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DIE AUTORITÄT DES LOBPREISLEITERS



 

Ich bin von Lobpreisleitern und -musikern von verschiedenen Gemeinden gefragt worden, wie sie mehr Freiheit in ihren Lobpreiszeiten erreichen können. "Mehr Freiheit" bedeutet normalerweise, die Musik länger zu spielen, das zu spielen, was man fühlt es solle gespielt werden oder etwas instrumental zu spielen - alles inspiriert durch den Heiligen Geist. Dies ist eine gute Frage, denn in 2.Korinther 3:17 heißt es: "Der Herr aber ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, ist Freiheit.“

Wenn wir wollen, dass der Heilige Geist in unseren Anbetungszeiten ist, dann muss es Freiheit geben - aber jede wirkliche Freiheit hat Grenzen. Ich möchte dies verdeutlichen, indem ich eine Geschichte erzähle. Als ich zum ersten Mal zu einer "Prophetischen MorningStar Konferenz" kam, bat mich Leonard Jones, einer der Anbetungsleiter, eine Anbetungszeit zu übernehmen und zu leiten. Ich hatte Leonard gerade zum ersten Mal getroffen und auch Rick Joyner traf ich erst zum dritten mal. Kurz bevor die Anbetung startete, kam Rick zu der Band und sagte bestimmt: "Die Anbetung dauert heute 30 Minuten, nicht eine Minute länger." Es wurde richtig still für ein paar Minuten. Einige Musiker ließen ihre Köpfe hingen und fühlten sich in Verlegenheit gebracht und fragten sich, was ich als Newcomer denken würde. Zuerst war ich ein wenig erleichtert, weil ich wusste, dass die Band nur 2 meiner Lieder geprobt hatte. Etwas fing jedoch an in mir aufzusteigen und ich kannte dieses Gefühl. Es war Stolz. Es würde viele Seiten brauchen, um zu erklären, wie der Herr mich hinsichtlich Unterordnung und Autorität verändert hat.

Als professioneller Musiker war ich zu der Position aufgestiegen, in der ich die Zügel in der Hand hatte um zu spielen, was auch immer ich wollte, so lange es Geld eingebracht hatte. Ich empfing auch eine angemessene Anzahl von Lobeshymnen für mein Tun. Sogar in meiner Kirche, in der ich Lobpreis und Anbetung leitete, wurde ich vom Pastor angeregt, dem Heiligen Geist zu folgen, so gut wie ich konnte. Doch nun wurde ich jemandem gegenübergestellt, der nicht von meiner Vergangenheit beeindruckt war. Ich biss auf meine Zunge und sagte keine der stolzen Sachen, die ich dachte. Ich erkannte nicht, dass der Herr mich einmal mehr testete - und ich war drauf und dran wieder zu fallen, wenn ich mein Herz nicht in Ordnung bringen konnte.

Durch die Erfahrungen, die Rick Joyner mit Anbetungsleitern gemacht hatte, wusste er, dass Musiker manchmal mit großartigen Absichten und dem höchsten Wunsch, im Geist zu gehen, spielen, aber mit dem niedrigsten Niveau an Sensibilität. Das führt dazu, dass die Musiker die Versammlung erschöpfen, die im Durchschnitt eher weniger musikalisch begabt ist. Er fühlte, dass die Lehre des Wortes, bei dieser einen, spezifischen Konferenz, das Wichtigste war. Zu dieser Zeit hatte ich die Einstellung, dass "richtige" Musik sowieso nichts für die Gemeinde war. Also stimmte ich den 30 Minuten zu.

Als wir anfingen, hoffte ich, dass der Heilige Geist in einer mächtigen Art und Weise kommen würde. Der Grund dafür war, dass ich Rick beweisen wollte, dass er falsch lag, wenn er dachte, dass Musiker es nicht merken würden, wenn sie die Gemeinde überfordern. Man könnte es auch "den Heiligen Geist manipulieren um seinen eigenen Willen zu tun" nennen. Der Heilige Geist bewegte sich sehr stark, aber genau nach 30 Minuten beendete ich den Lobpreis. Einige der Gastsprecher sagten später, dass sie kurz davor waren, ein Wort des Herrn zu empfangen, als wir aufhörten. Ein anderer sagte, dass er gerade eine großartige Vision empfing und eigentlich das sagen wollte - doch die Vision endete mit dem Ende der Musik. Den Heiligen Geist einzuschränken, war nicht meine Intention (und auch nicht Rick's), aber ich wurde getestet, ob ich den Autoritäten, die über mir stehen, auch dann gehorchen würde, wenn der Heilige Geist am Wirken ist.

