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LOBHUDELEI



 

Es gibt ein paar Punkte, welche einen Lobpreisleiter davon abhalten, Gott und den Menschen wirklich effektiv zu dienen. Einer davon ist Sünde, die im Geheimen passiert und ein weiterer, wenn aus dem eigenen Leitungswunsch und nicht aus der Berufung Gottes agiert wird. Das Verfolgen eigener Ziele, statt derer, welche der Heilige Geist verfolgt, ist ein weiteres Hindernis.
Selbstsüchtige Ziele bremsen selbst die stärkste Berufung für einen Dienst aus aber nichts ist berechnender und vernichtender als Schmeicheln. Nichts wird eine standhafte Person schneller von den Füßen holen, als das Streben, einem Bild gerecht zu werden, welches durch Schmeicheln aufgebaut wurde.

Da Lob und Komplimente in gewisser Weise zum alltäglichen Leben eines Lobpreisleiters gehören können, kann es nur nützlich sein, diese Dinge einmal näher zu betrachten.


Kontrolle

Jeder weiß, wie Schmeicheln klingt und wie es zu gebrauchen ist aber es gibt Wege, wie sich das Schmeicheln in einem Leben festsetzen und vieles zerstören kann. Lasst mich eine Geschichte dazu erzählen:

Als ich ein junger Mann war (noch bevor ich Christ wurde), lernte ich ein Ehepaar kennen, welches großen Einfluss auf mein Leben hatte.
Der Mann unterrichtete Klassische Gitarre und wurde mir von Gott zur Seite gestellt. Es hat Jahre gedauert, bis ich erkannt habe, wie wichtig seine Investition in mein Leben für mich war. Ich wurde durch ihn sehr ermutigt.

Auf der anderen Seite hatte seine Frau auch Einfluss auf mich. Sie sagte regelmäßig zu mir: „Wenn du den Raum betrittst, erleuchtest du alles! Es ist schön dich hier zu haben!“ Dies klingt fürs erste unschuldig aber nach einigen Monaten, in denen sie dies immer zu mir sagte, wurde ich regelrecht abhängig von ihren Worten. Dann eines Tages, als sie auf ihren Mann wütend war, begrüßte sie mich mit den Worten: „Oh, ist alles in Ordnung? Du siehst blass aus!“ Ich fühlte mich sofort krank und war vollkommen unter ihrer Kontrolle. Sie fing an den Ärger gegen ihren Mann bei mir abzuladen und nach kürzester Zeit regte ich mich über den Mann auf, den ich vorher gern hatte.

Das Resultat: Meine von Gott bestimmte Trainingszeit wurde durch ihre negative Einstellung ihrem Mann gegenüber, verkürzt. Ich nahm ihre Meinung an und machte es mir somit unmöglich von ihrem Mann etwas zu empfangen bzw. zu lernen. Dies kostete mich einige der wertvollsten Trainingsjahre meines Lebens.

Vielleicht denkst du, du wärst stärker gewesen und hättest nicht so leicht die Fronten gewechselt. Vielleicht hast du Recht aber der Feind kennt deine Schwächen und er wird sie so oft er nur kann ausnutzen. Wir müssen uns seiner Taktik bewusst werden und sie besiegen.


Ich möchte darauf eingehen, warum manche das Schmeicheln einsetzen und warum dies so gefährlich ist. Fangen wir mit der Bedeutung des Wortes Schmeicheln an:


Kolakeria (griechisch)

Zwischen Ermutigung und Schmeicheln ist ein Unterschied. Die griechische Definition von Schmeicheln lautet: „selbstsüchtiger Beweggrund.“ Wenn dir jemand schmeichelt, will er etwas von dir.
Andererseits, wen jemand sagt: „Ich mag deine Art Klavier/Gitarre zu spielen.“, versucht er zu sagen: „Es ist offensichtlich, dass du dein Instrument mit Engagement lernst.“ Dies wird bewirken, dass jemand weiterhin bestrebt ist zu lernen, allerdings ohne den Druck, einer Überbewertung gerecht werden zu müssen.

