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Die meisten Leute beginnen bei
einem Bibelstudium über Anbetung, in dem sie in der Schrift
nach dem Wort Anbetung suchen.
Schaut man in griechische und hebräische Wörterbücher, kann
man für die Definition des Wortes Anbetung, für jeden Vers
den man betrachtet, eine andere Bedeutung finden.
Bei Ausdehnung des Studiums bis hin zu dem Wort Lobpreis,
begegnet man vielen Handlungen wie Singen, Tanzen,
Klatschen, Knien und Rufen. Als nächstes folgt die
Entdeckung einer Unzahl von biblischen Themen, die eine
endlose Reise der Offenbarung, wie Musik, Instrumente,
Klang, Fähigkeit, Spontaneität, Gefühle, Meditation, Lieder
über den Herrn, geistliche Lieder usw. enthüllen.
Bei einem Schüler, der ein wachsendes Verlagen für biblische
Anbetung hat, werden alle diese Themen und auch Dinge
darüber hinaus wichtig.
Wie auch immer, ich möchte einen Einblick in eine Ebene
geben, die einen gewaltigen Reichtum der Offenbarung über
prophetische Anbetung enthält.
Die Wörter Anbetung, Lobpreis, Musik, Tanz oder Instrumente
werden in dem Abschnitt nicht gefunden. In der gesamten
Schrift ist es eine Aufzählung der bizarrsten und
tiefgründigsten Ausdrucksarten der Anbetung.
Jesus nun kam sechs Tage vor dem Passahfest nach Betanien,
wo Lazarus war, den Jesus von den Toten auferweckt hatte.
Sie machten ihm nun dort ein Abendessen, und Martha diente;
Lazarus aber war einer von denen, die mit ihm zu Tisch
lagen. Da nahm Maria ein Pfund Salböl von echter, kostbarer
Narde und salbte die Füße Jesu und trocknete seine Füße mit
ihren Haaren. Das Haus aber wurde von dem Geruch des
Salböles erfüllt. Es sagt aber Judas, der Iskariot, einer
von seinen Jüngern, der ihn überliefern sollte: Warum ist
dieses Salböl nicht für dreihundert Denare verkauft und den
Armen gegeben worden? Er sagte dies aber nicht, weil er um
die Armen besorgt war, sonder weil er ein Dieb war und die
Kasse hatte und beiseite schaffte, was eingelegt wurde. Da
sprach Jesus: Lass sie! Möge sie es aufbewahrt haben für den
Tag meines Begräbnisses! Denn die Armen habt ihr allezeit
bei euch, mich aber habt ihr nicht allezeit.
Die große Volksmenge aus den Juden erfuhr nun, dass er dort
sei; und sie kamen nicht um Jesu willen allein, sondern
damit sie auch den Lazarus sähen, den er aus den Toten
auferweckt hatte. Die Hohenpriester aber ratschlagten, auch
den Lazarus zu töten, weil viele von den Juden um
seinetwillen hingingen und an Jesus glaubten.
(Johannes 12, 1-11)
Als erstes sehen wir Zeit und Ort. Der Zeitpunkt war sechs
Tage vor dem Passah. Der Ort war Betanien, in einer
Hausgruppenveranstaltung in Marias Haus. Ihre Schwester
Martha diente und Lazarus, ihr Bruder, saß mit den geehrten
Gästen am Tisch. Der Raum war voll von Jüngern (Vers 4), und
eine „große Volksmenge von Juden“ (Vers 9). Aus Vers 10
können wir entnehmen, wie sogar Hohepriester herumstanden
und ein Komplott schlossen Lazarus umzubringen.
Eine wirklich abwechslungsreiche Hausgruppe, würdest Du das
nicht auch sagen? Es klingt ziemlich nach einem turbulenten
Abend.
Jedenfalls mussten all die Turbulenzen plötzlich einem
einfachen, aber doch merkwürdigem Ereignis Platz machen.
