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In Matthäus 13,1-9 steht ein Gleichnis
von einem Mann, der hinausging, um Samen zu
säen.
Jesus sprach dieses Wort, nachdem Er in ein Boot
gestiegen war und etwas vom Ufer
abgestoßen wurde, um die Menschenmenge sehen zu
können. Jesus begann den Tag mit einem
Spaziergang zum Meer und setzte sich dann. Viele
versammelten sich um ihn und bei einer spontanen
Versammlung fing Er an, eine Geschichte zu
erzählen. (s. Matthäus 13,3-9)
Nachdem Er das Gleichnis vom Sämann erzählt
hatte, kamen seine Jünger zu Ihm und wollten
eine Erklärung, was die Geschichte bedeute.
Jesus offenbart etwas über dieses Königreich in
dieser Erklärung, von dem ich meine, dass es
wichtiger ist, genauer betrachtet zu werden.
Sooft jemand das Wort vom Reich hört und nicht
versteht, kommt der Böse und reißt weg, was in
sein Herz gesät war; dieser ist es, bei dem an
den Weg gesät ist. (Matthäus 13,19)
Es ist offensichtlich, dass der Same hier das
Wort vom Königreich Gottes ist. Samen sind es,
die auf die Erde fallen und sterben müssen,
bevor sie hervorbrechen. Dies alles passiert
ohne jegliche Hilfe des Menschen. Wenn Menschen
versuchen diesem Prozess nachzuhelfen, wird dort
eine Veränderung sein. Das Wort vom Königreich
muss durch den Geist zu uns kommen.
Wenn Jesus sagt: „und nicht versteht...“,
bedeutet Verstehen ‚es Zusammenzubringen’ in
feindlichem Sinne. Es wird gebraucht von
Kämpfern oder Kämpfenden, um zu verstehen. Um
für uns verständlich zu machen, was es wirklich
für Gott heißt, Herrschaft über alle Dinge zu
haben, wird ein Kampf größeren Ausmaßes nötig
sein. Wenn der Kampf kurz gehalten wird, wird
das, was du über das Königreich Gottes weißt,
begrenzt sein. Der Grund, warum der Kampf kurz
gehalten wird, wird mit den nächsten zwei
Wörtern des Verses erklärt – „der Böse...“. Dies
wird im Griechischen übersetzt mit ‚voll von
Anstrengungen und Belästigungen’. Man wird von
Anstrengungen bedrängt und belästigt. Das
Griechische benennt „den Bösen“ nicht mit Teufel
oder Satan, es bezieht sich nur darauf, von
Anstrengungen bedrängt zu sein. Der Herr sagt,
dass der Kampf, um das Königreich zu verstehen,
kurz gehalten wird von bedrängenden
Anstrengungen und Belästigungen. In anderen
Worten, meine Geschäftigkeit hält mich davon ab
das Königreich zu verstehen. Belästigungen
können mich davon abhalten, mit dem Herrn
irgendwo anzukommen.
Wie viele Gebete oder Stille Zeiten sind
unterbrochen worden von den Belästigungen des
alltäglichen Lebens? Wenn nicht vom Herrn
geführt, kann sogar mein Dienst für die Gemeinde
eine bedrängende Anstrengung sein. Dies sind die
kleinen Dinge, die uns davon fern halten, das
Königreich Gottes so zu verstehen, wie wir
sollten. Das Ergebnis von begrenztem Verstehen
ist begrenzte Kraft.
Das Fühlen von Erfolgen
Ich habe diesen Artikel auf einem Computer
geschrieben. Der Computer unterstützt mich beim
Schreiben, weil er Dinge für mich macht, die ich
nicht gemeistert habe (z.B. Rechtschreibung,
Grammatik usw.). All diese Hilfe erlaubt es mir
kreativer zu sein und mich nicht um das
Verständnis von Rechtschreibung, Grammatik und
so vielen anderen Sachen zu kümmern, die mich
davon abhalten, Erfolg zu verspüren.
