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IV. Quellen der
Inspiration
(Gliederung durch Überschriften teilweise durch
Übersetzer; Inhalt und Reihenfolge sind jedoch
unverändert!)
1.) Die Schrift (Bibel)
2.) Die eigene Gottesbeziehung
3.) Das Gemeindeleben
4.) Lehre
5.) Gebete
6.) Offenbarung und Verständnis
7.) Prophetische Worte
Lasst uns jetzt einen Blick auf Inspirationsquellen und
die Song-Typen werfen, die wir schreiben sollten.
Zuallererst will ich feststellen, dass ich nicht glaube,
dass Songs aus einem Vakuum entstehen. Statt dessen kommen
sie aus einem Leben, das in seiner Fülle gelebt wird und
vom Urheber des Lebens.
Ich glaube nicht, dass es unserer vorrangige Methode sein
sollte, uns irgendwohin zurückzuziehen und unseren
Verstand zu leeren, damit Gott ihn mit Song-Ideen füllen
kann. Obwohl ich ein Liebhaber der Disziplinen der Stille
und Einsamkeit bin, denke ich nicht, das dies die
vorrangige Methode ist, Lieder zu schreiben. Wir sollten
unsere Augen und Ohren öffnen für die "Lieder", die uns
umgeben.
1.) Die Schrift (Bibel)

Die erste Hauptquelle für Songs ist "DIE SCHRIFT". Ich bin
so dankbar für das geschriebene Wort Gottes. Ich bin so
dankbar für die Menschen, die ihr irdisches Leben verloren
haben, damit ich es frei lesen könnte - und ich liebe es,
es zu singen. Ich sehe zwei verschiedene Arten von
Anbetungsliedern: die eine ist "SCHRIFT"-inspiriert, die
andere ist die vertonte SCHRIFT. Beide sind wertvoll und
werden gebraucht.
SCHRIFT-inspiriert - davon sprechen wir, wenn ein
Textabschnitt oder ein Vers einen Song inspiriert. Die
Schriftstelle wird benutzt wie ein Sprungbrett ("Cry of My
Heart" - Psalm 86,16 von Terry Butler)
SCHRIFT-Song - davon sprechen wir, wenn eine Schriftstelle
exakt so wie sie ist gebraucht wird oder mit einer
moderaten Umschreibung (wie bei meinem Lieder "Remember
Mercy" - Habakuk 3,2 oder "Hiding Place" - Psalm 32,7 von
Lorale Thiessen)
David Garrat und andere Schreiber in Neuseeland schreiben
mit der tatsächlichen Stellenangabe eingeschlossen, wie
Römer 16,19 "Be excellent at what is good". Bob Fitts hat
einige dieser Songs aufgegriffen und sie in Nordamerika
vorgestellt.
Die Schrift zu singen ist absolut einer der besten Wege,
sie auswendig zu lernen und sich wieder daran zu erinnern.
Sogar mit der freien Möglichkeit, die SCHRIFT zu lesen,
ist dies immernoch sehr wichtig. Wie dem auch sei, denke
an die zwei Extreme, die bewirken können, daß
SCHRIFT-Songs uneffektiv werden. Wenn Du die SCHRIFT
genauso verwendest wie sie dasteht, hüte dich vor einem
hölzernen, unflexiblen Text, der zwar die Wahrheit
aussagt, sie aber nicht singt. Da gibt es einen
entscheidenden Unterschied zwischen einer Aussage und
einem Songtext! Zweitens, stelle sicher, daß Du den Text
nicht unangemessen umschreibst und letztendlich etwas
sagst, was die SCHRIFT nie beabsichtigte. Laßt uns
SCHRIFT-Songs schreiben! Es ist so kraftvoll, das Wort
Gottes gemeinsam zu singen. Wir brauchen mehr Lieder wie "Spirit
of the Sovereign Lord", ein wunderbarer Song, geschrieben
von Andy Park.
2.) Die eigene Gottesbeziehung

