| |
Am 8,11: "Siehe, Tage kommen, spricht der Herr, HERR, da sende ich Hunger ins Land, nicht einen Hunger nach Brot und nicht einen Durst nach Wasser, sondern [danach], die Worte des HERRN zu hören."
Am 9,9-14: "Denn siehe, ich will befehlen und will das Haus Israel unter allen Nationen schütteln, wie man mit einem Sieb schüttelt, und nicht ein Steinchen fällt zur Erde. Alle Sünder meines Volkes werden durchs Schwert sterben, die da sagen: Du wirst das Unglück nicht herbeiführen, und bis zu uns wirst du [es] nicht herankommen lassen. An jenem Tag richte ich die verfallene Hütte Davids auf, ihre Risse vermauere ich, und ihre Trümmer richte ich auf, und ich baue sie wie in den Tagen der Vorzeit, damit sie den Überrest Edoms und all die Nationen in Besitz nehmen, über denen mein Name ausgerufen war, spricht der HERR, der dies tut. Siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da rückt der Pflüger nahe an den Schnitter heran und der Traubentreter an den Sämann, und die Berge triefen von Most, und alle Hügel zerfließen. Da wende ich das Geschick meines Volkes Israel."
Gott sehnt sich danach, sich selbst uns in einer neuen Art und Weise zu offenbaren. Wir leben in einer Zeit, in der es Gott nicht mehr ruhig auf seinem Gottesdienststuhl aushält. Gott will tanzen, hüpfen, springen in unserer Mitte, um sich uns so darzustellen, wie er wirklich ist.
Gott sagt: "Weil viele in dieser Nation denken ich wäre so ein Trauerkloß-Gott, ich wäre nur ein ernster und harter Gott, sehne ich mich danach den Geist der Freude und des Feierns freizusetzen. Ich bin ein Gott der Liebe. Aber genauso ein Gott der Freude. Ich bin ein springender Gott, ein hüpfender Gott, ein fröhlicher und ein feiernder Gott. Und der Sound der Musik und des Lachens soll von diesem Ort hervorspringen."
So hat Gott zu uns durch den Propheten Dale Gentry gesprochen und wir alle haben es gehört. Und seit Jahren wünschen sich viele von uns gerade so eine Erweckung, ein Aufwachen aus dem Schlaf, wieder eine belebende Dusche von Gott wie in den Jahren 94 - 97. Aber Gott will etwas Neues tun!
Und dann hat man manchmal wieder so das Gefühl, dass die Wissenschaft Recht hat, wenn sie sagt: Alle Massen sind träge! Von diesem Naturgesetz scheinen die Christen leider nicht ausgenommen zu sein. Immer wieder haben wir neue, gute, dynamische Bewegungen gehabt, aber diese Massenträgheit scheint dynamische Bewegungen wie von selbst nach einer Weile auslaufen zu lassen. Und jeder spürt, so kann es nicht weitergehen. Gott will diesen Geist der Schwere und Trägheit zerbrechen, damit unsere Herzen ihm entgegenfliegen können. Jes 42,9 "Das Frühere, siehe es ist eingetroffen, und Neues verkündige ich. Bevor es aufsprosst lasse ich es euch hören."
Und es gibt andere unter uns, die wollen schon gar nichts Neues mehr hören, die können das gar nicht mehr denken oder glauben, dass Gott Neues tun wird, die sagen sich, das ist doch total verrückt immer und immer wieder auf etwas Neues zu hoffen. Und ich hab da in der letzten Woche im Radio einen sehr nachdenkenswerten Satz in einem HipHop-Stück gehört: "Manchmal glaubst du, dass Gott verrückt ist, aber was willst du tun, wenn Gott zurück ist? Manchmal glaubst du, dass Gott verrückt ist, aber was willst du tun, wenn Gott zurück ist?" Willst du ihm sagen: Tut mir leid, Chef, ich konnte das irgendwie alles nicht mehr glauben und dann hab ich resigniert? Und wenn tausend dynamische Neuanfänge im Sande verlaufen, mein Gott hat gesagt: "Denkt nicht an das Frühere und auf das Vergangene achtet nicht! Siehe, ich wirke Neues! Jetzt sprosst es auf. Erkennt ihr es denn nicht?" (Jes 43,19)
Wenn ich mir so die ganzen Predigten und Prophetien der letzten Zeit anschaue, bleibt mir ein Satz hängen, der steht für mich so über allen Aussagen drüber und das ist ein Satz aus einer Broschüre von Maria Prean für ihre Missionarische Lebensschule und der heißt: "Nicht auf den Kopf, sondern auf das Herz kommt es an!" Die kommende Erweckung wird eine Erweckung der Herzen sein. Wir werden sie nicht verstehen können und wir werden sie nicht beherrschen, kontrollieren und organisieren können. Wir werden sie auch nicht durch Fleiß, Heiligkeit, Strukturen, Veranstaltungen oder sonstige menschliche Anstrengungen herbeiführen. Sondern Gott wird unsere Herzen berühren und wir werden in einer solchen radikalen Liebe zu ihm entbrennen, dass es uns nicht mehr auf den Gottesdienststühlen halten wird und wir werden tanzen, hüpfen, springen und seine bedingungslose Liebe zu uns feiern! Das ist die Erweckung der Herzen! Denn Erweckung kann nur da anfangen, in deinem Herzen!