Das Lexikon definiert Ermutigung mit „jemanden mit Hoffnung, Mut oder Vertrauen zu inspirieren“. Das griechische Wort für Ermutigung ist „parakaleo“ und bedeutet „herbeirufen, ermuntern“.
Die Bibel sagt, wir sollen ein anderer ermutigen (Hebr. 10,25) aber sie warnt uns auch vor dem Schmeicheln (Rö 16,18).
Wenn jemand durch eine harte Zeit geht, so sollen wir ihn ermutigen und ihm Hoffnung geben. Doch leider tendieren viele, die andere nicht leiden sehen wollen, dazu demjenigen zu schmeicheln statt ihn zu ermutigen. Dies ist eine Art wie unser Schmeicheln Kontrolle und Manipulation enthalten kann.

Petrus, versuchte in gewisser Weise, Jesus zu kontrollieren in dem er ihm sagte, er möchte nicht, dass Jesus nach Jerusalem geht und leidet. In der Bibel wird das Wort „Tadel“ benutzt während Petrus mit Jesus spricht. Dieses Wort bedeutet „etwas verbieten“ aber auch „Ehrerbietung zeigen, den Preis für etwas zu erhöhen, ermahnen“. Petrus versuchte Jesus zu überzeugen, dass es wichtiger sei, bei seinen Jüngern zu bleiben, als den Plan Gottes zu erfüllen. Ich bin sicher, dass es Petrus bei dem Gedanken, dass sein Freund stirbt, innerlich zerriss, darum war er gewillt eine List einzusetzen um Jesus zu stoppen.
Petrus setzte manipulatives Schmeicheln ein, in der Hoffnung er könne den Retter der Welt kontrollieren. Doch Jesus tat das einzig Richtige und befahl Satan hinter ihn zu treten.


Pathah (hebräisch)

Im Hebräischen bedeutet Schmeicheln im Grunde das Gleiche, wie auch im griechischen, nur ist es hier etwas farbiger beschrieben.
Es hat eine einfache Wurzel: meist im übertragenen Sinne (geistlich oder moralisch) „einfach sein / einfältig sein“ (versuchen, machen) oder (auf böse Art) „irreführen, anlocken, betrügen, vergrößern, verlocken, verführen“.

Die Absicht vom Schmeicheln ist es, einen Menschen einfältig zu machen oder einfach in die Irre zu führen oder zu täuschen. Jemanden einfältig zu machen, ist der Versuch ihn seines Scharfsinns und seines Urteilungsvermögens zu berauben.
Schmeicheln hat eine große Macht, welche fast immer eingesetzt wird um zu Kontrollieren oder zu Manipulieren.

Psalm 78,35-36 beschreibt, wie Israel dem Herrn schmeichelt um ihn zu täuschen und zu ködern, den König der König einfältig zu machen.
„Und sie gedachten daran, dass Gott ihr Fels sei und Gott, der Höchste, ihr Erlöser. Doch sie betrogen ihn mit ihrem Mund, und mit ihrer Zunge belogen sie ihn.“(Psalm 78, 35-36)

Es ist eine Sache, zu versuchen eine andere Person oder einen Leiter mit Schmeicheln zu kontrollieren, doch es ist eine ganz andere, zu versuchen Gott den Allmächtigen zu täuschen.
Wir alle benutzen regelmäßig Worte um andere zu kontrollieren und Schmeicheln ist die Schlimmste dieser Waffen. Aber wenn es um Jehovah geht, gibt es nichts was ihn unter unsere Kontrolle bringen kann.

Gott ist nicht, wie ein Mensch, der meint, er würde die Komplimente, welcher er bekommt, verdienen. Gott gebührt jedes nur erdenkliche Lob aber sprich es nicht aus, weil du meinst er sollte es hören, sprich es aus, weil du es glaubst.