In diesem Fall war das Unterordnen allerdings ein Akt der Rebellion meinerseits. Später zeigte mir der Herr, dass ich für mich selber gearbeitet habe und nicht für die ultimativen Ziele Gottes. Zu beweisen, dass ich richtig lag, war für mich wichtiger, als der Wille Gottes. Die beste Möglichkeit für mich wäre gewesen, aufrichtig den 30 Minuten zuzustimmen und den Heiligen Geist zu bitten, dass er seine Werke in diesem Zeitrahmen vollendet. Aber stattdessen war ich der Meinung, dass eine von Gott eingesetzte Autorität nicht in der Lage ist, so wie ich, den Heiligen Geist zu hören. Dadurch offenbarte ich meine Arroganz, Unglauben und Rebellion.



Stolz

Ich habe herausgefunden, dass die Ursache der Konflikte zwischen Predigern und Musikern, Stolz ist. Dieser führt zu selbstsüchtigen Ambitionen und Selbstvermarktung (sich selbst in Szene zu setzen). Diesen Stolz gibt es nicht nur auf der Musikerseite. Wenn man das nicht anspricht und Buße tut, wird es nur wenig Einheit in der Leiterschaft der Gemeinde geben. Selbstvermarktung wird dann zu einem Götzen. Gott hat sich mit diesem Götzen beschäftigt, als es die Leviten befiel, die ihm dienten (siehe Hesekiel 44:10-14). Wenn Lobpreisleiter vor Leuten stehen, dann kann man schon mal leicht denken, dass man selber etwas mit der Salbung machen muss. Dabei ist es der Heilige Geist, der sich gerade in unserer Schwachheit zeigen kann und durch die resultierende Stärke offenbar wird. Glaube und das ehrliche Verlangen Gott zu preisen sind die Eigenschaften, die die Salbung voranbringen. Es gibt Zeiten, da können wir auf der Bühne einfach nicht klar sehen, was der Heilige Geist sieht. Es kann vorkommen, dass es einen riesigen Unterschied zwischen dem gibt, was man auf der Bühne fühlt, und dem was der Pastor zwischen den Leuten fühlt.

Ich kann mich an Zeiten erinnern, als ich nichts geistliches gefühlt habe, was im Lobpreis geschehen ist und der Pastor kam danach zu mir und sagte, dass es eine seiner besten und intensivsten Anbetungszeiten war, die er je erlebt hat. Es gab auch schon Lobpreiszeiten in denen ich dachte, dass die Salbung stark da war, aber danach bemerkte ich, dass die Leiterschaft bemerkte, dass wir als Band nur versuchten die Gemeinde anzuheizen und nicht Gott zu preisen. Stolz ist das Einzige, was einen Lobpreisleiter hindern kann, diese Art von Input aufzunehmen. Pastoren sind normalerweise nicht dafür bekannt gute, musikalische Entscheidungen zu treffen, aber wir müssen versuchen zu hören, was sie wirklich sagen wollen, wenn sie etwas Kritisches anzumerken haben. Aber meistens werden sie mit dem einverstanden sein, was wir als Musiker und Anbetungsleiter auf der Bühne veranstalten – schließlich ist es ja der gleiche Heilige Geist, der uns leitet.



