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01
Warum, HERR, stehst du fern, verbirgst dich in Zeiten der
Drangsal?
02 In Hochmut verfolgt der Gottlose den Elenden. Sie
werden erfasst von den Anschlägen, die jene ersonnen haben.
03 Denn der Gottlose rühmt (sich) wegen des Begehrens
seiner Seele; und der Habsüchtige lästert, er verachtet den
HERRN.
04 Der Gottlose (denkt) hochnäsig: „Er wird nicht
nachforschen.“ „Es ist kein Gott!“ sind alle seine Gedanken.
05 Erfolgreich sind seine Wege allezeit. Hoch oben
sind deine Gerichte, weit von ihm entfernt; alle seine
Widersacher – er bläst sie an.
06 Er spricht in seinem Herzen: Ich werde nicht
wanken, von Geschlecht zu Geschlecht in keinem Unglück sein.
07 Voll Fluch ist sein Mund, voll Hinterlist und
Bedrückung, unter seiner Zunge ist Mühsal und Unheil.
08 Er sitzt im Hinterhalt der Höfe, in Verstecken
bringt er den Unschuldigen um; seine Augen spähen dem Armen
nach.
09 Er lauert im Versteck wie ein Löwe in seinem
Dickicht; er lauert, um den Elenden zu fangen; er fängt den
Elenden, indem er ihn in sein Netz zieht.
10 Er zerschlägt, duckt sich (nieder); und die Armen
fallen durch seine gewaltigen [Kräfte].
11 Er spricht in seinem Herzen: Gott hat vergessen,
hat verborgen sein Angesicht, ewig sieht er nicht!
Die
Hilflosigkeit der Armen
Dies ist ein sehr interessantes Gebet. Es ist innig,
leidenschaftlich und sogar andeutungsweise launisch in
seiner Realitätswahrnehmung... doch das ist vollkommen in
Ordnung! Ich denke mir, so lange der Psalmist sein Herz Gott
gegenüber ausschüttet, stellt er es dem größten
Herzchirurgen aller Zeiten zur Verfügung! In den letzten
sieben Versen dieses Psalms verkündigt der Psalmist die
Treue Gottes... und damit verändert sich auch seine
Ausdrucksweise. Ist es nicht erstaunlich, dass unsere
Wahrnehmung der Realität sehr häufig trügerisch ist, ganz
egal, was wir ohne Gott sagen oder tun?
Selbst die Bibel sagt, dass die Sünde nur für eine kurze
Zeitspanne Vergnügen bereitet. Von den äußeren Umständen
her, scheinen die Dinge manchmal sehr unfair. Zum Beispiel
dieses ganz reale Gefühl‚ die Reichen werden immer reicher,
und die Armen immer ärmer, ist ein verletzbarer Zustand der
Armen verglichen mit der gewaltigen Stimme des Wohlstandes.
Und in diesem Psalm wird es noch viel bildlicher, da hier
die Hilflosigkeit der ‚Armen’, die ganz und gar der Gnade
der Bösen ausgeliefert sind, beschrieben wird.
Keine
Schwierigkeiten mehr?
Doch ist dies genau der Zeitpunkt an dem dein Glaube
eingreift. Der Punkt an dem die Realität der Reichtümer
Christi, der Wohlstand und die Kraft, die JEDEN Christen,
ganz gleich, wie der Kontoauszug oder der Stand in der
Gesellschaft aussehen mag, begleitet.
Es wird nicht ein einziges Mal im Wort Gottes behauptet,
dass das Leben im Glauben, uns von Schwierigkeiten befreit.
Wenngleich es Bewahrung vom Bösen, das im Zusammenhang mit
Schwierigkeiten steht, verspricht. Im 1. Korinther 10:13
steht: „Keine Versuchung hat euch ergriffen als nur eine
menschliche; Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird,
dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der
Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, so dass ihr sie
ertragen könnt.“
Leben ohne
Christus – der hilfloseste Zustand den es gibt
Die Worte, die noch lange von den Leben der bösartigen
Menschen in Psalm 10 widerhallen sind prahlerisch,
habgierig, stolz, selbst eingenommen, selbst gemacht, selbst
genüge, selbst sicher, Lügner, Zungen als Werkzeug des
Bösen, verschwiegen, sie jagen Schwachen nach und haben eine
Haltung, die den Gedanken an Gott ausschließt. All das Geld
und alle Macht der Welt, sollten in dir nicht den Wunsch
aufkommen lassen, diese Charakterzüge anzueignen. Ein Leben
ohne Christus ist der hilfloseste Zustand der Menschheit,
den es gibt.
Ganz egal, wie dein Leben „in dieser Welt“ aussehen mag; in
dir lebt „der Liebling des Himmels“ und alle Verfolgung, die
dir begegnen kann, wird das Gold in deinem Inneren nicht
berühren oder betrüben können.
Gottes
Interesse an uns nimmt nicht ab
Eugene Petersen sagt, dass der einzige Fehler, den wir
machen können, wenn wir Konflikten, Verfolgungen,
Krankheiten usw. entgegensehen, ist es zu denken, dass Gott,
sich wohl langweilt auf uns aufzupassen und daher seine
Aufmerksamkeit einigen interessanteren Christen zugewandt
hat. Oder er vielleicht aufgrund unseres umherschweifenden
Gehorsams angeekelt ist, und uns für eine Weile alleine
lässt nach dem Motto: Sollen die doch alleine zusehen, wie
sie zu ihrem Recht kommen. Gottes Interesse an uns, nimmt
nicht je nach unserer geistlichen Temperatur zu oder ab.
Anbeter wissen, wie sie eine Haltung des Lobpreises
beibehalten... aufschauen, sich erfreuen und unseren Herrn
zu jeder Zeit lieben.
Ich gebe euch zum Abschluss noch dieses großartige Zitat von
Dietrich Bonhoeffer... „Von der Wahrheit um einer Aussicht
auf Hoffnung unserer Selbst wegen abzuweichen, kann niemals
weise sein, ganz gleich wie gering die Abschweifung auch
sein mag. Es liegt nicht an unserer eigenen Beurteilung der
Situation, die uns sagen könnte, was weise ist und was
nicht. Es liegt ausschließlich an der Wahrheit des Wortes
Gottes. Darin allein liegt das Versprechen der Treue und
Hilfe Gottes. Es wird immer wahr bleiben, dass der weiseste
Zug für einen Jünger ist, einzig und allein beim Wort Gottes
in aller Einfachheit zu bleiben.“
Sei stark!
Mit all meiner Liebe
Darls xxxxxxxxxxx
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