--
 
LEHRE > LOBPREISLEITUNG > MICKEY WIESE
100 TIPPS FÜR LOBPREISLEITER



 

Das klingt so nach 100 Tricks für Lobpreisleiter, aber das ist es nicht, denn im Grunde genommen gibt es kein System, das dir Erfolg verspricht, wenn du es nur richtig anwendest. Es gibt so viele Lobpreismethoden, wie es Lobpreisleiter gibt. 

Aber es gibt ein paar Erfahrungswerte, die wir hier in den letzten 8 Jahren gemacht haben und von denen wir hoffen, dass sie dich für deinen Lobpreis zum Nachdenken anregen.

Ich habe das mal so in 5 Bereiche eingeteilt.

Das Wichtigste: Freundschaft zu Gott, 
Demut und Abhängigkeit von Gott. 

Dh, du brauchst eine gestillte Sehnsucht in deinem Herzen, ein Herz voller Friede, das einfach nur bei ihm sein will. 

Im Psalm 16 steht: "Du bist mein Herr, mein ganzes Glück! Darum freue ich mich über alle, die nach deinem Willen leben. Auf sie kommt es im Land entscheidend an!", oder im Ps 84,11: "Herr, ein Tag in deinem Tempel ist mehr wert als tausend andere! Ich möchte lieber ein einfacher Türhüter sein an der Schwelle deines Hauses, als bei den Menschen zu wohnen, die dich missachten!". 

Das halten wir für eine ganz wichtige Lebensgrundeinstellung eines Lobpreisleiters. Wenn du immer noch überwiegend auf der Suche nach Anerkennung und Erfolg bist, richtest du da vorne mehr Schaden, als Segen an.

Ein Lobpreisleiter ist gerne mit Gott allein und er spielt auch gerne Musik vor ihm, egal ob da noch 1.000 Leute mit dabei sind, oder nur die Stille der Wüste Gobi.

Freundschaft zu Gott, Demut und Abhängigkeit von Gott heißt auch, das eigene Können auf den Altar zu legen und sich nichts darauf einzubilden. Ich persönlich mache das immer so, dass ich vorher meistens auf Toilette gehe und dort für mich bete und allen Selbstdarstellungstendenzen absage, die sich etwa noch in mir halten wollen und dass ich ausschließlich den Namen Jesus erheben möchte. Ich bitte Gott um die Gnade Diener seines Wirkens an den Gottesdienstbesuchern zu sein.

Freundschaft zu Gott, Demut und Abhängigkeit von Gott heißt schließlich auch locker zu sein: dh sich klarzumachen, dass man von Gott akzeptiert ist - unabhängig wie gut oder schlecht deine performance im Lobpreis ist.

Das Zweite: Freundschaft zur Musik, zu deinem Instrument. 

Die Macht der Musik liegt darin, dass sie unsere ganze Aufmerksamkeit auf etwas konzentriert. Das ist der Grund, warum Musik in der Lage ist, grundlegende kulturelle Veränderungen hervorzubringen. Sie ist die Sprache der Seele. Wer diese Sprache beherrscht und sie bewusst einsetzen kann, der ist im Besitz einer mächtigen Waffe im Kampf um die Herzen der Menschen. 

Die ganze Welt ist voller Musik, ist Klang und lenkt unsere Aufmerksamkeit. Und wo wird unsere Aufmerksamkeit da hingelenkt? Wenn wir es nicht lernen, Musik richtig einzusetzen, dann wird der Feind auch weiterhin diese Leere füllen und die Musik gegen uns einsetzen. 

Aber Gott ist dabei, prophetische Sänger und Musiker auszurüsten, denen die Aufmerksamkeit der Welt gehören wird und die durch Musik die großen Wahrheiten Gottes verkündigen werden. 

Darum ist die Zeit vorbei, dass jemand sagen konnte: Ich habe Lobpreis auf dem Herzen, aber die Musik interessiert mich nicht, ich benutze sie nur, um ein Ziel zu erreichen. Ich bin Musiker und ich bete Gott mit meiner Musik an. Wenn du mit Musik nichts am Hut hast, dann bete Gott mit deinen Bildern, Gedichten, Theaterstücken oder der Exzellenz deiner Arbeit an, aber gehe bitte nicht ins Lobpreisteam. 

