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STEVE PRUITT
DEN
VATER ANBETEN |
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Johannes schreibt in seinem Evangelium, „Es
kommt aber die Stunde und ist jetzt, da die
wahrhaftigen Anbeter den Vater … anbeten
werden;“ Was bedeutet es den Vater anzubeten?
Wie machen wir den Vater zum Gegenstand unserer
Anbetung?
Lasst mich ein paar Wege vorschlagen.
1 Der Vater muss unsere Zuneigung haben.
2 Der Vater muss unsere Aufmerksamkeit
haben.
In Lukas 7, 36-50 finden wir die Geschichte
einer Frau, die ohne Scham ihre Liebe zu Jesus
ausdrückte. Jesus aß gerade mit Simon, einem
Pharisäer, in Simons Haus zu Abend. Während sie
dabei waren zu essen, betrat eine Frau der
Stadt, die die Pharisäer als Sünderin
bezeichneten, mit einem Alabasterfläschchen
voller wohlriechendem Öl den Raum. Während Jesus
zu Tische lag, stand die Frau zu seinen Füßen,
weinte hinter ihm, begann seine Füße mit ihren
Tränen zu waschen und wischte sie mit ihren
Haaren ab. Außerdem küsste sie seine Füße und
salbte sie mit Öl.
Unwichtig, was andere
denken
Es war für die Pharisäer offensichtlich, dass
diese Frau eine Prostituierte war. Entweder sie
hatten schon von ihr gehört oder sie erkannten
es daran, dass sie all ihre Hemmungen fallen
lies und ihre Haare offen trug. Es war damals
Brauch, dass Frauen ihre Haare hochsteckten und
ihren Kopf bedeckten. Die einzigen Augenblicke
in denen eine Frau mit offenen Haaren gesehen
wurde, war zurückgezogen mit ihrem Ehemann in
ihrem Schlafzimmer oder wenn eine Prostituierte
ihrer Arbeit nachging.
Diese Frau überschüttete Jesus mit ihrer Liebe,
nicht als Reaktion auf ein Gebot, sondern aus
einem Herzen, das von Dankbarkeit überfloss. Sie
reagierte auf die Liebe Gottes, die ihr viel
vergeben hat. Es war ihr nicht wichtig, was die,
die am Tisch saßen, über sie dachten.
Echte Anbeter schämen sich nicht, ihre Liebe zum
Vater auszudrücken, egal wer zusieht. Sie sind
so von seiner Liebe für sie überwältigt, dass
die Furcht davor albern auszusehen, sie nicht
abschreckt.
Keine Traditionen anbeten!
Wie die Pharisäer, die mit Simon gegessen haben,
können Christen leicht in die Falle treten
Traditionen, Rituale und Institutionen
anzubeten. Ihre Zuneigung ist auf das Falsche
gerichtet und die Erhaltung dieser Rituale wird
zu ihrer Leidenschaft. Wenn die Erhaltung
religiöser Traditionen eine Gemeinde dahin
führt, dass sie dem Wort und der Leitung Gottes
gegenüber unflexibel werden, nehmen Traditionen
Gottes Platz ein. Wenn die Liebe zu solchen
Traditionen die Zuneigung eines Anbeters
bekommt, führt das zu Götzendienst. Bei Jesu
Einzug in Jerusalem vor seiner Kreuzigung,
wiesen die Pharisäer (die Kirchenleiter dieser
Tage) Jesus zurück, weil seine Jünger ihn
anbeteten.
Die Pharisäer verbrachten viele Stunden damit im
Tempel Gottes Wort zu studieren um
herauszufinden, wann der Messias kommen würde.
Sie verbrachten Zeiten im Fasten und Gebet, um
Gott darum zu bitten den Messias zu senden. Als
aber der Messias kam, verpassten sie genau das,
auf was sie warteten, weil sie ihre Tradition
und ihre Position mehr liebten als Gott.
Jesus – unsere größte
Liebe!
Es gibt viele Dinge in der Welt, die um unsere
Zuneigung kämpfen. Als Vater von fünf Kindern
ist es mein Wunsch meiner Familie ständig zu
zeigen, wie sehr ich sie liebe und ihnen die
Zuneigung zu geben, die sie brauchen. Christen
müssen jedoch darauf achten, dass nicht einmal
ihre Familienmitglieder zu ihrer ersten Liebe
werden. Jesus sagte, „Wer Vater oder Mutter mehr
liebt als mich, ist meiner nicht würdig“. Jesus
muss unsere erste Liebe sein. Alle anderen
Zuneigungen sollten im Vergleich zu unserer
Liebe zu ihm verblassen. Markus 12,30 sagt, „und
du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus
deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele
und aus deinem ganzen Verstande und aus deiner
ganzen Kraft".
