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DIE PSALMEN TEIL 04 - PSALM 2:1-6



 

In Psalm 1 geht es ganz klar um das Gesetz… er beginnt mit der Lehre über Segen und endet mit der Lehre über die Konsequenzen von Ungehorsam… und Flüchen.

Psalm 2 dagegen ist deutlich prophetisch ausgerichtet. Er beginnt mit einem Fluch und endet mit Segen. David beschreibt eine wundersame Vision… er schaut in die Zukunft bis nach Armageddon und sieht Nationen, die gegen Gott wüten und sich gegen Ihn verschwören. Er sieht eine endzeitliche Zusammenkunft aller Bosheit, die nur den einen Wunsch hat, die Christenheit zu Tode zu bringen. Wer würde es wagen, sich absichtlich und vorsätzlich daran zu machen, gegen den Friedensfürst vorzugehen?

Vers 1- Warum wüten diese Nationen und warum verschwören sich die Leute zu einer vergeblichen Tat?

Das Wort WUT oder RAGE beinhaltet Stolz und Aggressivität, im Griechischen wird es mit einem Pferd verglichen, das wiehert und dann direkt in die Schlacht rast. Solche RAGE oder WUT ist normalerweise immer die Frucht von REBELLION! Und zwar nicht nur Rebellion von einer handvoll Leute, sondern von den Leitern selbst….


Der „perfekte Stum“

Vers 2- Die „Könige“ der Erde selbst treten auf… oder tun sich zusammen… (und vergessen dabei, dass wir immer unter der Autorität von Gott selbst bleiben) – das Auftreten/Zusammentun beschreibt, dass es sich nicht um augenblickliche Rage/Wut, sondern vielmehr um tief verwurzelten Hass handelt- „und die Fürsten tun sich zusammen und beraten“ - sie besprechen ihre Kriegsführung und gehen dabei geschickt vor, nicht mit törichter Hast, sondern mit Entschlossenheit und Überlegung.

Ein gutes Beispielbild für die heidnische Wut/Rage ist der Ozean in einem Sturm… die tosende See, hin und her gepeitscht… ruhelos und oftmals sehr imposant! Denk an einen „perfekten Sturm“.


Geehrt für das Töten

Mitte der 1850er gab es eine Anzahl monumentaler Säulen, die errichtet wurden (manche davon in Spanien), von denen noch heute welche existieren… Sie tragen Inschriften, wie:

- geehrt für das Auslöschen der Christen und ihrer Namen!
- für das Abschaffen des Aberglaubens an Christus überall und für die Ausweitung des Lobpreises an die Götter…
- Diokletian (Eroberer Roms, der das Reich in Ost und West einteilte, um das Territorium effektiver regieren zu können. Sein Wunsch, die alte Religion Roms wieder zu beleben führte zur letzten großen Christenverfolgung). Jovian Maximilian Herculeus Caesares, Augustus…. Für das Auslöschen der Namen der Christen, die die Republik ruiniert haben.


Herodes versuchte die Christen zu vernichten

Für mich klingt das alles wie Herodes, der sich gegen Christus verschwor, indem er versuchte, die Zukunft des Christentum zu vernichten, oder wie Paulus’ Beschreibung in Apostelgeschichte 13, 32-41: „Und wir verkündigen euch die gute Botschaft von der zu den Vätern geschehenen Verheißung, dass Gott sie uns, ihren Kindern, erfüllt hat, indem er Jesus erweckte; wie auch im zweiten Psalm geschrieben steht: "Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt." Dass er ihn aber aus den Toten auferweckt hat, so dass er nicht mehr zur Verwesung zurückkehrte, hat er so ausgesprochen: "Ich werde euch die zuverlässigen heiligen Güter Davids geben." Deshalb sagt er auch an einer anderen Stelle: "Du wirst nicht zugeben, dass dein Frommer die Verwesung sehe." Denn David freilich entschlief, nachdem er seinem Geschlecht nach dem Willen Gottes gedient hatte, und wurde zu seinen Vätern versammelt und sah die Verwesung. Der aber, den Gott auferweckt hat, sah die Verwesung nicht. So sei es euch nun kund, ihr Brüder , dass durch diesen euch Vergebung der Sünden verkündigt wird; und von allem, wovon ihr durch das Gesetz Moses nicht gerechtfertigt werden konntet, wird durch diesen jeder Glaubende gerechtfertigt. Seht nun zu, dass nicht eintreffe, was in den Propheten gesagt ist: "Seht, ihr Verächter, und wundert euch und verschwindet! Denn ich wirke ein Werk in euren Tagen, ein Werk, das ihr nicht glauben werdet, wenn es euch jemand erzählt."


Jesu Herrlichkeit und Pracht

Der erste Psalm stellt einen Kontrast zwischen einem gerechten Menschen und einem Sünder dar- der zweite zeigt den Kontrast zwischen ungestümer Ungehorsamkeit eines gottlosen Wortes und der bestimmten Erhöhung des gerechten Sohn Gottes auf. Psalm 2 benennt die Herrlichkeit und Pracht Jesu…

„Der Teufel kann den Ratschlag des Himmels nicht zerschlagen! C.H.SPURGEON“

Vers 3 – „Laßt uns zerreißen ihre Bande und von uns werfen ihre Stricke!”