Das eigene Instrument und die Lieder beherrschen oder besser gesagt: Entwickle eine Freundschaft zu deinem Instrument. Ich interessiere mich zB für meine Gitarre, versuche neue Akkorde zu lernen, neue Klänge der Gitarre zu entlocken, ich lese in Zeitschriften und ich könnte noch viel mehr tun.

Fortbildung, Unterricht, ... üben, üben, üben

Übe viel mit dem Ziel "unabhängig" von deinem Instrument zu werden. 

Höre viel Musik und nicht nur Hosanna Integrity Produktionen (die auch), aber neue Sachen, die neuesten Trends, denn da stecken Ideen und Anregungen drin. Schau bei anderen Lobpreisleitern, wie die das machen, versuche aber auch weltliche Sachen zu spielen und von ihnen zu lernen (Timing, Dynamik, Songstrukturen, Textplatzierung auf dem Rhythmus, ...). Es gibt da immer wieder gute Play-along-CD's, die extra für diesen Zweck produziert werden.

Und wenn du dann im Einsatz spielst, heißt die Devise: Schuster bleib bei deinen Leisten, aber was du tun kannst, das tue kräftig und ohne Zurückhaltung.

Das Dritte: Freundschaft zu den Lobpreisern (dazu gehören auch die Techniker). 

Unter den Lobpreisleitern gibt es eine unausgesprochene Abmachung, dass man den anderen sofort vertritt, wenn der unpässlich ist und sich vor dem Einsatz auch nicht mehr auf die Reihe bringt. Das ist sehr entspannend, ich habe das 2 x in Anspruch genommen und es auch ungefähr 2 x für meine Freunde getan. Aber allein das Wissen darum, nimmt ungeheuer viel Druck von dir weg und macht den Weg frei, dass es dann meistens eben doch klappt.

Auch unter den Musikern entwickelt sich immer mehr an Beziehung und wir haben das als Leiter gefördert (Bands, Band-HK's) und wir werden das noch mehr fördern. Da muss der Lobpreisleiter vorangehen und Dinge wie Kino, Kaffeetrinken, Grillen, Ausflüge, ... initiieren.

Der Lobpreisleiter sollte ausgleichend wirken, die Schwächeren und Schüchternen stärken, die anderen teilweise bremsen.

Gib deiner Band Feedback: positiv, aber auch konstruktive Kritik.

Ermutige deine SängerInnen, sie sind oft die Letzten, an die gedacht wird.

Das Vierte: Entmythologisierung des Lobpreises (mein persönliches Erlebnis mit Marita Sommer). 

Sommereinsatz JmeM - ich frischer LPL - vorher Marion Warrington geleitet - Vorstellung von der Stimme im Ohr - aber doch Spickzettel - gelernt dass man auch planen darf

Gott Gott sein lassen, in seiner Gegenwart sein, ihn anhimmeln, ..., darum geht's doch letztlich im Lobpreis. Da ist es doch schön, wenn ich mir schon vorher überlegt habe, wie ich das zum Ausdruck bringen könnte.

Und dann natürlich die Vorbereitung als Sprungbrett in den Fluss des Geistes benutzen. Nur wer gut vorbereitet ist, kann auch spontan sein.

Das Fünfte: 

Wenn man diese Grundlagen verstanden hat, kann einem nichts mehr passieren, denn wenn man einen Freund hat, sagte der kleine Tiger zum Bären, dann braucht man sich vor nichts zu fürchten. 

Und das ist so ansteckend. Mach das und der Funke springt über, nimm die Leute mit, denn du bist ihr Reiseleiter in das verheißene Land. Darum brauchst du natürlich auch auf alle Fälle einen Plan, ein Verständnis davon, wie ein Gottesdienst überhaupt funktioniert:

Loyalität zum Gottesdienstleiter ist das A und O. Denn er leitet den Gottesdienst. Wenn er nicht anbeten kann, weil er die Lieder nicht kennt, nicht mag oder sonst etwas, dann kommt niemand weiter.

Überleg mal warum die "großen" Reiseprediger meistens ihre eigenen Lobpreisfreds mitbringen. Weil sie die kennen, gewöhnt sind, darum besser anbeten können und das wirkt sich dann auf alle anderen aus.

Salbung kann sich durch Gewohntsein oder Sicherheit der Gottesdienstbesucher manifestieren. Ganz ganz enge Anbindung an Gottesdienstleiter pflegen. Ruhig auch während des Lobpreises die Absprache suchen. Blickkontakt pflegen. Vorher abklären, wie es an diesem Tag laufen könnte oder soll. Ein Feeling entwickeln, wo der Lobpreis jetzt hingeht, thematisch vom Gottesdienst her und salbungsmäßig. Dann auf manchem Lied oder mancher Strophe draufbleiben.