Gott sucht nach Männern und Frauen, die ihn mehr
wollen als seine Gaben. Männer und Frauen, die
wie Maria, keine Angst davor haben, ihr
Alabasterfläschchen zu zerbrechen und ihn mit
der wohlriechenden Anbetung zu salben, egal was
die um ihn denken mögen. Der Vater sucht nach
solchen Menschen, die ohne Scham alle Hemmungen
fallen lassen und öffentlich zeigen, wie sehr
sie ihn lieben und verehren. Um den Vater
wirklich anzubeten, muss er der Oberste auf
unserer Liebesliste sein.
Stiftshütte und Bundeslade
Lass mich dich ein paar Jahre zurücknehmen, in
die Zeit, in der Mose und die Kinder Israels die
Stiftshütte bauten. Gott gab Mose genaue
Befehle, wie sie die Stiftshütte bauen sollten
und Gottes Geist befähigte das Volk sie zu
errichten.
Der wichtigste Teil der Ausstattung der
Stiftshütte war die Bundeslade. Diese war im
Allerheiligsten untergebracht, das nur Priester
einmal im Jahr betreten konnten, um Sühne für
die Sünde des Volkes zu tun. Auf der Lade waren
zwei Engelsgestalten die Cherubim hießen; je
einer an beiden Enden und ihre Flügel bedeckten
den Deckel der Lade. Zwischen den Flügeln der
Cherubim war der Gnadenthron. Es war auf dem
Gnadenthron wo die sichtbare Gegenwart Gottes
wohnte.
Für die Israeliten stellte die Bundeslade Gottes
Gegenwart unter ihnen dar. Die Israeliten trugen
die Lade mit sich in den Kampf und sie war der
erste Gegenstand, der durch den Jordan ging als
sie das gelobte Land betraten.
Dagon vs. Gott
In 1. Samuel, lesen wir von einem Ereignis, in
dem die Kinder Israels mit Gott rechneten, als
sie die Lade mit in den Kampf nahmen. Sie waren
sich sicher, dass mit der Gegenwart der Lade der
Sieg bevorstand. Wegen der Boshaftigkeit der
zwei Söhne des Hohenpriesters Israels verloren
sie jedoch den Kampf und die Lade wurde von den
Philistern eingenommen.
Die Philister nahmen die Lade und stellten sie
in den Tempel neben ihrem Gott Dagon. Als sie am
nächsten Tag früh zum Tempel gingen, fanden sie
Dagon auf seinem Angesicht vor der Lade Gottes
liegen. Also nahmen sie ihn und stellten ihn
wieder auf. Als sie am nächsten Morgen am Tempel
ankamen fanden sie Dagon wieder vor der Lade
liegen. Diesmal lagen Dagons Kopf und seine
Hände jedoch abgeschlagen auf der Schwelle. Nur
der Rumpf war unversehrt geblieben.
Die Philister hatten den Gott des Universums
genommen und versucht ihn in die Anbetung ihres
Götzen Dagon einzureihen, aber das funktionierte
nicht. Die Kinder Israels machten einen
ähnlichen Fehler. Sie hatten für ihre
Boshaftigkeit keine Buße getan, dachten aber,
dass Gott sie vor den Philistern retten würde,
weil die Lade gegenwärtig war. Ihre Anbetung war
auf die Lade des Gottes gerichtet anstatt auf
den Gott der Lade. Die Lade war zu einem Götzen
Israels geworden.
Jesus = Nummer 1
Heutzutage haben so viele Christen ihre
Aufmerksamkeit auf Karriere, Sport, Fernsehen
und Freizeitaktivitäten gerichtet. Anbetung,
Gebet, Bibelstudium und christlicher Dienst sind
ans Ende der Prioritätenliste gerutscht. Wie
Dagon, dessen Kopf und Hände vor Gott
abgeschlagen wurden, sind ihre Gedanken voller
weltlicher Dinge und ihre Hände damit
beschäftigt, für sich selbst zu arbeiten. Manche
Christen haben es sogar zugelassen, dass ihre
traditionelle Anbetung, Gebete und Bibelstudium
den Platz einer vertrauten Beziehung mit dem
Vater einnehmen.
Gott hat Israel geboten keine anderen Götter vor
ihm zu haben. Er sagte, „Du sollst dem Herrn
deinem Gott dienen und ihn alleine sollst Du
anbeten.“ Das gleiche gilt heute für die, die
seinen Namen tragen. Gott ist nichts, dass wir
in unser Leben einreihen, er ist unser Leben.
Alle anderen Gegenstände die wir anbeten müssen
sich vor ihm beugen. Er wird entweder all unsere
Anbetung erhalten oder keinerlei Anbetung von
uns.
Der Vater sehnt sich nach ununterbrochener
Gemeinschaft und einer vertrauten Beziehung mit
seinen Kindern. Um ein wahrer Anbeter zu sein,
muss man ein ungeteiltes Herz haben und dabei
seine ungeteilte Aufmerksamkeit dem Vater
entgegenbringen. Was auch immer deine Zuneigung
hat wird auch deine Aufmerksamkeit bekommen.
Matthäus 6,21 sagt, „denn wo dein Schatz ist, da
wird auch dein Herz sein.“ Wo ist dein Schatz?
Was besitzt dein Herz?
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