Da nahm Maria ein Pfund Salböl von echter, kostbarer Narde
und salbte die Füße Jesu und trocknete seine Füße mit ihren
Haaren. Das Haus aber wurde von dem Geruch des Salböles
erfüllt. (Johannes 12,3)
Lasst uns durch Betrachtung der negativen Seite, der Szene
näher kommen. In dem wir das tun, lernen wir viele positive
Charaktereigenschaften von wahrer prophetischer Anbetung
kennen.
Maria
kam nicht...
Maria kam nicht um eine Predigt zu hören. Predigen ist
wichtig – das Neue Testament trifft große Vorkehrungen fürs
Predigen. Es erklärt Gottes Wort und ist außerdem ein
Zeugnis für Glauben. Predigen erleuchtet, informiert und
inspiriert Menschen auf Gott zu reagieren.
Gesalbtes, bibelzentriertes Predigen sollte ein Teil von
Anbetung in der Gemeinde sein, aber kein Ersatz dafür. Ein
Predigen das Jesus erhebt, Sünde aufdeckt und Erlösung
erklärt, kann Gläubige sicherlich in Anbetung leiten. In
vielen Gemeinden wurden die Proklamationen der Prediger zur
Priorität.
Ich bin ein Prediger und ich erkenne die Wichtigkeit des
Wortes, welches gepredigt wird. Wenn es mir wichtiger
erscheint, in meinem öffentlichen Ruf zu funktionieren, dann
gilt es für die ganze Versammlung ihre Aktivitäten in
Anbetung, Lobpreis, Danksagung und Hingabe auszudrücken. Ich
fürchte, dass eine kostspielige und scharfsinnige Ketzerei
möglicherweise der Gemeinde größtes Vermögen raubt.
Wenn Menschen nur zur Kirche gehen, um eine gute Predigt zu
hören, dann könnten wir in der gleichen Zuschauerfalle
sitzen, wie die meisten der Volksmenge in Marias Haus. Wo
der größte Teil gekommen war, um zu hören was Jesus und
Lazarus zu sagen hatten. In Marias Haus waren an dem Abend
viel mehr Zuschauer als Anbeter.
Es wurde über Jesus gesagt, dass niemals ein Mensch so wie
dieser sprach. (Johannes 7, 46)
Obwohl Maria in der Gegenwart des größten Predigers war, der
jemals lebte, kam sie offensichtlich nicht, um eine Predigt
zu hören.
Sie beugte sich nicht vor seinen Füßen, damit sie sein Wort
empfangen konnte, sondern sie beugte sich und diente ihm.
Maria kam nicht um eine Bitte auszusprechen, obwohl sie in
der Gegenwart des Einen war, der allmächtig ist. Sie
schüttete ihr Herz nicht aus, um eine demütige Bitte
aussprechen zu dürfen, wie sie es bereits getan hatte. Sie
bat ihn um nichts. Das heißt nicht, den Herrn nicht zu
bitten, denn das Wort gibt uns klare Anweisung unsere
Bedürfnisse zu bringen, sowohl individuell, als auch
gemeinschaftlich.
Aber diese Handlung war ein dienendes Herz, nicht eine
bittende Seele. Es war ein Moment für ihn, nicht für sie.
Um des Ausgleichswillen lass mich folgendes erklären; ich
fordere jeden auf, dem Herrn aufrichtig zu dienen und dabei
nichts zu empfangen – das ist unmöglich!
So nobel es auch klingt zu sagen: „Wir erbitten nichts,“ so
ist es unmöglich in seiner Gegenwart, wo volle Freude ist,
zu stehen und nicht ergriffen zu sein.
Du kannst nicht in der Gegenwart seiner Herrlichkeit sein
und unverändert fortgehen. Du wirst empfangen, sogar wenn Du
nicht bittest oder suchst. Manchmal empfängt man mehr, wenn
man weniger bittet. Dann gibt es Zeiten in denen wir zu ihm
kommen, um für spezielle Anliegen zu bitten.
In Lukas 11, 9 – 10 erzählt uns Jesus zu bitten, zu suchen
und anzuklopfen. Lass dieses wundervolle Privileg dir nicht
rauben, mit dem das Empfangen, das Finden und das Öffnen der
Türen seines Segens einhergeht. Aber wie du sehen kannst,
Maria erbat nichts – sie sagte nichts.