Und Rudi hat es am Ende seiner letzten Predigt gesagt: Jetzt ist die Zeit. Was ist das für eine Zeit? Wer genau zugehört hat, mag sich erinnern: Es ist Zeit Regeln zu verletzen, Tabus zu brechen und aus der vornehmen Zurückhaltung auszubrechen und Gott mit ganzem Herzen, mit aller Kraft und mit unserem ganzen Verstand zu lieben. "Denn wer liebt," sagt Paulus in Röm 13, "hat das Gesetz erfüllt. Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses."
Und Jesus sagt: "Man füllt neuen Wein nicht in alte Schläuche, sonst zerreißen die Schläuche und der Wein wird verschüttet und die Schläuche verderben, sondern man füllt neuen Wein in neue Schläuche und beide bleiben zusammen erhalten." (Mt 9,17) Der neue Wein ist das frische Wort von Gottes bedingungsloser Liebe für dich und diese Welt, dass er neu in unsere Herzen spricht und die neuen Schläuche sind das, was Gott in Am 9,11 prophetisch angekündigt hat: "An jenem Tag richte ich die verfallene Hütte Davids auf, ihre Risse vermauere ich, und ihre Trümmer richte ich auf, und ich baue sie wie in den Tagen der Vorzeit, damit sie den Überrest Edoms und all die Nationen in Besitz nehmen, über denen mein Name ausgerufen war, spricht der HERR, der dies tut." Und um diese neuen Schläuche der Wiederherstellung der Hütte Davids geht es heute morgen.
Um diesen Schlauch zu verstehen, gehen wir etwas in der Zeit zurück in das Jahr 48 nach Christus. Die Situation der Gemeinde war Folgende: in Jerusalem lebte die Urgemeinde ganz normal als messianische Gemeinde nach dem jüdischen Gesetz, während durch die Missionstätigkeit von Paulus sich hauptsächlich in Antiochia immer mehr Heiden bekehrten, die in ihren Herzen zwar von derselben Liebe desselben Gottes berührt waren wie die Jerusalemer Christen, aber in ihrem Alltag nicht nach dem althergebrachten Gesetz lebten. Die Urchristen erlebten die Erweckung der Herzen, aber die neuen Schläuche, dass sich die Heiden nicht an das Gesetz hielten, bereitete den "alten", den messianischen Christen Probleme, das sprengte ihr Denken. Denn eigentlich hätten die neuen Christen beschnitten werden müssen, um so in das alte Schema reinzukommen, das ja schließlich von Gott so angeordnet worden war. Leben nach dem Gesetz ist ja ein richtiges Schema. Die Christen, die aus der jüdischen Tradition kamen, sahen im neuen Weg, wie man das beginnende Christentum damals auch nannte, eine Reformbewegung des jüdischen Glaubens. Ihrer Auffassung nach war die Beschneidung und das Einhalten der jüdischen Gesetze unverzichtbare Grundlage des Christentums. Die "neuen" Christen, die aus der römisch-griechischen Kultur kamen, sahen aber keinen Anlaß, zuerst Juden zu werden, um als Christen leben zu können. Die jüdische Lebensweise interessierte sie nicht, womit sie die "alten", messianischen Christen natürlich zutiefst verletzten. Und so kam es immer wieder zu Konfliktsituationen im Alltag, wenn zB die "neuen" Glaubensbrüder Schweinefleisch aßen oder sich nicht um den Sabbat kümmerten. Und so kam es dann schließlich dazu, dass einige von Judäa herabkamen und die Brüder lehrten:
Apg 15,1+2: "(...) Wenn ihr nicht beschnitten worden seid nach der Weise Moses, so könnt ihr nicht errettet werden. Als nun ein Zwiespalt entstand und ein nicht geringer Wortwechsel zwischen ihnen und Paulus und Barnabas, ordneten sie an, dass Paulus und Barnabas und einige andere von ihnen zu den Aposteln und Ältesten nach Jerusalem hinaufgehen sollten wegen dieser Streitfrage."
