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"Ich wäre dankbar für einen
Rat bezüglich der Einführung neuer Lieder in der Gemeinde.
Was ist ein guter Weg, weniger gängige Melodien / Rhythmen etc. einzuüben,
ohne die Sache zu einer Musikstunde werden zu lassen. Außerdem möchte ich
das Gegenteil vermeiden: ‚Die Gemeinde wird es schon mit der Zeit lernen,
wenn wir es regelmäßig spielen’ (was manchmal dazu führen kann, dass ein
Lied niemals wirklich gelernt wird und es eigentlich niemals wirklich rund
läuft).“
- Shalagh
Neue Lieder sind solch ein wichtiger Teil des Gemeindelebens. Wenn wir die
richtigen Lieder einführen, können diese uns in eine Frische im Lobpreis
führen. Doch das Einstudieren bis zu diesem Punkt ist eine insgesamt
schwierige Angelegenheit. Viele der Gemeindeglieder sind keine Musiker, so
dass sie vielleicht mehr Zeit brauch bis sie eine Melodie beherrschen etc.
Auf natürliche Art und Weise beibringen
Ich gebe Shalagh Recht, dass es nicht der Idealfall ist, neue Lieder wie
in einer Musikstunde einzustudieren. Dass könnte förderlich sein, aber
genauso auch eine zeitraubende Sache während des Gottesdienstes werden,
und noch schlimmer – den Fluss im Lobpreis unterbrechen. So wähle ich
immer das Einstudieren neuer Lieder auf eine etwas natürlichere Art und
Weise.
Bevor wir uns anschauen, wie wir das machen, möchte ich folgendes sagen:
achte ganz genau auf beides – Quantität und Qualität von neuen Liedern.
Sei Dir im Vorfeld sicher, dass Du dieses neue Lied tatsächlich einführen
möchtest und versichere Dich vorher, ob das Lied an anderen Orten bereits
eine Vorgeschichte hat und gut angekommen ist. Wir müssen auf jeden Fall
vermeiden, eine Menge neuer Lieder einzuführen, die dann nur ein einziges
Mal gehört werden und dann nicht mehr, weil sie eigentlich „leer“ sind.
Oder was noch schlimmer ist, der Pastor hat das Lied wieder verworfen!
Achte ebenso darauf, der Gemeinde nicht zu viele neue Lieder in kurzer
Folge beizubringen. Zu viele neue Lieder schmälern die Fähigkeit der
Menschen, sich weitere einzuprägen.
Praktische Tipps
Hier ein paar besondere Gedanken über Möglichkeiten, die es der Gemeinde
erleichtern, ein Lied einfacher und natürlicher zu lernen, ohne dass es
den Fluss im Lobpreis zu sehr beeinflusst:
* Festige alle Lobpreisteams! Wenn Du mehrere Gruppen von Musikern und
Sänger hast, versichere Dich, dass alle das Lied beherrschen, bevor Du es
im Gottesdienst einführst.
Auf diesem Weg hast Du einen fertigen Chor, der in der Gemeinde das Lied
mitsingt und Dir dabei hilft, das Lied vorzustellen.
* Finde Gelegenheiten, das Lied zu spielen, was den Druck wegnimmt, dass
sofort der Funke überspringen muss. Die Zeit des Abendmahls kann da z.B.
eine gute Gelegenheit sein (vor allem wenn das Lied mit dem Kreuz zu tun
hat etc.).
Die Kollekte kann ebenfalls eine hilfreiche Gelegenheit sein – vielleicht
macht ihr es zwei Wochen hintereinander auf diese Art und Weise, bevor ihr
das Lied (vielleicht in der dritten Woche) im Verlauf des Lobpreises
platziert.
* Lehrt es zu Beginn oder nach einer Versammlung. Wieder nicht in einer
Art von Musikunterricht, sondern spielt es einfach während die Leute
hereinkommen oder Kaffee trinken etc. Oder, wenn Ihr eine gute CD-Version
des Liedes habt, könntet ihr es einige Male wiederholt über die
Lautsprecher im Raum abspielen, vor oder nach der Versammlung.
Unterbewusstes Lernen!
* Überlege Dir eine Strategie, wie Du das Lied einführen möchtest – so
dass, wenn mehrere Lobpreiseteams im rotierenden System Dienst haben,
mindestens 2 davon das Lied spielen/beibringen. Z.B. wenn Du nur ein Mal
im Monat an der Reihe bist, ist es wichtig, dass jemand anders das Lied
‚festigt’ – weil nach einem Monat 90% der Leute es eventuell wieder
vergessen haben und Du wieder bei Null beginnst.
* Fühle Dich nicht verpflichtet, das komplette Lied auf einmal zu machen.
Du könntest beim ersten Mal z.B. den Chorus mit einem anderen Lied
verbinden. Oder einen sehr komplizierten Teil beim ersten Mal weg lassen
(z.B. Vers 2 oder 3, oder einen Teil mit Steigerung etc.)
* Manchmal kann es angebracht sein, ein neues Lied während einer
Versammlung mehrmals zu spielen – aber vielleicht nicht 2 Mal
hintereinander! Du könntest das Lied gegen Beginn und später als
Wiederholung am Ende der Versammlung spielen. Das Lied hat vielleicht
diesbezüglich ein tragendes Thema. Ein Beispiel für mich ist für mich mein
neues Lied „Missions’s Flame“. Es ist ein schwieriges Lied zu lernen – so
könnte man es zum Abschluss der ersten Einheit von Liedern einer
Lobpreiszeit spielen (als letztes Lied beeinflusst es den Fluss im
Lobpreis nicht so sehr) – und dann kann man es am Ende der Versammlung
noch einmal wiederholen – was zum Thema ‚wir sind gesandt’ passt. Das ist
lediglich ein kleines Beispiel, aber gibt Dir hoffentlich ein paar
Denkanstöße.
* Gib dem Lied eine Chance. In den meisten Gemeinden und bei den meisten
Liedern ist es eine Seltenheit, dass beim ersten Mal der Funke
überspringt.
* Dies sind nur einige wahllose Gedanken, aber ich hoffe, sie helfen ein
klein wenig dabei, dass wir darüber nachsinnen, wie wir neue Lieder
feinfühlig und Ziel führend der Gemeinde vorstellen
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