Autoritäten gehorsam sein


In Hebräer 13:17 heißt es, “Gehorcht und fügt euch euren Führern! Denn sie wachen über eure Seelen, als solche, die Rechenschaft geben werden, damit sie dies mit Freuden tun und nicht mit Seufzern; denn dies wäre nicht nützlich für euch.“

Das Wort “gehorchen” am Anfang des Verses bedeutet: “überzeugt zu sein; frei von Angst und Zweifel zu sein“. Wenn wir denen gehorchen, die Autorität über uns haben, dann bringt das Vertrauen und Freiheit von Angst. Wenn du Angst oder Zweifel hast, wie die Leiterschaft über dich denkt, dann kann es sein, dass du in einer Sache ungehorsam bist. Das Vertrauen, das Gehorsam mit sich bringt, wird euch beruhigen - dich als Lobpreisleiter und die Leiterschaft. Diesen Frieden braucht man, damit ein Pastor sich sicher sein kann, dass er seinen Lobpreisleiter ermutigen kann, sich in geistlicher Freiheit zu bewegen. Denke daran: Wenn der Lobpreis, den wir leiten, wirklich gesalbt ist, dann wird die Leiterschaft dies erkennen (auch wenn es vielleicht seine Zeit braucht) und tun was sie fühlt, dass ihnen der Herr sagt. Wenn die Leiterschaft unsere Größe nicht sofort realisiert, dann sind wir vielleicht nicht so groß wie wir denken, und auch wenn bei ihnen die Sensibilität fehlen mag, und sie es deshalb nicht erkennen, müssen wir dem Herrn vertrauen, dass er seine Gemeinde baut und auch seine Leiterschaft diszipliniert, wenn sie es braucht. In der Zwischenzeit sollten wir unsere Möglichkeit nicht vertun in Demut zu wachsen, denn Gott gibt seine Gnade dem Demütigen. Wenn wir demütiger werden, wird Gott uns noch mehr Gnade schenken und früher oder später wird jeder diese Gnade bemerken.



Leiterschaft


1.Petrus 5:2-3: “Hütet die Herde Gottes, die bei euch ist, nicht aus Zwang, sondern freiwillig, Gott gemäß, auch nicht aus schändlicher Gewinnsucht, sondern bereitwillig, nicht als die, die über ihren Bereich herrschen, sondern indem ihr Vorbilder der Herde werdet!“
Dieser Vers sagt aus, dass die Leiterschaft ihre Herde füttern soll, ohne sie aus Gewinnsucht zu benutzen oder sie in Gehorsam „zu schämen“. Es heißt auch, dass man ein Vorbild sein soll von einem Stil oder einer Persönlichkeit, von denen du willst, wie jemand anderes sein sollte. Anders ausgedrückt: Ein Leiter muss ein Vorbild dessen sein, was er predigt. Es können keine doppeldeutigen Aussagen in einer Leiterschaft sein. Wenn du ein Leiter bis und für dich selber das Verlangen hast in deiner Gemeinde ausgerüstet zu werden, dann kannst du von deinem Lobpreisleiter nicht erwarten, dass er es anders macht. Denke daran, der Heilige Geist führte Jesus in die Wüste während Satan in auf die „Zinne des Tempels“ stellte (Matthäus 4:1-5).



Kontrolle


Manches Mal denken Lobpreisleiter, dass es eine gute Idee ist, die Leute durch ein wenig anschubsen im Natürlichen dazu zu bringen, in Gottes Gegenwart vorzustoßen. Ich nenne das Kontrolle. Es ist eine schlechte Angewohnheit zu versuchen, die Reaktionen von anderen zu kontrollieren, wenn wir dienen. Jedes Mal, wenn wir vor anderen Leuten stehen, dann lehren wir sie durch das Wort oder durch unser Vorbild und Verhalten. Das Wort „lehren“ meint „wie Wasser fließen; hervorheben (so als wenn man mit dem Finger auf etwas zeigt); auslegen, erklären“. In der Definition steht nichts davon das aussagt, dass wir kontrollieren sollen wie andere das empfangen, was wir tun oder sagen.

Wir können nicht kontrollieren, wie jemand das empfängt, was wir tun, und gleichzeitig uns im Geist bewegen. Andere kontrollieren zu wollen und dem Geist folgen schließen sich gegenseitig aus. Noch mal: Die Salbung wird das Joch brechen, dass die Leute im Geist zurückhält. Wenn die Versammlung sich konstant weigert sich im Heiligen Geist zu bewegen, dann ist die Salbung noch nicht stark genug. Das einzige Mal, in der ich Kontrolle in Zusammenhang mit Autorität in der Bibel sehe, ist in Matthäus 20:20-21 und 24-25: „Dann trat die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen zu ihm und warf sich nieder und wollte etwas von ihm erbitten. Er aber sprach zu ihr: Was willst du? Sie sagt zu ihm: Bestimme, dass diese meine zwei Söhne einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken sitzen mögen in deinem Reich. Und als die Zehn es hörten, wurden sie unwillig über die zwei Brüder. Jesus aber rief sie heran und sprach: Ihr wisst, dass die Regenten der Nationen sie beherrschen und die Großen Gewalt gegen sie üben.“