Wie Schmeicheln dich von Gottes Plan wegzieht

In 1.Könige wird von einem Mann berichtet, der Gott gehorchte so gut er konnte. Alles war gut, bis ein Prophet in täuschte. Der Prophet repräsentierte Ehre und Autorität und er benutzte das Schmeicheln um den Mann von Gottes Plan abzubringen. Ich denke, der Prophet wolle diese neue Salbung, welche Gott auf den Mann gelegt hatte, schmecken und er war gewillt zu lügen um sein Ziel zu erreichen. Das Ergebnis war, dass der Mann starb und die Anweisung Gottes nie ausgeführt wurde.
„7 Und der König redete zu dem Mann Gottes: Komm mit mir ins Haus und stärke dich, und ich will dir ein Geschenk geben! 8 Der Mann Gottes aber sagte zum König: [Selbst] wenn du mir die Hälfte deines Hauses gäbest, so würde ich nicht mit dir hineingehen. Ich werde an diesem Ort kein Brot essen und kein Wasser trinken. 9 Denn so ist es mir durch das Wort des HERRN befohlen worden: Du sollst kein Brot essen und kein Wasser trinken, und du sollst nicht auf dem Weg zurückkehren, den du hingegangen bist! 10 So ging er auf einem anderen Weg [fort] und kehrte nicht auf dem Weg zurück, auf dem er nach Bethel gekommen war.
11 Ein alter Prophet wohnte in Bethel; und seine Söhne kamen und erzählten ihm alles, was der Mann Gottes an dem Tag in Bethel getan hatte; die Worte, die er zum König geredet hatte, die erzählten sie ihrem Vater. 12 Da sagte ihr Vater zu ihnen: Welchen Weg ist er gegangen? Und seine Söhne zeigten ihm den Weg, den der Mann Gottes gegangen war, der aus Juda gekommen war. 13 Da sagte er zu seinen Söhnen: Sattelt mir den Esel! Und sie sattelten ihm den Esel, und er bestieg ihn. 14 Und er folgte dem Mann Gottes und fand ihn unter der Terebinthe sitzen. Und er sagte zu ihm: Bist du der Mann Gottes, der aus Juda gekommen ist? Und er sagte: Ich bin es. 15 Da sagte er zu ihm: Komm mit mir in [mein] Haus und iss Brot! 16 Er aber sagte: Ich kann nicht mit dir umkehren, um mit dir hineinzugehen, und an diesem Ort werde ich kein Brot essen und kein Wasser mit dir trinken. 17 Denn durch das Wort des HERRN ist ein Befehl an mich [ergangen]: Du sollst dort kein Brot essen und kein Wasser trinken! Du sollst nicht wieder auf dem Weg [zurück] gehen, auf dem du hingegangen bist! 18 Da sagte er zu ihm: Auch ich bin ein Prophet wie du, und ein Engel hat zu mir geredet durch das Wort des HERRN und gesagt: Bring ihn mit dir in dein Haus zurück, dass er Brot esse und Wasser trinke! Er belog ihn [aber]. 19 Da kehrte er mit ihm zurück und aß in seinem Haus Brot und trank Wasser.
20 Und es geschah, während sie [noch] zu Tisch saßen, da geschah das Wort des HERRN zu dem Propheten, der ihn zurückgebracht hatte. 21 Und er rief dem Mann Gottes, der aus Juda gekommen war, zu: So spricht der HERR: Dafür dass du gegen den Befehl des HERRN widerspenstig gewesen bist und das Gebot, das der HERR, dein Gott, dir geboten hat, nicht beachtet hast 22 und umgekehrt bist und Brot gegessen und Wasser getrunken hast an dem Ort, von dem er zu dir geredet hat: Iss kein Brot und trinke kein Wasser! - [darum] soll deine Leiche nicht in das Grab deiner Väter kommen! 23 Und es geschah, nachdem er Brot gegessen und nachdem er getrunken hatte, da sattelte man für ihn den Esel des Propheten, der ihn zurückgebracht hatte. 24 Und er zog fort. Da fand ihn ein Löwe auf dem Weg und tötete ihn. Und seine Leiche blieb hingestreckt auf dem Weg liegen, und der Esel stand daneben, und der Löwe stand neben der Leiche. 25 Und siehe, da kamen Männer vorbei und sahen die Leiche auf dem Weg hingestreckt liegen und den Löwen neben der Leiche stehen. Und sie kamen und sagten es in der Stadt, in der der alte Prophet wohnte. 26 Als nun der Prophet, der ihn von dem Weg zurückgeführt hatte, [das] hörte, sagte er: Das ist der Mann Gottes, der gegen den Befehl des HERRN widerspenstig gewesen ist; [darum] hat der HERR ihn dem Löwen preisgegeben: der hat ihn zerrissen und getötet nach dem Wort des HERRN, das er zu ihm geredet hat.“(1.Könige 13, 7-26)
Wenn jemand durch Komplimente Kontrolle über dich hat, dann bitte Gott zuerst um Vergebung, dass du diese für dich selbst angenommen hast und sie ihm nicht abgegeben hast, dann bitte ihn, dich davon frei zu machen.

