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ANBETUNG



 

Anbetung ist ein Wort, mit dem wir viele verschiedene Bedeutungen verbinden. Meist sind diese ziemlich nahe mit unseren persönlichen und individuellen Erfahrungen von Kirche und Gott verbunden. Erinnerst Du Dich manchmal daran, wie es war, wenn dir als Kind erzählt wurde, dass wir eines Tages in alle Ewigkeit Gott anbeten werden? Der Gedanke an einen niemals endenden Gottesdienst hat mich so gelangweilt – und doch haben die Leute es so gesagt, als wäre ewige Anbetung etwas Aufregendes! Ich kann immer noch fühlen, wie meine müden Arme wie tote Gewichte an meinem Körper hingen und meine Beine nur nach Erlösung riefen!


„Gott zu glauben bedeutet Gott anzubeten.“

Im Zentrum der christlichen Anbetung steht der lebendige Gott. Martin Luther sagte: „Gott zu glauben bedeutet Gott anzubeten.“ Offenbarung und eine Erwiderung darauf sind Grundlagen der Anbetung. Offenbarung, in der Gott sich uns zeigt und Erwiderung, als unsere Antwort der Erfurcht zu Gott.

Gott offenbart sich uns in vielen verschiedenen Weisen, einschließlich Seiner Werke in der Schöpfung (Ps 19,2), Seinem geschriebenen Wort (Ps 19,8), durch Jesus Christus (Joh 1,18) und durch den Heiligen Geist (Joh 16,3). Unsere Anbetung zu Gott ist von unserer Offenbarung abhängig. Ich habe gelesen, dass “die kürzeste Strecke um Anbetung tiefer und reicher zu machen eine klare Theologie ist.“ Dies wird uns nicht nur befähigen Gott zu kennen, sondern auch etwas davon zu verstehen, wie Er Sich danach sehnt, dass wir Ihm unsere Anbetung bringen.


Anbetung = die Auswirkung unsres Wissens

Das Wissen über Gott („Theologie”) ist das Fundament der Anbetung. Wenn unsere Theologie oder unser Wissen über Gott klar ist, wird unsere Anbetung, unser Verständnis davon, wer und wie groß Gott ist, zunehmen. Anbetung (Gottes) ist deshalb die Auswirkung unseres Wissens (über Gott).

Die Bibel schreibt uns vor, dass wir Gott alleine anbeten und ihm dienen sollen (2 Mo 20,1-3). Das wirkliche Wesen Gottes verlangt alles von uns – unser Geist, unsere Gefühle und unser Körper sollen sich vereinigen um Ihm Lobpreis zu bringen! William Temple sagte: „Anzubeten bedeutet sein Bewusstsein von Gottes Heiligkeit beflügeln zu lassen, die Gedanken mit der Wahrheit zu füllen, die eigenen Vorstellungen von der Schönheit Gottes reinigen zu lassen, das Herz zur Liebe Gottes zu öffnen, den eigenen Willen den Absichten Gottes hinzugeben.“

Das Alte Testament stellt viele Ritualien im 1.- 4.Mose dar. Da das äußerste Opfer für uns von Jesus am Kreuz gebracht wurde, sind viele der alttestamentlichen Rituale für uns heute unbedeutend, dennoch lehrt uns das Alte Testament weiterhin bestimmte Prinzipien der Anbetung.


Anbetung & Dienst

Die Unterweisungen zu den einzelnen Opfern, die in der Zeit des Alten Testaments zu Gott gebracht wurden, sind für uns heute wertvoll, da sie uns über den stetigen Bedarf an Aufrichtigkeit, Reinheit und Heiligkeit lehren und darüber, Gott unser bestes Opfer zu bringen (z.B. 2Mo 24-40, 3Mo 1-10, 2Chr 3-4).

Im Neuen Testament gebietet Jesus, dass man der Tatsache, dass christliche Anbetung und Dienst im Wesentlichen eines sind, Beachtung schenkt. Es ist interessant zu bemerken, dass die beiden wichtigsten Worte, die im Neuen Testament für ‚Anbetung’ gebraucht werden, in ihrer Bedeutung ‚Dienst’ zur Folge haben. Eines der Worte, das verwendet wird, war ursprünglich aus dem säkularen Leben genommen und bedeutet „Dienst an der Gemeinschaft oder dem Staat, häufig ohne Honorar oder Gehalt.“


Heiliger Geist

Da du und ich heutzutage nach einem Verständnis von Anbetung in einem zeitgemäßen Umfeld suchen, können wir keinem besseren Beispiel als den Lehren Jesus Christus folgen. Sie sind für uns heute wichtig und werden das auch immer bleiben. Unser Verständnis vom „Anbetungs - Dienst“ wäre unvollständig ohne hier auf die essenziell wichtige Rolle des Heiligen Geistes einzugehen, der uns bekräftigt Gott in und durch unser alltägliches Leben wirklich anzubeten!

Alles was wir tun, sei es in Handlungen oder Unterlassungen des Dienstes und der Liebe an anderen, sei es beim Predigen oder wenn wir unseren Gaben und Berufungen nachgehen – das alles dient als Mittel um Gott anzubeten. John Stott sagte: „Anbetung ist die höchste und nobelste Handlung zu der Menschen, durch die Gnade Gottes, im Stande ist.“ So wie Du Jesu Geboten bezüglich Gemeinschaft, dem Kreuz und Evangelisation erlaubst durch Dein Leben zu dringen, traue ich darauf, dass die daraus folgende Erfahrung in Deinem Leben, Erfahrungen von wahrer Anbetung sein werden, in allem, was Du für den lebendigen Gott tust.



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Reuben & Sarah Morgan
engl.Original: "Worship"
::used by permission::
 
published: 29.10.2005
translated by Karin Fleck
(c) by Worshipgalaxy.com
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