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Hier habe ich einige Tipps (viele davon habe ich von
anderen), die dir helfen können, die Fertigkeit des
gottgegebenen Songschreibens zu erlangen und deine einzelnen
Eingebungen/Inspirationen in einen Song zu packen, den jeder
singen möchte:
Finde einen
Mentor!
Lass dich nicht vom Stolz in die Irre führen, der dich
Sachen sagen lässt, wie “Gott hat mir dieses Lied gegeben.
Es ist heilig und unantastbar!”. Diese Haltung verschließt
dein Herz für konstruktive Hilfe und Tipps anderer
Songschreiber, die Gott benutzt um dich gelehrig zu machen.
Bitte Gott darum, dir solche Kontakte zu schenken. Auch die
Teilnahme an Workshops (z.B. im Rahmen einer Konferenz), die
sich mit dem Songschreiben beschäftigen, wird dir helfen,
konstruktiven Rat einzuholen und deinen Dienst im
Liederschreiben weiterzuentwickeln.
Sammle Ideen!
Ich persönlich führe Buch über meine Ideen für Songs und
füge dort regelmäßig neue Ideen hinzu, wenn mein Verständnis
für den Herrn wächst. Wenn ich z.B. weiß, dass ich bald eine
“kreative Phase” haben werde, z.B. während einer langen
Autofahrt, nehme ich mir Papier und Stift oder einen
Kassettenrekorder mit, um Wörter oder Melodiestücke
aufzunehmen und festzuhalten.
Der Aufbau eines Songs
Es gibt drei grundlegende Blocks, auf denen ein Song
aufbaut. Der wichtigste ist ein sogenannter „catchy chorus“
- ein eingängiger Refrain. Dieser Refrain muss ein starkes
Motiv haben, eine immer wiederkehrende Teilmelodie, die
einem im Gedächtnis bleibt. In meinem Lied „Your Ways Are
Much Higher Than Mine“ ist zum Beispiel die Titelüberschrift
das Hauptthema des ganzen Songs. Dieses musikalische Motiv
bewirkt, dass die Zuhörer es wiedererkennen. Zweitens
sollten die Strophen dieses Thema behandeln und untersuchen
ohne dabei mit anderen Ideen in Berührung zu kommen, die
wiederum selbst Themen für andere Songs sein könnten. Zu
viele Ideen lassen ein Lied verworren wirken. Es wird immer
die Möglichkeit für dich geben andere Lieder über deine
Extra-Ideen zu schreiben.
Schließlich hilft eine kurze Bridge / Überleitung bei
manchen Songs einen wiederkehrenden Lobgesang zu
unterbrechen und aufzuwerten oder zu steigern. Die
Überleitung kann den Refrain erneut aus einen anderen
Blickwinkel heraus behandeln oder ein Stück Wahrheit
abschließend ausdrücken.
Arrangement
Das Arrangement innerhalb eines Songs, die Anordnung seiner
Strophen, des Refrains und der Überleitung, seiner Pausen
und Soli, verleiht der Präsentation des Liedes insgesamt
seinen gewissen Stil. Dabei ist es wichtig sich mit
verschiedenen Musikstilen vertraut zu machen. Moderne
Lobpreismusik für die Gemeinde beschäftigt sich
kontinuierlich mit den unterschiedlichsten,
kulturübergreifenden Stilen, wie z.B. Keltisch, Latein-
Amerikanisch, Afrikanisch und auch Indianisch, sowie den
populäreren Genres Jazz, Rock, R&B und Volksmusik. Vergiss
nicht, dass es zwischen lyrischem Inhalt und musikalischem
Stil eine gewissen Harmonie geben sollte. Musik zu
arrangieren ist eine Kunstfertigkeit bei der Rat eines
Mentors erneut entscheidend ist. Einige der besten Lieder
wurden von einem Team aus Songschreibern geschrieben.
Das Arrangement eines Songs kann sogar Brücken zwischen
unterschiedlichen Generationen bauen. Sei in deinem
Arrangement flexibel, so dass es möglichst für viele einen
Anreiz hat. Es sei denn, dein Lied zielt auf eine bestimmte
Generation ab und soll den Geschmack dieser Generation
widerspiegeln. Ich versuche meine Lieder so zu schreiben,
dass sie über die Gemeindemauern hinaus gelangen können.
Warum sollten wir nicht Musik schreiben, die Leute überall
und jederzeit singen wollen?
Melodie und
Tonart
Lobpreismusik für die Gemeinde muss „singbar” sein. Die
Linie der Melodie sollte weich sein und geschmacklose
Sprünge und Rucke in den Intervallen zwischen den Noten
vermeiden. Wenn ich der Gemeinde zum ersten Mal ein Lied
vorstelle, höre ich genau hin, wie die Gemeinde es singt, um
herauszufinden, ob sie intuitiv irgendwelche Kürzungen
vornimmt. Später übernehme ich dann genau diese Kürzungen in
eine verbesserte Version meines Songs, die die Leute nun
besser singen können. Motive, die immer wiederkehrenden
Phrasen einer Melodie, werten ein Lied auf, vorausgesetzt
sie sind nicht schon übermäßig benutzt worden. Ich versuche
stets, sie nie mehr als einmal in Folge zu benutzen und
setzte dann eine „Verschnauf-Phrase“ hinten dran. Schreibt
man eine Strophe, so hilft es die Melodie paarweise in
Phrasen einzuteilen. In der ersten Phrase geht die Melodie
nach oben. Die zweite Melodiephrase geht nach unten. Diese
leichte Wandlung bewahrt den Song davor, langweilig zu
werden. Schließlich sollte der ganze Song in einer Tonart
geschrieben sein, die sowohl die hohen, wie auch die tiefen
Noten der Melodie für einen durchschnittlichen Sänger
singbar macht.
Gute Liedtexte
Ein Lobpreislied sollte „vom Herzen fließen” und trotzdem
Klischees vermeiden. Der Inhalt ist wichtig und kann nur
innerhalb einer wachsenden Beziehung mit dem Vater, dem Sohn
und dem Heiligen Geist entwickelt werden. Von dem Fundament
einer Beziehung mit Gott ausgehend, können wir dann das
wunderbare Privileg genießen, andere durch unsere Worte und
Lieder in echten Lobpreis zu leiten. Nimm dir Zeit um
darüber nachzudenken, wie du eine verbreitete, gebräuchliche
Idee auf eine erfrischende Art und Weise kreativ ausdrücken
könntest. Sieh zu, dass sich deine Liedtexte mit deinem
Pastor oder einem Bibellehrer decken, damit du sicher sein
kannst, Konzepte der Schrift akkurat zu behandeln. Wenn Du
als Songschreiber in den Leib Christi und darüber hinaus
berufen bist, ist das Verständnis für die grundlegende
Theologie ein wichtiges Lebensziel. Als Diener der Gemeinde
und der Welt müssen wir uns auf diesem Weg verantwortlich
zeigen. Einige großartige Songs halten sich nicht so ganz an
diese generellen Prinzipien, aber ob du nun Anfänger oder
erfahrener Profi bist: Eine Beachtung dieser Konzepte wird
dir sicher helfen für deine Fertigkeit als Liederschreiber
ein starkes Fundament und eine gute Grundlage zu bekommen.
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