Sieht man die Liebe Gottes und Seine Führung als Beschränkungen und Zwänge an, die einen total einengen, anstatt in ihnen Freiheit und Leben, Gnade und Hoffnung zu finden, baut diese Haltung total auf einem falschen Verständnis für das Herz Gottes für Sein Volk und auf einem falschen Verständnis für Gottes Charakter auf.

Denn, was sagt unser Heiland… Matthäus 11, 28-30: „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben. Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und "ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen"; denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“

Vers 4 – „Der im Himmel thront, lacht, der Herr spottet über sie.“ ( Im Himmel thront meint über allem erhaben)

Vers 5 - „Dann spricht er sie an in seinem Zorn, in seiner Zornglut schreckt er sie“

Dies erscheint im ersten Moment hart… aber am Ende wird alle menschliche Anstrengung, den König über Alles zu stürzen, vergebens sein. Und dann, wenn du mal weiter darüber nachsinnst, gibt uns die Schrift ein großartiges Beispiel, wie auch wir, angesichts der boshaften Pläne des Feindes, die Kinder des Königs zu stürzen, lachen und über diese Pläne spotten können.


Kein Problem für Gott

Es ist leicht für Gott, seine Feinde zu zerstören… Denke an Pharao, seine weisen Männer, seine Heerscharen, sein Pferde, platschend und strampelnd, und alle versinken sie wie Blei im Roten Meer. Hier endet eine der größten Verschwörungen, die jemals gegen Gottes Auserwählte geplant wurde. Und lies dir mal diesen extra ausführlichen Absatz von William S. Plumer durch, der 1867 geschrieben wurde und der mein Argument noch etwas ausführender beweisen wird.

„Von dreißig römischen Eroberern, Gouverneuren von Provinzen und anderen von hohem Grad, die sich eigentlich nur in ihrem jeweiligen Eifer die Christen zu verfolgen und ihrer Bitterkeit gegenüber denselbigen unterscheiden, wurde einer nach einer scheußlichen Grausamkeit schnell geistesgestört, einer wurde von seinem eigenen Sohn getötet, einer wurde blind, einem fielen die Augen aus dem Kopf (im wahrsten Sinne des Wortes!), einer ertrank, einer erstickte, einer starb während einer armseligen Gefangennahme, einer starb an einer so abscheulichen Krankheit, dass auch einige seiner Doktoren dabei umkamen, weil sie den Gestank seines Zimmers nicht aushalten konnten, zwei begingen Selbstmord, ein dritter versuchte es, aber musste dann um Hilfe rufen, um es zu Ende bringen zu können, fünf wurden von ihrer eigenen Dienerschaft ermordet, fünf andere starben einen äußerst erbärmlichen und qualvollen Tod, einige von ihnen hatten nicht bekannte Verflechtungen von Krankheiten und acht starben in der Schlacht später im Gefängnis. Unter diesen war auch Julian, der Abtrünnige.
Von ihm wird berichtet, dass er zu Zeiten seines Wohlstandes seinen Dolch gen Himmel richtete und den Sohn Gottes verhöhnte, den er gemeinhin den Galiläer nannte. Doch als er in der Schlacht verwundet wurde und feststellte, dass es mit ihm zu Ende ging, kratzte er sein verklumptes Blut zusammen, war es in die Luft und brüllte: ‚Du hast gesiegt, o du Galiläer.’.“

Viele haben versucht gegen Gott selbst vorzugehen… aber die Mächtigen sind dabei, die Kraft des Einen, der über allen andern ist, zu offenbaren!

Vers 6 - „Habe doch ich meinen König geweiht auf Zion, meinem heiligen Berg!"

Hier ruft Gott die königliche Position und Autorität aus, verkündigt und beschlossen, von Ewigkeit zu Ewigkeit, der unverrückbare Thron Seines Königreichs… dass Er Seine Herrschaft in Seinem Heiligen Berg, dem Berg Zion, dem Ebenbild des Himmels auf der Erde, errichtet hat.


Jesus regiert

Wie auch immer die Verschwörungen der Hölle oder der Erde aussehen mögen, am Ende sind sie doch wertlos, denn Jesus regiert durch die von seinem Vater ausgesprochene Ordination.

Diese Offenbarung sollte dir ein großartiges Gefühl des Friedens und der Sicherheit geben… du kannst dem Namen des Herrn vertrauen, weil Er die Erde, Seine Gemeinde, dein Leben, deine Umstände und deine Träume im wahrsten Sinne des Wortes in Seinen Handflächen hält.

Ehre sei Gott, der sich daran erfreut uns von Herrlichkeit zu Herrlichkeit zu geleiten…

Psalm 37, 23-24: „Vom HERRN her werden eines Mannes Schritte gefestigt, und seinen Weg hat er gern; fällt er, so wird er doch nicht hingestreckt, denn der HERR stützt seine Hand.“

Sei gesegnet!
Darls

Wir suchen noch Übersetzer, die uns bei der Übersetzung von englischer Lehre ehrenamtlich helfen wollen. Wenn du Lust dazu hast, schicke uns eine e-mail. AUTOR/QUELLE:
Darlene Zschech
engl.Original: "Journey through the psalms"
::used by permission::
 
published: 19.01.2004
translated by Andreas Ritz
(c) by Worshipgalaxy.com
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