Hier entdecken wir jetzt etwas ganz Wichtiges, wenn wir Gal 2 dazunehmen, wo Paulus nämlich schreibt, dass er aufgrund einer Offenbarung und nicht aus Zwang nach Jerusalem gegangen sei. Paulus hat in diesem ganzen Streit weder auf die Richtigkeit seiner neuen Erfahrungen gepocht, noch hat er einfach dem "Alten" nachgegeben, sondern er war so sehr von Gottes Liebe durchdrungen, dass er mit dieser Konfliktsituation sofort zu Gott gegangen ist. Und Gott gab ihm eine Offenbarung, dass es um der Liebe notwendig sei, nach Jersualem zu gehen um die Situation zu klären.
Apg 15,3-5: "Sie nun erhielten von der Gemeinde das Geleit, durchzogen Phönizien und Samarien und erzählten die Bekehrung derer [aus den] Nationen; und sie machten allen Brüdern große Freude. Als sie aber nach Jerusalem gekommen waren, wurden sie von der Gemeinde und den Aposteln und Ältesten aufgenommen, und sie verkündeten alles, was Gott mit ihnen getan hatte. Einige aber von denen aus der Sekte der Pharisäer, die gläubig waren, traten auf und sagten: Man muss sie beschneiden und ihnen gebieten, das Gesetz Moses zu halten."
Das Faktum dass Heiden sich bekehrten nahmen natürlich alle mit Freude zur Kenntnis, aber unsicher war man sich über die Formen und Ausdrucksweisen, mit denen die neuen Jesusnachfolger ihren Glauben lebten.
Apg 15,6-11: "Die Apostel aber und die Ältesten versammelten sich, um diese Angelegenheit zu besehen. Als aber viel Wortwechsel entstanden war, stand Petrus auf und sprach zu ihnen: Ihr Brüder, ihr wißt, dass Gott [mich] vor langer Zeit unter euch auserwählt hat, dass die Nationen durch meinen Mund das Wort des Evangeliums hören und glauben sollten. Und Gott, der Herzenskenner, gab ihnen Zeugnis, indem er ihnen den Heiligen Geist gab wie auch uns; und er machte keinen Unterschied zwischen uns und ihnen, da er durch den Glauben ihre Herzen reinigte. Nun denn, was versucht ihr Gott, ein Joch auf den Hals der Jünger zu legen, das weder unsere Väter noch wir zu tragen vermochten? Vielmehr glauben wir, durch die Gnade des Herrn Jesus in derselben Weise errettet zu werden wie auch jene."
Petrus erinnert daran, dass Gott schon mit dem Haus des Cornelius getan hat, was man den Antiochern jetzt vorwirft.
Apg 15,12 Die ganze Menge aber schwieg und hörte Barnabas und Paulus zu, die erzählten, wie viele Zeichen und Wunder Gott unter den Nationen durch sie getan habe. Nachdem Paulus und Barnabas Zeugnis gegeben haben von der Erweckung der Herzen, die allen Verstand übersteigt, kommt zum Schluß Jakobus, der inzwischen die Leitung in der Jerusalemer Gemeinde innehatte. Die Fakten liegen auf dem Tisch. Gott hat neuen Wein ausgegossen, das kann und will niemand bestreiten, aber wie soll man damit umgehen?
Apg 15,13-21: "Als sie aber schwiegen, antwortete Jakobus und sprach: Ihr Brüder, hört mich! Simon hat erzählt, wie Gott zuerst darauf gesehen hat, aus den Nationen ein Volk zu nehmen für seinen Namen. Und hiermit stimmen die Worte der Propheten überein, wie geschrieben steht: `Nach diesem will ich zurückkehren und wieder aufbauen die Hütte Davids, die verfallen ist, und ihre Trümmer will ich wieder bauen und sie wieder aufrichten; damit die übrigen der Menschen den Herrn suchen und alle Nationen, über die mein Name angerufen ist, spricht der Herr, der dieses tut, was von jeher bekannt ist. Deshalb urteile ich, man solle die, welche sich von den Nationen zu Gott bekehren, nicht beunruhigen, sondern ihnen schreiben, dass sie sich enthalten von den Verunreinigungen der Götzen und von der Unzucht und vom Erstickten und vom Blut. Denn Mose hat von alten Zeiten her in jeder Stadt [solche], die ihn predigen, da er an jedem Sabbat in den Synagogen gelesen wird."
