren Methoden der Anbetung beeindruckt, wenn diese Methoden etwas ausdrücken, was wir gar nicht sind. Gott sehnt sich nach Wahrheit in unserer Anbetung. Wenn wir in einer aufrichtigen Beziehung mit Gott zu ihm kommen, um ihn anzubeten, dann hört er. Und wenn er hört, dann antwortet und reagiert er.

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Steve Pruitt
engl.Original: "Worshipping in truth (part 1)"
::used by permission::
 
published: 10.11.2003
translated by David Hanheiser
(c) by Worshipgalaxy.com
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