Maria kam nicht um mit den Gläubigen Gemeinschaft zu haben.
Wir sehen in Vers 12: „eine große Volksmenge“ war dort. Ich
bin sicher, sie liebte und genoss es mit den Leuten zusammen
zu sein. Selbstverständlich, Gemeinschaft mit anderen
Gläubigen zu haben ist biblisch berechtigt und
lebenswichtig, aber Maria erlaubte nicht das die
Gemeinschaft mit den Gläubigen Priorität einnahm über die
Gemeinschaft mit dem Geglaubten. (Jesus)
Sie war nicht abgelenkt durch die Handlungen in dem Raum.
Sie wurde nicht einmal bewegt durch die Agenda der
Hohenpriester, die ihren Bruder töten wollten. Wie wunderbar
muss es sein, wenn wir gemeinsam diese Art von Focus in
unseren Zusammenkünften aufrecht erhalten könnten.
Es ist einfach für uns, unsere Ablenkung zu rechtfertigen
und diese wichtig zu heißen.
Was du da liest mag anderen lächerlich erscheinen, aber es
ist Speise für das Denken.
Stell dir vor, Maria kniet auf dem Boden vor den Füßen Jesu.
Während sie das Öl über Seine Füße gießt, weint sie leise
aus der Tiefe ihrer Seele. Der Raum ist unheimlich leise und
alle Augen wenden sich dem Gesicht Jesu zu, um seinen
Ausdruck zu sehen.
Dann steht Lazarus, als Mann des Hauses, auf und ruft mutig:
„Sind hier einige Besucher das erste mal unter uns? Bitte
steh auf und erzähl uns woher du kommst.“
Maria kam nicht, um erfrischt zu werden. Sie kam um den
Herrn zu erfrischen. Sie sah durch den Geist das Kreuz und
das Opfer voraus. Sie erfrischte die Füße, die den Erlöser
über viele steinige Straßen trugen, die selben Füße, die
bald die Last eines Kreuzes tragen werden, Füße die man mit
Nägeln durchschlagen wird. Anbetung erreicht nicht das Ziel,
wenn es Selbstverherrlichung produziert, sondern wenn es den
selbstlosen Erlöser verherrlicht. Obwohl Anbetung unseren
Geist, Seele und Körper immens aufheitern kann und auf
verschiedenartige Weise erfrischt, ist doch der höchste
Zweck der Anbetung für IHN, nicht für uns.
Maria kam nicht, weil es momentan populär war. Es war gerade
eine Zeit wo Jesu’ Popularität schnell abnahm. Das gesamte
religiöse und politische System war ihm gegenüber
aggressiver denn je. Er bekam ihren Hass und Ablehnung auf
ganz neuer Ebene zu spüren. Er war gerade dabei Jesaja 53, 3
zu erfüllen: von Menschen verspottet und verachtet zu sein
und das letztendliche Opfer zu erleiden. Bis zu einem
gewissen Grad teilte Maria seine Ablehnung.
Ihre Handlung in der Anbetung offenbarte nicht nur die
politischen Geister in dem Raum, sie deckte genauso den
stolzen und religiösen Geist von Judas auf.
In sich gekehrt sein, den Blick auf sich gerichtet zu haben
und die Unfähigkeit unsere Anbetung zu Gott auszudrücken,
können durch Ablehnung hervorgerufen werden. Das geschieht
nur, wenn unser Fixpunkt die Ablehnung ist. Mit anderen
Worten, wir haben Gemeinschaft mit unseren Leiden anstelle
mit seinen. Maria identifizierte sich mit seinen Leiden und
Ablehnung, nicht mit ihrer.
Sie tat es nicht, weil es der letzte Schrei in der Anbetung
war. Sie tat es auch nicht um eine neue Position im
Königreich zu erhalten. Sie hatte schon die Stellung
gefunden, die sie am meisten begehrte, es war an den Füßen
Jesu.
Jesus interpretierte, was sie tat, als eine Handlung der
prophetischen Anbetung, doch sie sprang nicht auf und
erklärte sich selbst als Prophetin. Sie ersehnte sich keine
Erhöhung in ihrer soziale Stellung. Ihre Erhöhung würde im
Geist sein, als er erhöht wurde.