Offensichtlich war die Liebe zu Gott, die man an Paulus und Barnabas sehen konnte und auch an Titus, den Paulus sozusagen als Beweis für Gottes Handeln an den Heiden aus Antiochia mitgenommen hatte, überzeugend genug, um die Tabubrüche der "neuen" Christen zu ertragen. Und mit dieser Entscheidung gab es freie Bahn für den Weg des Evangeliums zu allen Völkern. Die "neuen" Christen müssen nicht nach dem Gesetz leben, sie müssen sich nicht beschneiden lassen, sie werden nur gebeten sich vom Götzendienst, von der Unzucht und von Nahrungsmitteln wie blutigem Fleisch und totem Tier fernzuhalten. dh sie werden gebeten auf die religiösen Gefühle der jüdischen Mitchristen Rücksicht zu nehmen und sie nicht unnötig zu provozieren. Den "neuen" Christen wird also zugestanden, dass sie ihre Liebe zu Gott in neuen Formen leben können, sie dürfen Tabus brechen und Regeln verletzen, aber sie werden an das Gebot der Liebe erinnert.
Röm 13,8-10: "Seid niemand irgend etwas schuldig, als nur einander zu lieben; denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt. Denn das: `Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren, und wenn es ein anderes Gebot [gibt], ist es in diesem Wort zusammengefaßt: `Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes."
Götzendienst führt von dem liebenden Gott weg, Unzucht zerstört die Liebe nachhaltig und auch die Gemeinschaft mit Gott und miteinander und bei den genannten Nahrungsmitteln hätte es jedem Juden den Magen rumgedreht, wenn das neben ihm einer gegessen hätte. Allein der Geruch von Blutwurst ist ein Greuel für jemanden, der sein ganzes Leben lang erzogen wurde Blutwurst zu meiden und als schlecht anzusehen. Mit Blut meint Jakobus hier nichtkoscheres, also nicht ausgeblutetes Fleisch und mit Ersticktem bzw eigentlich Zersetztem, geronnenes Blut, also Blutwurst und solche Sachen. Es ist also klar, dass ein solches Verhalten, solche Dinge in Gegenwart eines messianischen Bruders zu essen, nicht der Liebe entspräche. Aber das nur nebenbei.
Dass die "neuen" Christen ihre "neuen" Erfahrungen in einer "neuen" Art und Weise ausleben dürfen sollen, das beschreibt Jakobus also als die Erfüllung der Prophetie von Amos, dass in den letzten Tagen die Hütte Davids wiederhergestellt wird. Also wird es jetzt langsam Zeit, dass ich euch sage, worum es eigentlich bei der Geschichte von der Hütte Davids geht.
Es geht im Großen und Ganzen um die neuentdeckte Kraft und Gegenwart Gottes und darum, dass man sie nicht in alte Rahmen einsperren kann, also um das, was Jesus in Mt 9 sagt: "Man füllt neuen Wein nicht in alte Schläuche, sonst zerreißen die Schläuche und der Wein wird verschüttet und die Schläuche verderben, sondern man füllt neuen Wein in neue Schläuche und beide bleiben zusammen erhalten."
Es geht um die Erweckung der Herzen, darum dass Gott Neues tun will und darum dass es an der Zeit ist Regeln zu verletzen, Tabus zu brechen und aus der vornehmen Zurückhaltung auszubrechen und Gott mit ganzem Herzen, mit aller Kraft und mit unserem ganzen Verstand zu lieben, weil wir seiner bedingungslosen Liebe zu uns begegnet sind.
Ein Zeichen für die manifeste Gegenwart der Liebe Gottes war im Alten Testament die Bundeslade, ein rechteckiger Kasten ca. 1,15 m lang, 70 cm breit und 70 cm hoch aus Akazienholz. Das Holz war mit Gold überzogen und mit Hilfe von Tragstangen, die durch vier Ringe an den unteren Ecken geschoben wurden, wurde sie transportiert. In ihr wurden die beiden Tafeln mit den 10 Geboten Mose verwahrt. Der Deckel war aus massiven Gold und an den Seiten der Bundeslade standen zwei Engel mit ausgebreiteten Flügeln, als Zeichen für Gottes Schutz.
