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"Ladies and gentlemen, The Beatles!" rief Ed Sullivan.
Sofort begann das Publikum, das überwiegend aus Mädchen im
Teenageralter bestand, spontan in einen Begeisterungssturm
auszubrechen - ohrenbetäubender Applaus, Hände wurde zum
Jubeln in die Luft gestreckt, einige hüpften vor
Begeisterung, andere konnten nur noch schreien und manche
mussten sogar weinen.
Ob du das zum ersten Mal in der „Ed Sullivan Show“ 1964
gesehen hast oder eine Wiederholung der Folge – eine Sache
kann man daran klar erkennen: Diese Fans waren
leidenschaftliche Fans der Beatles. Sie liebten sie sogar.
Das war keine gekünstelte oder gestellte Verehrung. Das
Publikum hatte vorher kein „Worship Seminar“ besucht, um zu
lernen, wie man angemessene und echte Bewunderung den
Beatles gegenüber ausdrückt. Das war nichts, was vorher
gelehrt wurde. Das war echt, ehrlich, aufrichtig,
unverfälscht.... also vieles von dem, was wir auch gerne in
unseren modernen Lobpreisevents haben wollen.
Diese Fans haben nicht geplant so zu reagieren. Sie haben
offensichtlich einfach nur mit ihrem ganzen Herzen auf die
Beatles reagiert.
Ihre Songs, ihr Look… etwas, das die Beatles an sich hatten,
hat so große Resonanz bei diesen Fans gefunden, dass sie
einfach ihre Gefühle von Dankbarkeit, Wertschätzung,
Annerkennung und Lob zum Ausdruck bringen MUSSTEN.
Diese Szene, die in diesem Jahr in Stadien immer wieder
gespielt wurde, war ein Bild von Anbetung und Lobpreis. Aber
ich merkte, dass die „Anbetung“ in die falsche Richtung
ging.
So gerne ich die Beatles und ihre Musik auch mag, sie und
auch niemand anders ist dieser Beweihräucherung wert.
Götzendienst, Vergötterung? ...vielleicht. Ehrlich und aus
dem ganzen Herzen kommend? ... auf jeden Fall.
Wenn ich diese alten Beatlemania-Clips durch die Augen eines
Gläubigen und durch die Augen von jemandem sehe, der die
letzten 12 Jahre versucht hat, sein eigenes Herz und die
Gemeinde mehr auf den Herrn auszurichten, sei es durch
traditionelle oder auch zeitgemäße Lobpreismusik, dann habe
ich verschiedene Reaktionen festgestellt. Eine Reaktion war
Eifersucht. Eifersucht für den Herrn. Eifersucht, dass der
Schöpfer des Universums, der die Welt und uns in Existenz
aus dem Nichts heraus sprach, Sonntag auf Sonntag von seinen
Kindern gönnerhaft mit ein paar halbherzigen Liedern zu
seinem Gedächtnis bedacht wird.
Vielleicht ist das ein wenig zu hart… vielleicht aber auch
nicht. Natürlich beziehe ich mich selber auch mit ein,
deshalb war meine zweite Reaktion eine Reaktion der
Traurigkeit. Traurig und ein wenig aufgebracht, dass ich zu
oft schon all dem Segen des Herrn und den Dingen im Leben
erlaubt habe, mich davon abzulenken, mich selbst Gott ganz
hinzugeben auf einer konsistenten Basis.
Über die letzten 10 Jahre hinweg hatte ich das Privileg auf
Lobpreiskonferenzen auf der ganzen Welt zu lehren, die z.B.
von Integrity Music, Maranatha! Music, YWAM, und vielen
anderen veranstaltet wurden. Ich sehe die Notwendigkeit des
biblischen Lehrens über Lobpreis und Anbetung und ich glaube
daran, dass man jede biblische Möglichkeit unseres Lobs
gegenüber Gott auskundschaften sollte. Dazu gehört unter
anderem, aber nicht nur: Singen, Rufen, Tanzen, Knien, Musik
machen, ruhig sein, etc (siehe auch Psalm 95).
Ich sehe wie wertvoll es ist, wenn wir zusammenkommen und
tiefer in unser Verständnis von Anbetung gehen.
Ich wünschte nur, wir müssten es nicht lernen.
Ich wünschte einfach nur, dass unser Lobpreis und unsere
Anbetung spontan aus dem Überfluss eines Herzens, das mit
dem Liebhaber der Seelen vertieft ist, kommen würde.
Es bedeutet meiner Frau so viel mehr, wenn ich auf sie
eingehe und meine Liebe zu ihr ausdrücke auf eine Art und
Weise die echt und natürlich ist, als wenn sie mir erzählen
muss, was sie von mir will.
Lernen ist gut. Predigten sind gut. Aber es gibt nichts
Wundervolleres als einen ehrlichen Ausdruck von Liebe und
Dankbarkeit, der aus einem veränderten Herzen kommt.
Workshops sind gut. Information ist gut. Aber ich glaube,
wir brauchen mehr Offenbarung. Und die kommt von Gott
alleine. Wenn wir zu Gott schreien, dass er uns mehr von
sich offenbart, dann wird das die Art und Weise wie wir
anbeten, die Art und Weise wie wir leben, die Art und Weise
wie wir Musik spielen oder singen, die Art und Weise wie wir
alles machen, beeinflussen.
Erinnere dich wie der Apostel Paulus von einem Christen
tötenden Pharisäer zu einem der größten Nachfolger Gottes
der Geschichte wurde. Er schrieb den Galatern, „Ich habe es
[das Evangelium] nämlich weder von einem Menschen empfangen
noch erlernt, sondern durch Offenbarung Jesu Christi.“
(Gal.1:12) Im Epheser sagt er, „Ich gedenke euer in meinen
Gebeten, dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der
Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und
Offenbarung in der Erkenntnis seiner selbst. Er erleuchte
die Augen eures Herzens ...“ (Eph. 1:17,18).
Als ein Lobpreisleiter kann ich nicht erwarten
irgendjemanden irgendwo “hinzuleiten” wo ich nicht selbst
schon bin. Deswegen bete ich in diesen Tagen Gebete wie
dieses:
“Ich schreie zu dir Herr, dass du ein Gefühl von Ehrfurcht
dir und deinem Wort gegenüber wiederherstellst. Ich bete,
dass du in mir ein Herz eines Kind erschaffst, damit ich
kontinuierlich mit dir, Vater, beschäftigt bin und dass ich
mich immer wieder neu wundere wer du bist und was du tust.
Ich habe verstanden, dass ich eine neue Offenbarung von dir
brauche, Jesus. Ich muss dich mehr mit den Augen meines
Herzens ‚sehen’. Ich bitte dich, dass du mir jeden Tag mehr
von dir offenbarst. Mach mein Herz weicher und befreie mich
von religiösem und kulturellem Zynismus, der sich bei mir
eingeschlichen hat.
Mach mich frei, dass ich meine Anbetung dir gegenüber
ausdrücken kann, wie du es wert bist. Lass mein Leben ein
Dankesopfer dir gegenüber sein. Amen. “
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