Maria kam nicht um ihr Bestes zurückzuhalten. Der Pfad der
Ganzen-Herz-Anbetung war niemals überfüllt und billig. Sie
gab sich schlicht für die Anbetung preis, für den Einen, den
sie mit ihrem ganzen Herzen liebte. Sie goss das kostbarste
Geschenk, dass sie geben konnte aus und rüttelte jeden
politischen und religiösen Geist an dem Ort auf. Beachte,
dass sie nicht die Aufmerksamkeit auf die kostspielige
Handlung lenkte, Judas war es. Sie deutete nie auf ihr Opfer
im Wert eines Jahresgehaltes hin. Wenn wir beginnen unsere
Kosten für die Anbetung zu zählen, beenden wir die Anbetung.
Sie unterlag nicht dem Wie-viel-ist-zu-viel-Prinzip. Es gibt
kein zu viel.
David sagt: Ich will meinen Augen keinen Schlaf gestatten,
keinen Schlummer meinen Augenlidern, bis ich eine Stätte
finde für den Herrn, Wohnungen für den Starken Jakobs!
(Psalm 132, 4 – 5)
Wir haben in unseren Herzen diese Frage zu befriedigen, so
wie sie es tat.
Maria kam nicht um zu beeindrucken, ihre Handlung war eine
der Demut. Der Wohlgeruch ihres Geschenkes zog jede
Aufmerksamkeit auf Jesus. Ich bin sicher, einige schauten
zeitweilig auf das was Maria tat, aber Jesus war zweifellos
die zentrale Figur in dem Raum. Erinnere dich, es war Jesu’
Abendessen, seine Freunde, seine Jünger, seine Füße, seine
Worte und seine Gegenwart die Grund waren für dieses
Ereignis. Mehr als das, es wurde sein Schicksal prophetisch
in diesem Raum erklärt. Das was Maria durch die Anbetung
tat, war die Voraussetzung, damit jeder die Worte des
Gesalbten hört. Nichts konnte sie von der Art und Weise wie
sie anbetete abhalten.
Es wäre für sie, noch für andere in der Menge nutzlos
gewesen, nach Aufmerksamkeit zu schreien. Hätte sie sich im
Raum umgesehen, würde sie hervorstechende Intelligenz sehen,
körperliche Kraft, fähige Leiterschaft, überzeugende
Redefähigkeit, anziehende Persönlichkeiten, künstlerische
Genies, von Geburt an Adlige, ungeheueren Reichtum,
politischen Erfolg, tiefgründiges Lernen und furchtbaren
Stolz. Als sie sich in seiner Gegenwart wieder fand, war ihr
Herz fixiert und gebunden in der Anbetung zu seinen Füßen –
nichts war fähig den Wohlgeruch von Marias Herzen zu
stoppen. Nur wahre Demut löst reine Anbetung aus und nur
reine Anbetung löst die Tiefe der Salbung aus.
Sie war nicht ein unsicheres Korbgefäß, künstlerisch
ausgestellt mit ihren persönlichen Dingen, um Aufmerksamkeit
zu erregen. Sie war nicht einmal biblisch gebildeter
Anbeter. Sie betete an. Sie beeindruckte nicht – sie drückte
aus und gestattete dem wahren Wohlgeruch ihres Herzens
freien Lauf.
Jetzt lasst uns die Szene über die Handlungen Marias von der
positiven Seite betrachten.
Maria verwandelte ihr Haus in einen Tempel der Anbetung. Es
gibt einige Kontroversen unter den Gelehrten, ob es sich um
das Haus von Martha und Maria handelte, oder um das von
Simon, dem Leprakranken. Aber weit verbreiteter Glaube ist,
dass Martha, eine bedeutsame Dame, nicht in einem fremden
Haus dem Herrn Gastgeberin sein und ihm dienen würde.
Ich selber erachte es als wichtig, dass Martha ihre
Aufmerksamkeit wiederum dem Kochen und Dienen zuwendet,
obwohl der Herr sie deshalb einmal zurecht wies. Er sagte
Maria hat den besseren Teil erwählt, zu seinen Füßen zu
sitzen und seinen Worten zu hören.