Wie ging Jesus mit dem Schmeicheln um?
16 Und siehe, einer trat herbei und sprach zu ihm: Lehrer, was soll ich Gutes tun, damit ich ewiges Leben habe? 17 Er aber sprach zu ihm: Was fragst du mich über das Gute? Einer ist der Gute. Wenn du aber ins Leben eingehen willst, so halte die Gebote.“(Matth 19,16-17)
14 Und sie kommen und sagen zu ihm: Lehrer, wir wissen, dass du wahrhaftig bist und dich um niemand kümmerst; denn du siehst nicht auf die Person der Menschen, sondern lehrst den Weg Gottes in Wahrheit. Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu geben oder nicht? Sollen wir sie geben oder nicht geben? 15 Da er aber ihre Heuchelei kannte, sprach er zu ihnen: Was versucht ihr mich? Bringt mir einen Denar, damit ich ihn sehe. (Markus 12,14-15)
In beiden Fällen kennt Jesus die Motive der Personen, die ihn um etwas bitten. Es sind jeweils selbstsüchtige Ziele. Es ist wahr, dass nachdem dir jemand gesagt hat, wie sehr er etwas an dir bewundert, du dazu neigst die schlimmsten Entscheidungen deines Lebens zu treffen.

Die Reaktion Paulus’
6 Es geschah aber, als wir zur Gebetsstätte gingen, dass uns eine Magd begegnete, die einen Wahrsagergeist hatte; sie brachte ihren Herren großen Gewinn durch Wahrsagen. 17 Diese folgte dem Paulus und uns nach und schrie und sprach: Diese Menschen sind Knechte Gottes, des Höchsten, die euch den Weg des Heils verkündigen. (Apg. 16,16-17)
Ich hätte es als Kompliment aufgefasst, wenn jemand dies von mir behauptet hätte. Aber selbst in dieser Wahrheit lag Manipulation. Ihr Schmeicheln wurde als Wahrsagerei und Weissagung bezeichnet. Es ist dämonisch das Schmeicheln zu benutzen auch wenn in den Worten Wahrheit steckt.
18 Dies aber tat sie viele Tage. Paulus aber wurde unwillig, wandte sich um und sprach zu dem Geist: Ich gebiete dir im Namen Jesu Christi, von ihr auszufahren! Und er fuhr aus zu derselben Stunde. (Apg. 16,18)
Während der 35 Jahre im Musik-Business, habe ich gesehen, wie das Schmeicheln Musiker und Darsteller (darunter auch ich) total zerstört hat. Das Schlimme ist das Empfangen und Benutzen von Schmeicheln, um zu bekommen, was man möchte.
Jetzt wo ich im Dienst stehe, sehe ich, dass Christen sich des Bollwerks des Schmeichelns nicht bewusst sind. „Shmoozing“ wie es im Musik-Business hieß, passiert auch in Christlichen Kreisen unter dem Namen „Vernetzung“. Es ist ein politischer Geist, der im Geheimen arbeitet. Am Anfang sieht es harmlos aus aber es dauert nicht lange bis es zu ausgewachsener Manipulation wird.

Der Herr richtet das Banner der Anbetung in den Gemeinden auf. Doch mit diesem Banner wird ein höheres Maß an Irreführung auf die Musiker kommen. Damit diese neue Salbung ihre volle Auswirkung erreicht, müssen wir von diesem politischen Geist und der Manipulation frei sein.

 

 

Wir suchen noch Übersetzer, die uns bei der Übersetzung von englischer Lehre ehrenamtlich helfen wollen. Wenn du Lust dazu hast, schicke uns eine e-mail. AUTOR/QUELLE:
Don Potter
engl.Original: "The flattery of lips"
::used by permission::
 
published: 02.12.2005
translated by Raphael Kranzkowski
(c) by Worshipgalaxy.com
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::Zur Biografie von Don Potter::



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