Eine weitere Quelle für Songideen ist Deine eigene
Beziehung zu Gott. Hier ist der Schlüsselbegriff
"Integrität". Es geht nicht um das, was die Gemeinde von
mir erwartet; statt dessen geht es um mein echtes Leben,
das, was ich mir angeeignet habe und was ich in der
stillen Kammer (wörtl.: im Geheimen) praktiziere. Das
Ergebnis sind Lieder, die nicht nur einzigartig sind,
sondern auch den "gemeinsamen Akkord" im Leben der anderen
Leute in der Kirche anschlagen.
Lass mich Dir einen persönlichen Rat geben der aus meinem
Leben kommt: "Schreibe nicht für die Gemeinde!". Statt
dessen schreibe um Dein Herz Gott gegenüber auszudrücken.
Es spielt keine Rolle ob die Gemeinde das jemals singen
wird. Du hast es Gott gegenüber ausgedrückt und das ist
es, was zählt.
Viele meiner Lieder, die gelegentlich ihren Weg nach außen
gefunden haben wurden so geschrieben. ("Father, I Want You
to Hold Me", "Creation Calls", "I Want to Know you", "Stay",
"I Love the View from Here"). Zusammenfassend möchte
ich sagen, wir brauchen mehr "echte" Lieder - Lieder über
Hingabe, die aus dem Leben gegriffen sind, in denen wir
echte menschliche Worte und Bilder gebrauchen. Es kann so
einfach sein sich hinter "geistlichen Phrasen" zu
verstecken, die wir irgendwo aufgeschnappt haben und
Worten, die wir ohne Offenbarung sagen. Aber denke an
daran: Jesus selbst gebrauchte echte irdische menschliche
Worte, und Er war Gott!
3.) Das Gemeindeleben

Eine weitere wunderbare Quelle für Deine "Songs" ist das
Gemeindeleben. Nun, damit Du über das Leben Deiner
Gemeinde schreiben kannst, musst Du auf eine echte Weise
mit ihr verbunden sein (Ich dies zuvor schon
angesprochen!). Wenn Gott Dich berufen hat, dies zu tun,
wirst Du das wissen, wenn Du anfängst dem Herz der
Versammlung eine musikalische Sprache zu geben. Dies war
die vorrangige Art und Weise, in der Andy Park - der
Hauptanbetungspastor der Langley Vineyard Gemeinde - für
mich zum Vorbild für das Songwriting wurde.
Lass mich Dir einen zweiten persönlichen Rat geben:
"Schreibe für die Gemeinde." Hast Du's? Das christliche
Leben ist auf viele Arten ein Paradox. Weisheit und Reife
ist zu wissen, wann welche Form angebracht ist. Du sollst
Lieder schreiben, um der Gemeinde zu dienen und ihrem
Herzen eine Sprache zu geben, nicht um Dir selbst einen
Namen zu machen! Schreibe darüber, was die Gemeinde
ausdrücken soll, nicht nur einfach über Dein
"Lieblingsthema". Ich sage nicht, dass dies immer
einfach ist. Aber es ist Gottes Wille und es ist sehr
aufregend, wenn Du gehorsam bist und es funktioniert.
4.) Lehre

Die nächste Quelle hängt damit zusammen: Lehre. Wann immer
Du einer Lehre zuhörst, entweder von Deiner Ortsgemeinde
oder von Lehrern mit einem weiteren Einflussbereich, frage
den Herrn, ob Du dies singen solltest. Dies wird Dir eine
großartige
Hilfe sein in Deiner Fähigkeit, Dich an die Lehre zu
erinnern und sie Dir in Besitz zu nehmen.
Trotz des Einflusses und der Wichtigkeit von Songs, bieten
wir kein ein Training für Songwriter an, weder in
biblischen noch in geistlichen Disziplinen der
Handwerkskunst des Songwriting. Dies muss sich ändern! Wir
müssen Partner der Pastoren und Lehrer werden. Wir müssen
sowohl das Wort Gottes kennen als auch unser Handwerk.
5.) Gebete

Lasst mich noch einige weitere Quellen für Songs und
Songtypen ansprechen, die wir gebrauchen sollten! Etwas
Kraftvolles geschieht, wenn wir unsere Gebete singen, wenn
wir Anbetung und Fürbitte miteinander verflechten. Dies
ist kraftvoll, sowohl im Himmel (Offenbarung 5,6.14), als
auch auf der Erde. Hier ist es wichtig, im Gebet zu
beginnen; dann singe Deine Gebete, erkenne ein
potentielles Lied; und dann arbeite Dein Gebet um zu einem
Lied.
Ich denke, es gibt Raum in unseren Versammlungen um Gebete
spontan zu singen, ohne die Absicht, dass sie immer wieder
und wieder auf die gleiche Weise gesungen werden müssen.
Beide Typen sind gut! Einige Songs, die spontan entstehen,
könnten so in ein Lied umgearbeitet werden, dass sie ein
"langes Leben" haben.
6.) Offenbarung und Verständnis