Um Martha gegenüber fair zu sein, denke ich, dass es ihren
wahren Charakter zeigte.
Als sie wegen ihrer extremen Geschäftigkeit, die sie als
Priorität ihres Herzens erwählt hatte, zurechtgewiesen
wurde, stürmte sie nicht in ein anderes Extrem, indem sie
das Dienen ließ. Sie empfing einfach ihre Korrektur und
setzte fort, wozu sie berufen und beschenkt war. Denn sie
diente am Tisch des Herrn mit einer anderen Einstellung.
Ihre Funktion änderte sich nicht, sie übte ihre Funktion
lediglich mit dem richtigen Herzen aus. Demzufolge wurde
nicht nur das Haus, sondern auch der Tisch in einen Tempel
der Anbetung umgewandelt.
Maria war Gastgeber Vieler, aber betete nur Einen an. In
Vers 2 heißt es „sie machten ihm dort ein Abendessen“.
Obwohl viele die Möglichkeit hatten, das Abendessen zu
genießen, gab es keine Frage für wen es war. Wir sehen
Martha diente dem Herrn, Lazarus saß mit dem Herrn, aber
Maria berührte den Herrn.
Lasst uns für ein Moment auf Lazarus eingehen. Behalte in
Erinnerung, dass der gesamte Abend tiefgründig prophetisch
war und es schien, dass Maria als Einzige, geistlich
sensibel genug war, aufzugreifen was geschieht.
Was tat Lazarus? Sitzen – das ist alles. Das tun
auferstandene Menschen. Sie sitzen in der Gegenwart des
Herrn an dem Tisch, in einer Atmosphäre gefüllt mit dem
Wohlgeruch der Anbetung. Lazarus war an einem himmlischen
Ort eingebettet. Obwohl viele kamen um ihn zu sehen, und
ohne Zweifel zu hören, was er über das Leben nach dem Tod zu
berichten hatte, saß er einfach. Einige sind gekommen um zu
beschließen ihn umzubringen. Was hat er getan? Er saß.
Manchmal ist die höchste Form von Ehre, die wir dem Herrn in
der Anbetung geben können, in seiner Gegenwart ohne
Verstellung (Heuchelei) zu sitzen. Kein Dienen. Kein Singen.
Kein Klatschen oder Rufen oder Prophezeien – nur sitzen. Das
ganze Abendprogramm könnte mit dem Zeugnis von Lazarus
gefüllt sein. Oder was wäre, wenn, während Maria dem Herrn
die Füße salbt, Lazarus plötzlich aufspringt und eine
rasende Version von „Wir bringen Lobpreisopfer dar“, mit der
Ermahnung jeder hat fünf Hände zu schütteln, bevor er sich
wieder setzen darf, bringt. Gott sei Dank – er saß! Er saß
als ein prophetisches Bild, als das was auferstandene
Menschen tun.
Maria offenbarte ihr Herz, im Gegensatz zu allen anderen.
Als sie den HERRN anbetete, wurde die Tiefe ihrer Liebe und
die Verehrung ihres Herzens aufgedeckt.
Einmal salbte sie seine Füße mit ihrem kostbaren Geschenk,
was nicht gewöhnlich war, obwohl es eine Tradition war. Dann
tat sie etwas noch nie da gewesenes, sie begann mit ihren
Haaren seine Füße zu trocknen.
Das Haar einer Frau ist ihre Pracht. Das war damals wahr und
heute immer noch. Da gibt es etwas im Inneren jeder Frau auf
der Erde, was ihr sagt, dein Haarstil bestimmt wer du bist.
Zur Zeit Marias war diese Handlung extrem bizarr. Doch sie
wusste in ihrem Herzen, das Fleisch könnte sich nicht seiner
Gegenwart erfreuen. Sie schockte jeden im Raum. Sie forderte
unverhohlen kulturelle und religiöse Traditionen in einem
Zug heraus. Es war wie bei David, als er ohne Kleidung, vor
ganz Israel, mit aller Kraft Gott angebetet hat.
