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„Das Volk
… hat Gnade gefunden in der Wüste.“ Jeremia 31:2
Ich liebe diesen Ausdruck „Gnade in der Wüste“ in dieser
Bibelstelle. Sie scheint so viel aus unserem Leben
zusammenzufassen. Das Leben ist so oft eine harte Reise und
alle von uns finden uns das ein oder andere Mal in einer
Zeit voller Schmerz oder Not. Auch wenn wir selbst Dinge in
unserem Leben nicht schwer empfinden, gibt es genügend Leid
um uns. Viele von uns kennen vermutlich Menschen, bei denen
Krebs festgestellt wurde oder Hinterbliebene eines geliebten
Menschen oder Menschen, die verzweifelt nach einer Arbeit
suchen – oder jede andere Art von Kraft zehrenden oder
schmerzhaften Situationen. Diese zerbrochene Welt, in der
wir reisen, ist voll von Strapazen, und so oft finden wir
uns dabei, zu Gott zu rufen, dass er uns rettet. Manchmal
tut er genau das – er befreit uns sofort aus dieser
Situation. Ein anderes Mal sind wir, in Seiner souveränen
Weisheit, dazu berufen die Wüste auszuhalten. Dennoch gibt
es in jeder einzelnen dieser Zeiten genügend Gnade für die
Wüste.
Mein Freund Eoghan Heaslip und ich haben vor kurzem ein Lied
geschrieben, das versucht etwas von dieser Reise zu erfassen
und drückt ein Herz der Anbetung für Gott mitten in diesen
Wüstenzeiten aus:
“Wanderer in dieser Wüste, dennoch finden wir unsere
Hoffnung in Dir.
Unbekannte in einem fremden Land, dennoch finden wir unser
zu Hause in Dir.“
“Wir finden Gnade in der Wüste,
Genügend Gnade, um von Deine unermüdliche Liebe zu singen.
Du bist nahe, näher als wir es wissen,
Und es wird ein Tag kommen, an dem Alles offenbar wird.“
Wüstenzeiten verlangen von uns Lieder und Gebete des
Vertrauens zu bringen. In der Anbetung vertrauen wir in
beides, in die souveränen Pläne Gottes und Sein Vaterherz.
Sogar wenn wir nicht verstehen können, warum wir uns in
einer so schweren Lage befinden, wissen wir tief in unserer
Seele, dass Er hoch genug ist um zu sehen, was wir nie sehen
könnten und das Er väterlich für uns sorgt. Ein brennendes
Herz der Anbetung erkennt immer den unveränderbaren Wert
Gottes über jeder einzelnen Lebenssituation – obwohl sich
unsere momentanen Umstände vielleicht zum Schlechten
verändert haben, haben die Güte und Herrlichkeit Gottes so
stark Bestand wie eh und je.
So viele der Menschen, denen wir in der Bibel begegnen,
könnten leicht bezeugen, dass Gottes Maß an „Gnade in der
Wüste“ riesengroß ist. Schau durch die Bibel und du wist ein
ums andere Mal finden, wie Gottes Volk genügend Gnade in der
Wüste entgegenkam. Leute wie David und Joseph hatten Zeiten
der Wüste. Dennoch fanden sie genügend Gnade für diese
Zeiten und kamen aus diesen als stärkere Anbeter heraus, als
je zuvor. Joseph sah auf eine Zeit voller Versuchungen
zurück und bezeugte, „… Gott hat mich fruchtbar gemacht im
Lande meines Elends.“ (1.Mose 41, 52). Das anbetende Herz
Davids erkannte: „ am Abend kehrt Weinen ein, und am Morgen
ist Jubel da.“ (Psalm 30:5).
Manchmal werden diese schmerzhaften Situationen nicht auf
dieser Seite des Himmels gelöst. Der Apostel Paulus war ein
Mann, der sehr viel Leid sah, vieles davon aufgrund des
Namen Jesu und seines Reiches Willen. Dennoch begegnete er
dem Gott der Gnade in jeder Lebenslage. Sein Leiden bestand
aus Schlägen, Gefangenschaft, schlaflosen Nächten, Hunger
und Schiffbrüchen. (2. Korinther 6,4-5; 2. Korinther 11,
23-28). Paulus ertrug auch einen unbekannten „Dorn für das
Fleisch“ und flehte, dass er weggenommen wird. Aber Gott
erlaubte nicht, dass er davon befreit wurde, stattdessen gab
er ihm die Gnade ihn auszuhalten: „Meine Gnade genügt dir,
denn meine Kraft wird in Schwachheit vollbracht.“ (2.
Korinther 12:7-9).
John Newtons Hymne „Amazing Grace” ist noch ein weiteres
Zeugnis für Gottes Gnade in der Wüste. Als vielleicht
bekannteste Hymne von allen, ist dieses Lied über Errettung
ehrlich, wenn es um die turbulente Reise des Lebens geht,
dennoch voll von tiefer Hoffnung und sicherem Wissen über
Gottes Gnade für diese Reise:
“Durch viele Gefahren, Versuchungen und Fallstricke
Bin ich schon gegangen,
Diese Gnade, die mich unversehrt soweit gebracht hat,
Und Gnade wird mich nach Hause führen. „
Noch ein Anbeter, der Gottes „Gnade in der Wüste” erkannte.
Ich hoffe, dass auch du genau diese Gnade kennen lernen
wirst.
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