Die Mutter von Zebedäus kam zu Jesus. Sie betete ihn an, aber sie hatte ein Motiv dahinter. Wie oft haben wir das schon getan? Sie wollte, dass ihre Kinder so eine Autorität bekämen, wie die Römer über Israel hatten – kontrollierende Autorität. Sie glaubte, das Autorität durch Macht gewonnen würde und wenn man sie besitzt könnten andere unter Kontrolle gehalten werden. Das ist der menschliche Weg Autorität zu erlangen, nicht der Weg Gottes. Jesus hat Autorität über mich weil er meine Feinde (Sünde und Tod) am Kreuz besiegt hat. Meine Hingabe unter diese Autorität ist ein Ergebnis von Liebe, Dankbarkeit und vollständiger Akzeptanz seiner Herrschaft. Jesus hat mich nicht in Erlösung gedrängt sondern er hat mich zu sich gezogen. Jede Autorität, die Kontrolle oder Angst benutzt, um dich bei der Stange zu halten, auch in der Gemeinde, ist weltlich und nicht von Gott.



Geistliche Autorität


Es gibt keinen Ort, wo es geistliche Autorität ohne Gott geben würde. Wenn der Herr dir geistliche Autorität gegeben hat, dann wird man das erkennen. Wenn nicht, dann kann es sein, dass du bemerkst, dass du nur so handelst, als hättest du sie oder einfach die Rolle einer Autorität spielst, so wie die Pharisäer. Darüber wird in Lukas 16:15 gesagt: „Und er sprach zu ihnen: Ihr seid es, die sich selbst rechtfertigen vor den Menschen, Gott aber kennt eure Herzen; denn was unter den Menschen hoch ist [hoch angesehen wird], ist ein Greuel vor Gott.“

Das übersetzte Wort “rechtfertigen” meint hier “Gerechtigkeit machen; sich so zu zeigen, wie man möchte, dass man betrachtet wird“.
Dieser Vers sagt aus, dass sie nur geschauspielert haben, Gerecht vor den Menschen zu sein. Geht es dir manchmal so, dass du selber Anbetung nur schauspielerst, wenn du auf die Bühne gehst um den Lobpreis zu leiten oder in der Band zu spielen? Versuchst du manchmal so auszusehen, wie man es von jemandem erwartet, der mit Lobpreis und Anbetung erfüllt ist? Diese Sache entdeckt man nur schwer an sich selber und die Überführung kann nur vom Heiligen Geist kommen. Frage ihn und er wird dir zeigen.
Die Wörter “hoch angesehen” bedeuten in dieser Bibelstelle: “Beachtung suchend; hohe Dinge erstreben (wie Ehre und Reichtum)”.
Die Position Anbetung zu leiten, in einer Band zu spielen oder in der Band zu singen ist manchmal die angesehenste Position in einer Gemeinde. Seit die Gemeinde größtenteils ein „Zuschauer-Sport“ geworden ist, ist es nur folgerichtig, dass Musiker angesehen sind, wenn sie gut sind. Der Herr hat nichts dagegen, ein guter Musiker zu sein; es ist aber gegen ihn, wenn wir Anerkennung für uns selber suchen. Das wird die geistliche Autorität, die er für uns hat, dämpfen. Geistliche Autorität wird von Gott für Gottes Absichten gegeben, damit diejenigen, die sie empfangen, den Willen Gottes tun können.

 

Wir suchen noch Übersetzer, die uns bei der Übersetzung von englischer Lehre ehrenamtlich helfen wollen. Wenn du Lust dazu hast, schicke uns eine e-mail. AUTOR/QUELLE:
Don Potter
engl.Original: "The authority of the worship leader"
::used by permission::
 
published: 26.06.2003
translated by David Hanheiser
(c) by Worshipgalaxy.com
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