Überall in der Schrift sehen wir: drückt jemand sein ganzes
Herz durch extreme und demonstrative Handlungen der Anbetung
aus, findet man typischer Weise in dieser Szene jemanden,
der seinen oder ihren Widerstand oft mit einem bösen Herzen
zeigt. Bei David war es seine Frau Michal, die ihn vor dem
Herrn springen und tanzen sah, während sie aus dem Fenster
schaute. Ihre Reaktion in 2. Samuel 6, 16 war: sie
verachtete ihn in ihrem Herzen.
Beobachte in Johannes 12, 3, als Maria Jesu Füße mit ihrem
Haar trocknete, wurde das Haus mit dem Wohlgeruch des Öles
erfüllt. In anderen Worten, das gute Aroma ihres Geschenkes,
das sie benutzte, um ihre Liebe und Anbetung für den Herrn
zu demonstrieren, erfüllte den Raum. Unverzüglich wurde
Judas Herz offenbart. Obwohl er dachte er könne seine wahren
Motive durch nobel klingende Worte tarnen, kommt seine
Heuchelei in Vers 5 deutlich zum Ausdruck, als er ein großes
Gehabe um den Preis des Geschenkes machte. Die Abscheu in
seinen Worten für das teure und selbstlose Benehmen von
Maria wurde gehört.
Später handelte er mit den Hohepriestern. Er verriet Jesus
für weniger als ein Viertel von dem, was Maria ausgab, um
die Narde zu erwerben. Narde war ein überaus wohlriechendes
Öl, Extrakte aus dem Stängel einer seltenen indischen
Pflanze. Die Araber nennen es den indischen Dorn.
Das Adjektiv pistikos steht in Verbindung mit dem Neuen
Testament. Im griechischen bedeutet es echt. Die wahre
Definition von Dornnarde bedeutet: echtes Öl. Das Öl ist die
Salbung. Salbung ist ein ehrfurchtgebietendes und heiliges
Geschenk.
Judas sagte: „Warum verkaufen wir diese seltene und kostbare
Salbung der Anbetung nicht und geben es den Armen?“ Er
schlug somit vor, die echte Salbung für seine egoistischen
Wünsche zu benutzen. Schlussfolgernd wurde die Salbung an
den Füßen Jesu verschwendet, wobei sie seine eigene Tasche
hätte füllen können. Johannes wies darauf hin, dass Judas
sich nicht um die Armen sorgte.
Es scheint das Heute, bereits viele wie Judas, schon eine
Reihe von Ereignissen in Gang setzen, die sie sicher in
Zerstörung führen, wenn sie nicht umkehren. Judas war jedoch
nicht der Letzte, der versuchte seinen persönlichen Gewinn
durch das Vermarkten oder dem Verkauf der Salbung zu ziehen.
In Vers 5 finden wir eine tiefgründige Offenbarung die sich
in der Frage an Jesus verbirgt. Er unterbrach mit den
Worten: Warum wurde das wohlriechende Öl nicht verkauft? Ich
würde gerne wissen wollen, ob er seins bereits verkauft hat.
Seine Verachtung über Marias demonstratives Aufdecken des
Herzens, war das Offenlegen seines Eigenen. Das brachte eine
Kettenreaktion von Ereignissen hervor, so dass er
letztendlich Jesus verriet und sich schließlich selbst
erhing – er bewegte es im Herzen.
Stell dir vor, er war einer von den Zwölf und er war Teil
der Leiterschaft. Seine wirklichen Farben brachen aus ihm
heraus, als diese Dame angebetet hat. Wenn wahre Anbetung
seine Stellung einnimmt, wird es jeden gegenwärtigen Geist
aufrühren, ob er rein oder böse ist.
Lazarus reagierte nicht auf das was Maria tat – er blieb
weiterhin nur sitzen. Martha reagierte nicht auf das
Einvernehmen Marias, mit der sie die Aufmerksamkeit des
Herrn auf sich zog. Nein, ihr Herz betete während der ganzen
Zeit an.
