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DEN VATER ANBETEN



  Johannes schreibt in seinem Evangelium, „Es kommt aber die Stunde und ist jetzt, da die wahrhaftigen Anbeter den Vater … anbeten werden;“ Was bedeutet es den Vater anzubeten? Wie machen wir den Vater zum Gegenstand unserer Anbetung?

Lasst mich ein paar Wege vorschlagen.
1 Der Vater muss unsere Zuneigung haben.
2 Der Vater muss unsere Aufmerksamkeit haben.

In Lukas 7, 36-50 finden wir die Geschichte einer Frau, die ohne Scham ihre Liebe zu Jesus ausdrückte. Jesus aß gerade mit Simon, einem Pharisäer, in Simons Haus zu Abend. Während sie dabei waren zu essen, betrat eine Frau der Stadt, die die Pharisäer als Sünderin bezeichneten, mit einem Alabasterfläschchen voller wohlriechendem Öl den Raum. Während Jesus zu Tische lag, stand die Frau zu seinen Füßen, weinte hinter ihm, begann seine Füße mit ihren Tränen zu waschen und wischte sie mit ihren Haaren ab. Außerdem küsste sie seine Füße und salbte sie mit Öl.


Unwichtig, was andere denken

Es war für die Pharisäer offensichtlich, dass diese Frau eine Prostituierte war. Entweder sie hatten schon von ihr gehört oder sie erkannten es daran, dass sie all ihre Hemmungen fallen lies und ihre Haare offen trug. Es war damals Brauch, dass Frauen ihre Haare hochsteckten und ihren Kopf bedeckten. Die einzigen Augenblicke in denen eine Frau mit offenen Haaren gesehen wurde, war zurückgezogen mit ihrem Ehemann in ihrem Schlafzimmer oder wenn eine Prostituierte ihrer Arbeit nachging.

Diese Frau überschüttete Jesus mit ihrer Liebe, nicht als Reaktion auf ein Gebot, sondern aus einem Herzen, das von Dankbarkeit überfloss. Sie reagierte auf die Liebe Gottes, die ihr viel vergeben hat. Es war ihr nicht wichtig, was die, die am Tisch saßen, über sie dachten.
Echte Anbeter schämen sich nicht, ihre Liebe zum Vater auszudrücken, egal wer zusieht. Sie sind so von seiner Liebe für sie überwältigt, dass die Furcht davor albern auszusehen, sie nicht abschreckt.


Keine Traditionen anbeten!

Wie die Pharisäer, die mit Simon gegessen haben, können Christen leicht in die Falle treten Traditionen, Rituale und Institutionen anzubeten. Ihre Zuneigung ist auf das Falsche gerichtet und die Erhaltung dieser Rituale wird zu ihrer Leidenschaft. Wenn die Erhaltung religiöser Traditionen eine Gemeinde dahin führt, dass sie dem Wort und der Leitung Gottes gegenüber unflexibel werden, nehmen Traditionen Gottes Platz ein. Wenn die Liebe zu solchen Traditionen die Zuneigung eines Anbeters bekommt, führt das zu Götzendienst. Bei Jesu Einzug in Jerusalem vor seiner Kreuzigung, wiesen die Pharisäer (die Kirchenleiter dieser Tage) Jesus zurück, weil seine Jünger ihn anbeteten.

Die Pharisäer verbrachten viele Stunden damit im Tempel Gottes Wort zu studieren um herauszufinden, wann der Messias kommen würde. Sie verbrachten Zeiten im Fasten und Gebet, um Gott darum zu bitten den Messias zu senden. Als aber der Messias kam, verpassten sie genau das, auf was sie warteten, weil sie ihre Tradition und ihre Position mehr liebten als Gott.


Jesus – unsere größte Liebe!

Es gibt viele Dinge in der Welt, die um unsere Zuneigung kämpfen. Als Vater von fünf Kindern ist es mein Wunsch meiner Familie ständig zu zeigen, wie sehr ich sie liebe und ihnen die Zuneigung zu geben, die sie brauchen. Christen müssen jedoch darauf achten, dass nicht einmal ihre Familienmitglieder zu ihrer ersten Liebe werden. Jesus sagte, „Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig“. Jesus muss unsere erste Liebe sein. Alle anderen Zuneigungen sollten im Vergleich zu unserer Liebe zu ihm verblassen. Markus 12,30 sagt, „und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstande und aus deiner ganzen Kraft".

Gott sucht nach Männern und Frauen, die ihn mehr wollen als seine Gaben. Männer und Frauen, die wie Maria, keine Angst davor haben, ihr Alabasterfläschchen zu zerbrechen und ihn mit der wohlriechenden Anbetung zu salben, egal was die um ihn denken mögen. Der Vater sucht nach solchen Menschen, die ohne Scham alle Hemmungen fallen lassen und öffentlich zeigen, wie sehr sie ihn lieben und verehren. Um den Vater wirklich anzubeten, muss er der Oberste auf unserer Liebesliste sein.