Das ist der Grund, warum das elektrische Klavier
erfunden wurde. Du kannst eine Note mit der
linken Hand spielen und eine ganze
Rhythmussektion fängt perfekt an zu spielen.
Ohne jegliche Übung kannst du ein Gefühl von
Erfolg haben. Auch wenn es Spaß bringt, wirst du
nichts weiter von Musik verstehen, selbst wenn
du stundenlang mit einem Finger eine Note
spielst.
Der Grund, warum ich mir nicht die Zeit nehme
Rechtschreibung zu lernen oder mit dem Klavier
spielen anzufangen, ist, weil ich mit dem Rest
meines Lebens zu sehr damit beschäftigt bin, um
so etwas Wichtiges wie Rechtschreibung zu
verstehen.
Die gleiche Sache kann in der Gemeinde
passieren. Wenn mir jemand Woche für Woche
erzählt, um was es beim Königreich Gottes geht,
muss ich es für mich selber nicht verstehen. Ich
muss Gott nicht weiter suchen, um Antworten zu
bekommen, ich kann einfach meinen Pastor nach
dem fragen, was ich brauche.
Das Gefühl des Erfolgs ist eine starke Kraft im
heutigen Leben, weil Lernen und Verstehen Kämpfe
sind und diese Selbstdisziplin erfordern. Wir,
die wir so beschäftigt sind, verzichten auf
diesen Konflikt zu Gunsten des Erfolgsgefühls.
Nach einiger Zeit ist es nur noch dieses
Erfolgsgefühl nachdem wir streben. Das ist die
Art, wie „der Böse“ den Samen vom Königreich
Gottes stiehlt - durch bedrängende
Anstrengungen.
Menschliche Kraft
Was sonst mag mich davon abhalten an dem Wort
vom Königreich Gottes festzuhalten?
Bei dem aber auf das Steinige gesät ist, dieser
ist es, der das Wort hört und es sogleich mit
Freuden aufnimmt; er hat aber keine Wurzel in
sich, sondern ist nur ein Mensch des
Augenblicks; und wenn Bedrängnis entsteht oder
Verfolgung um des Wortes willen, nimmt er
sogleich Anstoß. (Matthäus 13,20-21)
„Das Steinige“ ist von dem griechischen Wort
petrodes entnommen, welches von dem Stammwort
petra kommt. Wir wissen alle, dass es Felsen
heißt, aber die Metapher für petra wird erklärt
als ein Mann wie ein Fels, wegen seiner
Beständigkeit und Stärke der Seele. Wenn das
Wort vom Königreich Gottes durch die eigene
Seelenstärke des Menschen aufgenommen wird, wird
er es verlieren, wenn Verfolgungen oder
Bedrängnis aufkommen aufgrund dieses Wortes. Ich
weiß, ich habe versucht, Gott mit meinem ganzen
Verstand zu verstehen und es hat keinen Zweck
gehabt. Nur, wenn ich dem Heiligen Geist erlaubt
habe, mir zu zeigen, wer ich bin und wer das
wahre ICH BIN ist, dann fing ich an etwas von
der Souveränität Gottes zu verstehen.
Seid daran erinnert, dass dieses ganze Gleichnis
eine Metapher ist und dass der Herr die
Bedeutung verborgen hat vor den Juden, aber ich
glaube, dass es auch vor uns verborgen wird,
wenn wir IHN nicht um eine Antwort ersuchen.
Ablenkungen
Ein weiterer Weg das Königreich Gottes zu
verpassen steht im nächsten Vers:
Bei dem aber unter die Dornen gesät ist, dieser
ist es, der das Wort hört, und die Sorge der
Zeit und der Betrug des Reichtums ersticken das
Wort, und er bringt keine Frucht. (Matthäs13,22)
„Sorge“ ist das Schlüsselwort in diesem Vers. Es
hat mit Angst durch Ablenkung (was Unterhaltung
bedeutet) zu tun, aber es ist von dem Stammwort
entlehnt, welches sich trennen heißt. Wie oft
ist Unterhaltung eine Ablenkung gewesen und hat
dazu gedient euch vom Herrn zu trennen? Ich
weiß, dass es Zeiten gibt, wo ich etwas
Ablenkung und Entlastung vom täglichen Leben
brauche. Der Herr versucht uns hier zu zeigen,
dass er die Ablenkung ist, die ich in meinem
Leben brauche. Er ist die ganze Phantasiewelt,
die ich jemals brauchen werde. Wir müssen
wirklich abgelenkt werden von unserem Leben,
nicht vom Herrn.