Du solltest ausgeschlafen sein. Das muss man planen. Wir müssen immer mehr lernen unser Leben nach unserem Dienst auszurichten.

Du solltest die Lieder bereits ausgesucht haben. Möglichst flexibel sein, viele Lieder parat haben und auswendig wissen (evtl. Liederliste dabei haben, um im gegebenen Fall um switchen zu können). 

Pray for peace, Herr, wir wollen jetzt: Erweckung, und andere Songs immer in petto haben, die Lieblingslieder des Pastors oder der aktuellen Gemeindesituation. 

Liebe deine Gemeinde. Liebe die Leute, die du vor dir hast und diene ihnen und nicht deiner Wunschgemeinde in deiner Phantasie. 

Achte darauf, welche Gruppe du vor dir hast: keine englischen Lieder und wenn doch, dann nur mit Übersetzung auf der Folie oder wenn es sich zB um Teenies handelt nur englische Lieder, aber ebenfalls mit Übersetzung auf der Folie. Wenn Engländer zu Besuch kommen versuche Lieder zu wählen, die zweisprachig gesungen werden können. 

Nicht mehr als 2 neue Lieder und die immer und immer wieder wiederholen, damit man sich an sie gewöhnen kann. 

Bleibe bei der Hauptstimme oder gewährleiste, dass ein anderer sie singt. 

Du darfst nicht deinen Spaß bei Gott haben, während die anderen rumsitzen und nicht mitkommen. Darum Augen auf.

Und dann bete Jesus mit deinem ganzen Lobpreis an. Space aber nicht ab, oder schließe auch nicht permanent die Augen, denn dann gerätst du außer Kontrolle.

Es ist wichtig, alles im Fluss zu halten, ein inneres Gefühl dafür zu entwickeln, in der Vorbereitung das Ganze mal innerlich durchsingen und sich vorstellen, wie du als Gottesdienstbesucher das mitsingen könntest und den roten Faden auch entdecken würdest.

Motiviere die Besucher des Gottesdienstes von Anfang an. Fang mit fröhlichen und proklamierenden Liedern an, die den meisten Gottesdienstbesuchern bekannt sein dürften. Natürlich kann es auch mal sein, dass man ganz ruhig anfängt. Das Wichtigste ist aber, dass man Jesus von Anfang an in den Mittelpunkt stellt.

Für den Hauptlobpreisblock gestalte dein Liederprogramm so, dass du nicht X verschiedene Tonarten benutzt, sondern vielleicht bei mehreren Liedern in einer Tonart bleibst und erst bei einem neuen Themenblock die Tonart wechselst. Es hilft, im Fluss zu bleiben. Versuche deine Lieder möglichst miteinander zu verbinden, denn wenn man nach jedem Lied eine Pause macht, stört das auch den Fluss. 

Pausen muss man zum richtigen Zeitpunkt machen und wenn dann mal Stille dran ist, diese Ruhe auch mal aushalten. Dabei dem Gottesdienstleiter signalisieren, dass das gewollt ist ist und du innerlich nicht mit Schweißausbrüchen nach dem roten Faden suchst.

Kommuniziere mit dem Gottesdienstleiter. Seid beide im Blickkontakt miteinander. Am besten vor dem Gottesdienst schon mal austauschen, wo es vielleicht hingehen könnte, was der rote Faden für den Gottesdienst ist. Während des Gottesdienstes sei dann wachsam und schau, wo es langgeht, indem du mit dem Heiligen Geist in Kontakt bleibst, mit dem Gottesdienstleiter und indem du die Atmosphäre im Gottesdienst aufnimmst.

Wenn du merkst, dass die Leute im Gottesdienst nicht mitkommen, dann versuche sie zu integrieren, so dass sie sich wohlfühlen. Das kann durch ein ehrliches Gebet, durch eine Aufforderung etwas zu gemeinsam zu tun oder durch ein anderes Lied geschehen.

Wenn du merkst, dass auf einem Lied die Hammer-Salbung liegt und der Geist Gottes sich bewegt, dann bleibe auf dem Lied, bis du merkst, es ist o.k. Manchmal spielen wir ein Lied 1-2 Stunden lang.