Eine andere Hauptquelle für mich ist Offenbarung und
Verständnis. Dies geschieht, wenn Gott Deine Augen öffnet
und Du anfängst zu sehen , wie eine bestimmte Wahrheit
überall auftaucht - es könnte sein, dass Gott möchte, dass
Du darüber schreibst...
Für mich war dies die Art, wie das gesamte "Father's
House"-Konzept entstanden ist. Gott hatte bereits zu mir
über die Vater-Themen gesprochen, seit ich ein kleiner
Junge war. So- als Paul Cain sagte "Wenn die Liebe des
Vaters des Vaters Haus füllt, werden die Verlorenen heim
kommen..." oder wenn ich Ed Piorek zuhöre, wenn er auf
einer "Der Vater liebt Dich"-Konferenz spricht, dann kann
ich mich kaum zurückhalten. Meine innere Leidenschaft,
Offenbarung und Verständnis fangen an einen Ausdruck in
Musik und Texten zu suchen. Diese Art des Schreibens macht
sehr viel Freude, da sie mit dem verbunden ist, was Du
wirklich tief in Deinem Inneren glaubst.
Ich habe auch "Humble King", ein Weihnachtslied, auf diese
Weise geschrieben. Terry Butler rief an und fragte nach
einem Lied von mir für ein Weihnachts-Album. Ich
antwortete: "Du hast wahrscheinlich den Falschen gefragt.
Ich habe seit über einem Jahr keinen Song mehr
geschrieben. Ich denke, das ist für mich vorbei!"
(Natürlich hat keiner von Euch Künstlern und Schreibern
jemals so etwas gesagt, oder?) Egal, Ich habe ihm gesagt
"Keine Versprechen, aber ich werde beten und es
versuchen..."
Nun - und dann habe ich mich an eine spezielle Offenbarung
erinnert, die mich jedes Weihnachten bewegt hat. Überall
wo ich auch hinging, "sah" ich dasselbe. Bei Weihnachten
geht alles um Anbetung, aber nicht die Anbetung eines
Königs, der mit Pomp und einem beeindruckendem Gefolge
(wie Prinz Ali in Aladdin) ankommt. Bei Weihnachten geht
es um die Anbetung eines Babys, eines neugeborenen Babys!
Warst Du je bei einer Geburt dabei? Ich war dort bei allen
unseren Fünf und mir wird schnell übel ... Ich bin
überrascht, dass es mich nicht umgehauen hat. Es ist eine
schmutzige, sehr demütigende und auf den ersten Blick eine
nicht sehr würdevolle Angelegenheit. Denke einmal an die
Texte in dem Weihnachtslied "Away in a Manger"..."The
cattle are lowing, the baby awakes, but little Lord Jesus,
no crying he makes ..."(Übers.: Das Vieh muht, das Baby
wacht auf, aber der kleine Herr Jesus macht kein Geschrei)
Vergiß es! Es stank, er schrie und dies abhängige,
zerbrechliche Baby war unser Retter, würdig der Anbetung.
So schrieb ich aus dieser Offenbarung, die in mir einige
Jahre ausgebrütet wurde. Dennoch schrieb ich auch als
Antwort auf eine sehr praktische Anfrage: "Wir brauchen
ein Lied von Dir innerhalb von 3 Wochen."
7.) Prophetische Worte

Eine andere Quelle und Songart hat Ihren Ursprung in
prophetischen Worten. Du musst die Absicht und den
Zeitpunkt des Wortes kennen. Ist es einmal oder etwas, das
einen weiteren Einfluss hat und gesungen werden könnte?
2.Chronik 29,30 zeigt uns klar, dass ganz Israel die
prophetischen Lieder von Asaph dem Seher gesungen hat.
Prophetisch über jemandem zu singen (oder der versammelten
Gemeinde) kann sehr effektiv sein. Hier beziehe ich mich
vorrangig auf ein Lied, dass aus einem prophetischen Wort
erarbeitet wurde. So habe ich "Song of the Bride" (dt.:
Lied der Braut) geschrieben.
Lasst mich noch eine weitere Sache über Songtypen sagen,
bevor ich weitergehe. Wir brauchen Vielfalt. Alle diese
Songtypen sind wichtig. Ich denke eines unserer
Hauptmerkmale in der Vineyard-Bewegung ist Vertrautheit (engl.:intimacy).
(Interessanterweise war dies bereits meine Leidenschaft
und mein Stil bevor die Vineyard-Bewegung existierte.)
Wie auch immer - wir können und sollten vertraute (engl.:
intimate) Lieder schreiben in einer Vielfalt von Stilen
und aus einer Vielfalt von Quellen.
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