Jesus sagt weiterhin, dass der Betrug oder die
Irreführung des Reichtums das Wort vom
Königreich ersticken werden. Denke daran, dass
Reichtümer einen Überfluss an Eigentümern
bedeuten. Sachen zu haben, die man schätzt, ist
ein schlimmeres Problem als Reichtümer. Dies
alles sind Gründe, warum die Herrschaft Gottes
nicht verstanden wird oder warum sogar nicht
wirklich an sie geglaubt wird. Wenn wir
wahrhaftig an die Souveränität Gottes glauben
würden, würden wir keinen weiteren Tag mehr
zweifeln.
Guter Boden
Jesus beendet dieses Gleichnis mit der
einfachsten Aussage, die gemacht werden kann und
die Leute waren so verwirrt wie wir, sogar
nachdem Er es erklärt hatte.
Bei dem aber auf die gute Erde gesät ist, dieser
ist es, der das Wort hört und versteht, der
wirklich Frucht bringt; und der eine trägt
hundert-, der andere sechzig-, der andere
dreißigfach. (Matthäus 13,23)
Derjenige, der versteht, ist derjenige, der den
Kampf des Begreifens beendet und, sogar auf eine
gewalttätige Art und Weise, das Königreich des
Allmächtigen Gottes an sich reißt (Matthäus
11,12). Was ist die Frucht des Königreichs?
Gehorsam zu Gott ist eine Frucht und die kann
dreißig-, sechzig-, bis zu hundertfach wachsen.
Nachdem ich Jahre verbracht hatte mit
Lobpreisleitung und CD-Produktionen, die mein
Leben zu segnen schienen, sprach der Herr durch
einen Propheten zu mir und sagte, dass dort
keine Frucht in meinem Leben war. Da ich
überwältigt davon war, wollte ich wissen, was
mit Frucht gemeint ist. Nach einigem Gebet und
der Bitte um Vergebung, fand ich heraus, dass
Frucht wirklich der Gehorsam gegenüber Gott ist.
Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander
liebt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch
ihr einander liebt. Daran werden alle erkennen,
dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe
untereinander habt. (Johannes 13,34-35)
Um dem Herrn gehorsam zu sein, musste ich lernen
zu lieben. Ich dachte, dass alle mich als
Liebenden sehen würden, wenn ich CDs machte und
Lobpreis leitete. Alle taten das – außer Gott.
Weil du die Gaben nutzt, die dir der Herr
gegeben hat, um gute Werke zu tun, heißt dies
nicht, dass du gelernt hast zu lieben. Wenn
nicht von allen deutlich gesehen werden kann,
dass du ein Jünger Jesu bist, dann kann es gut
sein, dass die Liebe nicht sichtbar ist in dir.
Und er sprach: Wie sollen wir das Reich Gottes
vergleichen? Oder in welchem Gleichnis sollen
wir es darstellen? Wie ein Senfkorn, das, wenn
es auf die Erde gesät wird, kleiner ist als alle
Arten von Samen, die auf der Erde sind; und wenn
es gesät ist, geht es auf und wird größer als
alle Kräuter, und es treibt große Zweige, so
dass unter seinem Schatten die Vögel des Himmels
nisten können. (Markus 4,30-32)
Da ist kein Zweifel, dass der Same der Liebe
klein anfängt, aber das Potential hat, die
größte Sache in unserem Leben zu werden. Wenn es
dann einmal vollauf gewachsen ist, wird es
Schatten und Stütze sein für andere.
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