Wenn du merkst, es ist gerade gar keine Salbung da und du merkst, du hast irgendwie die falschen Lieder ausgesucht, dann sei auch so mutig und spiele ein ganz anderes Lied. Am besten eins in dem Jesus geehrt wird, denn es ist immer gut Jesus anzubeten und von da aus kann man immer wieder neu starten.

Während des Segnungsteils ruhig aber klar und kräftig eine Akkordfolge spielen. Diese Folge durchhalten, auch wenn es dir persönlich langweilig wird. Jede Veränderung stört beim Empfangen, weil man durch das Zuhören abgelenkt wird. Darum sparsam und langsam in neue Akkordfolgen vordringen. Wenn man weiter fortschreitet, kann man versuchen im Fluss eines Gebets oder einer Prophetie mitzufließen in Bezug auf die Dynamik deines Spiels. 

Musik begünstigt und löst Prophetie aus. Hier muss vor allem auch die Technik mitspielen. Der Beter oder Prophet muss auf allen Monitoren so laut drauf sein, dass er auch selber das Gefühl hat, er kommt durch mit dem was er sagt. Genauso wichtig ist das aber auch für den Lobpreiser und auch der Zuschauer ist irgendwie besser dran, wenn er zu dem herumzappelnden Musiker auf der Bühne auch ein paar Töne hört.

Der Lobpreisleiter muss überall klar gehört werden (Stimme + Instrument). Das hat nichts mit Profilierung zu tun, sondern mit einer Klarheit und Sicherheit auf der Bühne.

Klare Signale an die Band (bes Bass + Drums) senden. Kommuniziere so viel wie möglich mit deiner Band. Gib ihnen die Richtung an, wo die du als Leiter hinwillst und zwar so, dass sie dir gut folgen können. Dazu kann man sich grundsätzlich bestimmte Zeichen ausmachen, die aber nicht zu kompliziert werden dürfen, denn sonst gibt es Zeichen und Wunder, du gibst Zeichen und deine Band wundert sich.

Trainiere deine Band so, dass sie flexibel im Spielen sind, auch einmal spontan in eine andere Richtung zu gehen, oder vielleicht eine halbe Stunde lang nur bestimmte Akkorde zu spielen, ohne zu meckern.

Gib ihnen auch die Möglichkeit, sich zu entwickeln, auch musikalisch, da kann ein Solo dann auch mal etwas länger dauern. Mit längeren Instrumentalpassagen gibst du aber auch den Leuten die Möglichkeit, dass sich bestimmte Textzeilen in ihr Herz senken.

Sei mutig und probiere neue Dinge aus (nur Rhythmus, in die Menge springen, Stille halten, ...) und geh nicht auf halbem Weg zurück (der Abend wo wir dancefloor/trancemäßig abgegroovt sind: das hatte ich vorher schon irgendwo einmal gehört und dann haben wir das durchgezogen und nicht nach 3 Durchgängen aufgehört). Aber immer in Absprache mit dem Gottesdienstleiter.

Wenn du noch am Anfang bist, musst du als allererstes Lieder auswendig zu lernen und zwar am besten erst einmal einen ganzen Lobpreis-Set bzw zu jedem Thema ein Lied (Israel, Bekehrung, Segnung, Erweckung, Abendmahl, ...) Und dann erst langsam aufstocken. Am Anfang kann man ruhig immer wieder denselben Set spielen, der Fluss des Segens ist davon nicht abhängig.

Zum Schluss noch: Wenn du Lieder schreibst, schreibe sie nicht über irgendetwas, sondern über das was in der Gemeinde passiert. Was Gott tut ist wichtig, nicht das was in dir drin ist.

Und jetzt kommen die 99 anderen Tips in ganz praktischer interaktiver Form als konkrete Antworten auf eure Fragen.


 

Wir suchen noch Übersetzer, die uns bei der Übersetzung von englischer Lehre ehrenamtlich helfen wollen. Wenn du Lust dazu hast, schicke uns eine e-mail. AUTOR/QUELLE:
Mickey Wiese
::used by permission::

 
 
published: 01.01.2003
(c) by Worshipgalaxy.com
-
.-_


 

::Zur Biografie von Mickey Wiese::



Diesen Artikel als PDF downloaden


 

100 Tipps für Lobpreisleiter
Das Wesen der Anbetung
Hütte Davids ist Erweckung der Herzen
::Über diesen Artikel im Forum diskutieren::