Stiftshütte und Bundeslade

Lass mich dich ein paar Jahre zurücknehmen, in die Zeit, in der Mose und die Kinder Israels die Stiftshütte bauten. Gott gab Mose genaue Befehle, wie sie die Stiftshütte bauen sollten und Gottes Geist befähigte das Volk sie zu errichten.

Der wichtigste Teil der Ausstattung der Stiftshütte war die Bundeslade. Diese war im Allerheiligsten untergebracht, das nur Priester einmal im Jahr betreten konnten, um Sühne für die Sünde des Volkes zu tun. Auf der Lade waren zwei Engelsgestalten die Cherubim hießen; je einer an beiden Enden und ihre Flügel bedeckten den Deckel der Lade. Zwischen den Flügeln der Cherubim war der Gnadenthron. Es war auf dem Gnadenthron wo die sichtbare Gegenwart Gottes wohnte.

Für die Israeliten stellte die Bundeslade Gottes Gegenwart unter ihnen dar. Die Israeliten trugen die Lade mit sich in den Kampf und sie war der erste Gegenstand, der durch den Jordan ging als sie das gelobte Land betraten.


Dagon vs. Gott

In 1. Samuel, lesen wir von einem Ereignis, in dem die Kinder Israels mit Gott rechneten, als sie die Lade mit in den Kampf nahmen. Sie waren sich sicher, dass mit der Gegenwart der Lade der Sieg bevorstand. Wegen der Boshaftigkeit der zwei Söhne des Hohenpriesters Israels verloren sie jedoch den Kampf und die Lade wurde von den Philistern eingenommen.

Die Philister nahmen die Lade und stellten sie in den Tempel neben ihrem Gott Dagon. Als sie am nächsten Tag früh zum Tempel gingen, fanden sie Dagon auf seinem Angesicht vor der Lade Gottes liegen. Also nahmen sie ihn und stellten ihn wieder auf. Als sie am nächsten Morgen am Tempel ankamen fanden sie Dagon wieder vor der Lade liegen. Diesmal lagen Dagons Kopf und seine Hände jedoch abgeschlagen auf der Schwelle. Nur der Rumpf war unversehrt geblieben.

Die Philister hatten den Gott des Universums genommen und versucht ihn in die Anbetung ihres Götzen Dagon einzureihen, aber das funktionierte nicht. Die Kinder Israels machten einen ähnlichen Fehler. Sie hatten für ihre Boshaftigkeit keine Buße getan, dachten aber, dass Gott sie vor den Philistern retten würde, weil die Lade gegenwärtig war. Ihre Anbetung war auf die Lade des Gottes gerichtet anstatt auf den Gott der Lade. Die Lade war zu einem Götzen Israels geworden.


Jesus = Nummer 1

Heutzutage haben so viele Christen ihre Aufmerksamkeit auf Karriere, Sport, Fernsehen und Freizeitaktivitäten gerichtet. Anbetung, Gebet, Bibelstudium und christlicher Dienst sind ans Ende der Prioritätenliste gerutscht. Wie Dagon, dessen Kopf und Hände vor Gott abgeschlagen wurden, sind ihre Gedanken voller weltlicher Dinge und ihre Hände damit beschäftigt, für sich selbst zu arbeiten. Manche Christen haben es sogar zugelassen, dass ihre traditionelle Anbetung, Gebete und Bibelstudium den Platz einer vertrauten Beziehung mit dem Vater einnehmen.

Gott hat Israel geboten keine anderen Götter vor ihm zu haben. Er sagte, „Du sollst dem Herrn deinem Gott dienen und ihn alleine sollst Du anbeten.“ Das gleiche gilt heute für die, die seinen Namen tragen. Gott ist nichts, dass wir in unser Leben einreihen, er ist unser Leben. Alle anderen Gegenstände die wir anbeten müssen sich vor ihm beugen. Er wird entweder all unsere Anbetung erhalten oder keinerlei Anbetung von uns.

Der Vater sehnt sich nach ununterbrochener Gemeinschaft und einer vertrauten Beziehung mit seinen Kindern. Um ein wahrer Anbeter zu sein, muss man ein ungeteiltes Herz haben und dabei seine ungeteilte Aufmerksamkeit dem Vater entgegenbringen. Was auch immer deine Zuneigung hat wird auch deine Aufmerksamkeit bekommen. Matthäus 6,21 sagt, „denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.“ Wo ist dein Schatz? Was besitzt dein Herz?

 
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Steve Pruitt
engl.Original: "Worshipping the father"
::used by permission::
 
published: 18.03.2005
translated by Karin Fleck
(c) by Worshipgalaxy.com
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::Zur Biografie von Steve Pruitt::



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