David hatte eine Menge mit Gott erlebt. Gott hatte ihn mit seiner bedingungslosen Liebe immer und immer wieder berührt und Davids Herz war in leidenschaftlicher Liebe zu seinem Gott entbrannt. Als David König wurde, wollte er die Bundeslade, also die Gegenwart Gottes, sofort in seine Hauptstadt bringen, also nach Jerusalem. Beim ersten Versuch dachte David allerdings noch er könne die Gegenwart Gottes effektiv organisieren und wollte sie bequemer und schneller auf einem Wagen nach Jerusalem fahren, anstatt sie von den Priestern auf den Schultern tragen zu lassen, wie Gott es gesagt hatte. Beim zweiten Versuch klappte es dann und das obwohl David wieder die Regeln verletzt und Tabus bricht, indem er die Gegenwart Gottes nicht in die Stiftshütte Mose nach Gibeon bringt. Das hatte Gott aber dem Mose befohlen. Die Bundeslade sollte in der Stiftshütte stehen: "Und dort werde ich mich dir zu erkennen geben und von der Deckplatte herab, zwischen den beiden Cherubim hervor, die auf der Lade des Zeugnisses sind, alles zu dir reden, was ich dir für die Söhne Israel auftragen werde." hatte Gott nach der Bauanleitung in 2.Mo 25 zu Mose gesagt (Vers 22). Die Stiftshütte befand sich nur ungefähr 50 km von Jerusalem entfernt und dort war der Opferdienst die ganze Zeit über auch ohne die Bundeslade bzw die Gegenwart Gottes weitergegangen. Es hätte also nahe gelegen, die Bundeslade wieder an ihren angestammten Platz zu bringen, um so die Leere in dem gibeonischen Gottesdienst zu füllen und dem Gesetz genüge zu tun. David baute aber lieber ein neues Zelt und stellte neue Regeln auf, weil er in seiner unbändigen Liebe für Gott etwas machen wollte, was für ihn (David) das allerschönste war, das er sich vorstellen konnte. Mit weniger will er sich nicht zufrieden geben für seinen wunderbaren Gott. Und weil er diesmal aus Liebe die Regeln verletzte und Tabus brach und nicht um der Kraft Gottes noch etwas von seiner eigenen Kraft hinzuzufügen, ließ Gott ihn gewähren. Und David fuhr fort, er setzte ein neues Priestertum ein, das nicht im Gesetzbuch von Mose beschrieben war, das ihm aber notwendig erschien, um der Liebe zu Gott gebührend Ausdruck zu verleihen. Diese "neue" Priesterschaft diente direkt vor der Gegenwart Gottes, vor der Bundeslade, was nach dem Gesetz von Mose verboten war. Die Gottesdienste in der Hütte Davids waren gekennzeichnet durch tanzen, hüpfen und springen, durch singen, jubeln und klatschen, während die Gottesdienste in der Stiftshütte Mose weiterhin den alten Ritualen folgten.
In den Psalmen Davids entdecken wir, dass David diese Dinge aufgrund von Offenbarungen getan hat, die Gott ihm gegeben hatte. Jes 42,9 "Das Frühere, siehe es ist eingetroffen, und Neues verkündige ich. Bevor es aufsprosst lasse ich es euch hören." Und David hatte bestimmt auch zwischendurch mal eine Anfechtung wie die aus dem HipHop-Stück: Manchmal glaubst du, dass Gott verrückt ist. Aber seine Liebe hat ihn ganz klar antworten lassen: Egal! Und wenn es zum tausendsten Mal ist: Ich breche aus und fang von vorne an. Das will ich tun, wenn Gott zurück ist.
Ps 78,60 "Gott gab die Wohnung zu Silo auf, das Zelt, in dem er unter den Menschen wohnte.", dh die Stiftshütte Mose und in Vers 68: "sondern er erwählte den Stamm Juda, den Berg Zion, den er geliebt hat.", dh die Hütte Davids in Jerusalem auf dem Zion.
Ps 50,7-14: "`Höre, mein Volk, und ich will reden, Israel, und ich will dich verwarnen! Ich bin Gott, dein Gott. Nicht wegen deiner Schlachtopfer tadle ich dich, auch deine Brandopfer sind beständig vor mir. Ich nehme keinen Jungstier aus deinem Haus, noch Böcke aus deinen Hürden. Denn mein ist alles Getier des Waldes, das Vieh auf tausend Bergen. Ich kenne alle Vögel der Berge, und was sich tummelt im Feld, ist mir bekannt. Wenn mich hungerte, ich würde es dir nicht sagen; denn mein ist die Welt und ihre Fülle. Sollte ich das Fleisch von Stieren essen und das Blut von Böcken trinken? Opfere Gott Dank, und erfülle dem Höchsten deine Gelübde."