Gesalbte, prophetische Anbetung wird das Beste und das
Schlimmste in uns zum Vorschein bringen. Deshalb ist es so
wichtig, vorsichtig zu sein, was wir als prophetische
Anbetung oder als prophetisches Lied bezeichnen.
Ich würde uns alle ermutigen in Betracht zu ziehen, dass wir
in der nächsten Zeit versucht werden über Anbetung zu
diskutieren. Die Diskutierenden sind manchmal die Verräter,
die sich sträuben Umzukehren und Anbeter zu werden.
Diejenigen die in die Versuchung kommen ihre
Anbetungshandlung als Brennpunkt zu erachten, sind im Bezug
auf ihre Salbung in ernsthafter Verblendung, wenn es nicht
das „echte Öl“ ist.
Deswegen müssen wir für gute Nasen beten oder besser noch
für Erkenntnis. Wir haben uns so an riechende, parfümierte
Körper gewöhnt, dass es schwer wurde den echten Wohlgeruch
zu erkennen. Wir müssen vorsichtig und aufmerksam in den
Dingen sein, die in unseren Herzen und Gedanken sind,
besonders wenn wir uns in einer Anbetungsatmosphäre
befinden.
Manchmal sind die Diebe nicht so offensichtlich wie bei
Judas. Kommt der Geist der Prophetie um uns zu befreien,
wird oftmals auch ein Kritik- und Richtgeist nicht fern
sein. Unterwerfen wir uns ihm, bringt es uns Tod.
Lass
sie allein
Nachdem viel Aufmerksamkeit und Nachforschung auf die Verse
7 und 8 gelegt wurde, möchte ich umschreiben was Jesus in
dieser Angelegenheit sagte. Ich werde mein Bestes versuchen,
den Geist seines Wortes zu erfassen.
„Erinnere Dich, er reagierte auf Judas und benutzte die
günstige Gelegenheit zu jedem in dem Raum und gleichermaßen
zur ganzen Welt zu sprechen. Er sagte: „Lass sie allein“,
verschone sie mit deinem kritischen und richtenden
Geplapper. Deine Selbstsüchtigkeit hat dich verblendet die
prophetische Offenbarung dieses Abends zu empfangen.
Lass sie in Ruhe, damit in dem Raum nicht das reine Aroma
verunreinigt wird. Vielleicht drückte sie ihre Anbetung in
einer unorthodoxen Weise aus, wobei sie deine egoistischen
Gedanken und Tagesordnungen aufdeckte. Aber indem sie das
tat, prophezeite sie das Ereignis, dass mich und dich in den
Tot leiten wird.
Durch die Reinheit ihres Herzen war sie von der Menschheit
die Einzige, die mich für mein Begräbnis salbte. Sie gab dir
und der Welt prophetisch bekannt, dass meine Zeit zu sterben
bevorsteht. Die Füße, die sie salbte, sind die Füße, die
ihre Feinde als Fußschemel benutzen werden.
Was die Armen betrifft, um die du so besorgt warst, sie
werden nicht weggehen. Ich bin der Eine der weggeht.
Vor 33 Jahren sandte mich mein Vater vom Himmel in eine
Krippe. Weise Männer kamen um mich anzubeten und salbten
mich, um hier zu leben. Heute Abend wurde ich angebetet und
gesalbt zu verlassen. Diese Salbung ist nicht käuflich noch
verkäuflich. Maria bewachte ihr Herz und ihr Geschenk für
diese Zeit.“
Ich hoffe wir können von dem lernen, was wir bei dieser
Zusammenkunft gesehen haben. Wir schauten uns die
verschiedenen Handlungen und Motivationen von der
mannigfaltigen Gruppe an.
Heute, wenn wir geistliche Sensibilität und prophetische
Verinnerlichungen erleben, könnten wir im Raum umherschauen
und die Marthas, die Lazaruse, die Judase, die Hohepriester
und die Jünger erkennen. Hoffentlich können wir irgendwo in
der Masse mit Gewissheit Marias entdecken.
In der nächsten Zeit, wenn du weißt, du gehst um vor den
Füßen Jesu zu sein, bete ich, dass du ein Herz wie Maria
haben wirst.
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