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Einleitung
Lieder haben mich immer tief bewegt. Als Teenager hörte
ich Phil Keaggy's Lied "Let Everything Else Go". Praktisch
jedes Mal, wenn ich dieses Lied hörte, ging mir das Herz
auf. Sogar jetzt noch steigen mir Tränen in die Augen,
wenn ich Folgendes höre:
I can't wait to see Jesus face to face
(Ich kann es nicht erwarten, Jesus von Angesicht
zu Angesicht zu sehen)
Nothing in this world can take your place.
(Nichts in dieser Welt kann Deinen Platz
einnehmen)
All the pride laid low,
(Alle Herrlichkeit niedergelegt)
And all his works of gold.
(Und alle Seine Werke aus Gold)
Nothing can compare with what you are.
(Nichts kann sich mit sich mit Dir vergleichen)
Let everything else go - I let it go.
(Ich lasse alles andere los - ich lasse es los)
Die Worte sind einfach und trotzdem wahr; und irgendwie,
wenn sie gesungen werden, dringen sie tief in mein Herz
und verleihen meinem Herzen Ausdruck in einer konkreteren,
bewegenderen Art und Weise. Ich schätze, das ist es, was
in einem Musical geschieht. Die zwei Charaktere reden, bis
ihr Dialog nicht länger ihre Gefühle zurückhalten kann.
Dann platzen diese heraus in Form eines Liedes, und, wenn
es gut gemacht wurde, reagieren wir mit Tränen und
Applaus. Anbetungslieder müssen noch mehr tun als dieses.
Sie sollen unsere Herzen nicht nur vor Gott ausschütten,
sondern sie sollen auch Sein Herz bewegen.
Ich würde gerne unsere kurze Diskussion über dieses
riesige Thema beginnen, indem ich einige
Schlüsselvoraussetzungen aufliste. (Ich sage hier "kurz",
weil wir an der "Pacific Worship School" in Langley, an
der ich gelehrt habe einen 24-teiligen Kurs über
"Songwriting" hatten. Und selbst der berührt doch nur die
Oberfläche des Themas Dennoch hat uns dieser Kurs viel
Freude gemacht.)
Alle Kreativität kommt von Gott. 1.Mose 1,26a "Lasst uns
Menschen machen, in unserm Bild uns ähnlich" (Luther'84).
Wir sind schöpferisch (kreativ), weil wir von einem
liebenden Schöpfer geschaffen wurden. Wenn das Universum
mit einer Explosion begonnen hätte, gäbe es keine
Kreativität. Gott lädt uns ein mit Ihm zusammen kreativ zu
sein. Der einzige Unterschied besteht darin, dass wir
nicht Etwas aus Nichts erschaffen können. Das Erkennen der
Kreativität Gottes wird uns nicht zur Faulheit führen,
sondern zu Arbeit, die erfüllt ist mit Anbetung und zu
Kunst, die sowohl mit Leidenschaft und Gottes Gegenwart
erfüllt ist.
Wir sind nicht alle berufen und begabt Songwriter zu
sein. Das ist etwas sehr Grund-legendes, aber es muss
gesagt werden. Pastoren, setzt Eure Lobpreisleiter nicht
unter Druck, Lieder zu produzieren, wenn es nicht ihre
Begabung ist. Es gibt viele begabte Lobpreisleiter, die
keine Songwriter sind, oder zumindest nicht in erster
Linie. Meine Schätzung ist, dass ungefähr einer von
zwanzig wirklich berufen ist.
Wir brauchen den Mut und die Liebe einander die Wahrheit
zu sagen. Es gibt mehrere Gründe dafür, aber der erste ist
der, dass so viel getan werden muss: das Evangelium soll
denen gepredigt werden, die es nie zuvor gehört haben; die
Armen sollen gekleidet und genährt werden; die Gefangenen
besucht; die vaterlosen Kinder versorgt und betreut; etc.
Wenn Du nicht berufen bist, Lieder zu schreiben, fasse
Mut, finde heraus, wozu Du berufen bist und tu es! Niemand
sonst kann Deinen Platz einnehmen und Du wirst immer das
Gefühl haben zu kämpfen, bis Du im Zentrum des Willens
Gottes bist, genau das tuend, wozu Du berufen bist.
Nebenbei - bis wir unseren Platz annehmen, wird einer der
anderen Hauptdienste vernachlässigt, und wir werden alle
schwächer sein im Resultat.
Wenn jemand einen "schlechten" Song anbringt (mit anderen
Worten, es offensichtlich ist, dass dies nicht seine
Begabung ist), so ist es unhöflich, damit hinter dem Busch
zu halten mit Aussagen wie "Das ist nett...". Sage ihm in
Liebe die Wahrheit und ermutige ihn, herauszufinden, wozu
er geschaffen ist.
So viele der Lieder, die bei Vineyard Music Group landen,
sind nie durch die anfängliche Beurteilung durch die
Ortsgemeinde gegangen. Das Ergebnis ist die Verschwendung
kostbarer Zeit und Energie aller Beteiligten.
Oftmals werden sich Songwriter, wenn sie unsicher sind,
hinter geistlichen Worten verstecken und zu verstehen
geben, dass Gott auf ihrer Seite ist, indem sie sagen: "
Gott hat mir dieses Lied gegeben." Ich denke, es ist viel
besser, sein Lied vorzustellen und jemand anders sagt,
"Wow, das hat mich wirklich berührt. Gott muss Dich
inspiriert haben, das zu schreiben!", als aus Unsicherheit
heraus für sich selbst zu sprechen. John Barnett, einer
meiner bevorzugten Songwriter sagte Folgendes:
"Manchmal wollen wir die Lieder, die wir schreiben, heilig
sprechen... So hat es Gott mir gegeben und deshalb steht
es so fest. Diskutier deshalb nicht darüber; verändere es
nicht; spiel es nicht auf irgendeine andere Weise."
Lasst uns schreiben und dann unsere Lieder
veröffentlichen, und lasst andere entscheiden, was Gott
uns gegeben hat.
Noch eine weitere Erinnerung sei hier angebracht: Wir
fangen nicht als reife, fähige Songwriter an. Ich bin all
denen von Euch so dankbar, mir die Chance gegeben zu
haben, zu reifen und mich zu weiterzuentwickeln: Andy
Park, Gary Best und andere sahen mein Potential, bevor sie
noch das fertige Produkt kannten. Danach suche ich als
Förderer - jemand mit Potential, den Ruf und ein
belehrbares, demütiges Herz.
Bessere Lieder werden kommen! Ich glaube nicht, dass wir
bereits fertig sind. Zumindest kann ich das von mir sagen.
Ich möchte alle Tage meines Lebens ein Lernender sein. Ich
weiß, dass Lieder mit mehr Leidenschaft, Salbung und
Wahrheit kommen werden. Es kann sehr gut sein, dass Du
einer derjenigen bist, die ausgewählt sind, diese neuen
Lieder zu schreiben. Deshalb lasst uns uns nicht zur Ruhe
setzten und auf der Stelle treten. Lasst uns den
Pioniergeist erneut ergreifen, ohne zu vergessen, von wo
wir herkommen.
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