Ps 51,17+18: "Herr, tue meine Lippen auf, dass mein Mund dein Lob verkünde. Denn du hast keine Lust am Schlachtopfer, sonst gäbe ich es; Brandopfer gefällt dir nicht."
Ps 69,31+32: "Loben will ich den Namen Gottes im Lied und ihn erheben mit Dank. Denn es wird dem HERRN wohlgefälliger sein als ein Stier, ein Opferstier mit Hörnern und gespaltenen Hufen."
Weil David seinen Gott so liebte, erlaubte Gott ihm und seinem Priestertum in Zion eine ganz einfache Wahrheit wahrzunehmen: Wir kommen in die Gegenwart Gottes nicht durch Zeremonien und Rituale, sondern durch eine Herzensbeziehung, die durch Lobpreis und Anbetung aufgerichtet wird.
Ps 100: "Ein Psalm zum Dankopfer. Jauchzt dem HERRN, alle Welt! Dient dem HERRN mit Freuden! Kommt vor sein Angesicht mit Jubel! Erkennt, dass der HERR Gott ist! Er hat uns gemacht, und nicht wir selbst - sein Volk und die Herde seiner Weide. Zieht ein in seine Tore mit Dank, in seine Vorhöfe mit Lobgesang! Preist ihn, dankt seinem Namen! Denn gut ist der HERR. Seine Gnade ist ewig und seine Treue von Geschlecht zu Geschlecht."
Weil David seinen Gott so liebte, erlaubte Gott ihm und seiner anbetenden Priesterschaft, das "neutestamentliche" Verständnis von Lobpreis und Anbetung schon 1.000 Jahre vorher zu empfangen. Das Opfersystem, das von Mose eingesetzt war, musste nur deswegen noch aufrechterhalten werden, weil das letzte und ein für alle Mal Opfer Jesu am Kreuz auf Golgatha noch nicht stattgefunden hatte.
Trotzdem hat es seit dieser Zeit keine größere Erweckung im Alten Testament mehr gegeben, die nicht eine Erweckung der Herzen gewesen wäre, die nicht eine Wiederherstellung des Lobpreises und damit der Hütte Davids mit eingeschlossen hätte, auch wenn es vor dem Kommen Jesu auf diese Erde immer nur etwas Vorläufiges bleiben konnte.
Die Erweckung unter Salomo in 2.Chron 7,1-6 und 8,12-16.
Die Erweckung unter Jojada in 2.Chron 23,12-21.
Die Erweckung unter Hiskia in 2.Chron 29,30+31.
Die Erweckung unter Josia in 2.Chron 35,11-19.
Die Erweckung unter Serubbabel in Esr 3,10-13
Die Erweckung unter Nehemia in Neh 12,22-30 und 35-47.
Für uns heute bedeutet die Wiederherstellung der Hütte Davids erstens, dass Gott denen die ihn lieben neue Dinge offenbart und nicht denen die besonders heilig oder fleißig sind zweitens, dass Gott seinen neuen Wein tatsächlich in neue Schläuche gießen will und dass von daher der vom CZF propagierte Lebensstil richtig ist (das Beständige ist die Veränderung) nur leben müssten wir ihn auch, diesen Lebensstil und das heißt den Weg des Herzens zu gehen. Tu was dir dein Herz sagt! Wenn du gerne Purzelbäume schlagen willst vor Freude über Gott, dann tu es doch .... Und drittens bedeutet die Wiederherstellung der Hütte Davids für uns, dass es in unserem Leben und in unseren Gottesdiensten um das Wesentliche geht und gehen muss, nämlich die manifeste Gegenwart der Liebe Gottes. Der Welt ist es nämlich völlig egal bzw zweitrangig, ob du die richtige Theologie hast, ob du ordentliche Regeln im Gottesdienst hast, ob dein Gesang etwas schief klingt oder was auch immer. Die Welt will die Liebe sehen und spüren, von der wir reden und sie wollen sehen, dass diese Liebe bei uns an erster Stelle steht. Und das wollen wir doch letzten Endes auch, oder?
Amen
|