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INTIMITÄT 



 

Intimität - dieses Wort hat eine sehr wichtige Bedeutung in der Anbetung auf der ganzen Welt bekommen; es ist mittlerweile eine Modeerscheinung denen geworden, die Anbetungsaufnahmen machen. Aber was ist wahre Intimität?
Einfach gesagt, Intimität in der Anbetung bedeutet, dass wir unsere Hingabe ausdrücken, normalerweise durch das Singen zu Gott. Für einige von uns ist das Singen von "erster Person"-Liedern zu Gott alltäglich geworden, aber wenn wir ein paar Jahre zurückschauen, dann werden wir feststellen, dass es nicht immer so war. In meinem Leben erinnere ich mich, dass ich überwiegend Songs in der Gemeinde über Gott oder Songs, die Ermahnungen waren, ein besseres Leben zu führen, gesungen habe. Aber wonach ich hungrig war, schon als kleiner Junge, war direkt mit meinem Schöpfer zu kommunizieren. Ich wollte zu Gott singen. Ich wollte ihm mein Herz offenbaren und ich wollte, dass er mir seines offenbart. Ich kann mich an viele Male erinnern, als der Lobpreisleiter mich "anpredigte", um mich "in die Anbetung zu ziehen". Innerlich schrie ich, "Wo kann ich hingehen und Gott treffen?". Im Sommer 1985, begegnete ich zum ersten Mal gemeinsamer, intimer Anbetung bei einer John-Wimber-Konferenz in Kansas City. Der Lobpreisleiter (Danny Daniels) ging einfach ans Mikrofon und fing an Lieder zu singen, die mir geholfen haben, mein Herz Gott auszudrücken. Es war so einfach. Und es war genau das, nach dem ich gesucht habe.

Als John & Carol Wimber (Gründer der Vineyard-Bewegung) und andere 1977 anfingen sich in Kalifornien in einer Wohnung zu treffen, trafen sie sich, weil sie hungrig danach waren, Gott zu begegnen. Carol hat ein wenig davon erzählt, wie das war und was sie schon sehr früh über Intimität gelernt hat: "Ich erinnere mich an Zeiten während der Treffen - normalerweise als wir gesungen haben - in denen wir Gott sehr tief erfahren haben. Wir haben viele Lieder gesungen, aber die meisten Songs waren über Anbetung oder Zeugnisse von einem Christen zum anderen. Aber gelegentlich haben wir persönlich und intim zu Jesus gesungen.... Diese Art von Songs rührten mich an und sättigten den Hunger nach Gott in mir."

Die Leute wollen intime Lieder zu Gott singen, weil sie sagen wollen, wonach sich ihre Herzen sehnen und viele von ihnen suchen ein ganzes Leben nach dieser Intimität. Dieser Ausdruck der Intimität ist mit einer Erwartung an Gottes Gegenwart gefüllt; sein Herz wird sich uns offenbaren, nachdem wir ihm unseres offenbaren. Das ist wirkliche Intimität - eine lebendige Beziehung mit Gott. Was eine unvorstellbare Freude, wenn wir entdecken, dass er sich genauso nach diesen intimen Zeiten mit uns sehnt. Und deshalb singen wir! Gott liebt es uns Nahe zu kommen, wenn wir ihm Nahe kommen.

Einige Leute haben mich gefragt: "Müssen alle intimen Songs langsam und sanft in ihrer musikalischen Form sein?" Meine Antwort ist dann immer (mit einem leisen Lachen), "NEIN!!". Die Musik, die ich gebrauche, ist dazu ausgesucht, einen intimen Dialog und das Öffnen unserer Herzen zu Gott, zu fördern. Ich kenne einige Songs, die peppig und intim sind. Ich will aber noch mal hervorheben, dass wenn du eine große Schwierigkeit mit intimen Liebesliedern zu Gott hast (und viele von diesen sind in langsamen Tempo), dann wirst du Schwierigkeiten haben, mit mir viel Zeit zu verbringen, denn ich liebe diese Art von Songs und tendiere dazu, sie zu gebrauchen, wenn ich Lobpreis in meiner Gemeinde leite oder eine Studioaufnahme mache.

Wenn Intimität einfach ausgedrückt bedeutet, dass wir zu Gott singen, dann bedeutet es im weiteren Sinne, unser gesamtes Leben in der Gegenwart Gottes zu leben. Wenn wir uns selbst anderen hingeben, die wir lieben, oder anderen Göttern, dann werden wir diese Intimität mit Gott verlieren, oder wir werden versuchen, diese Intimität künstlich wiederherzustellen. Das ist dann eine wenig sinnvolle Begegnung für beide - für Gott und uns. Wir können nicht die ganze Woche im Streben nach der Welt verbringen, und uns dann am Sonntag wundern, warum unser Lobpreis sich so flach anfühlt. Wirkliche Intimität kann nicht durch das Singen der richtigen Songs geschaffen werden. Intime Anbetung passiert dann, wenn die Songs aus einem überfließenden Herzen kommen, das voll mit Liebe ist. Wirkliche Intimität ist wie eine Ehe, und funktioniert nur dann, wenn wir alle anderen aufgeben. Intimität ist etwas besonderes, nichts gewöhnliches. Ich glaube, je mehr intim etwas ist, desto besonderer wird es. Ein Ehemann und seine Frau sehen die Hochzeitsnacht (und das zum ersten Mal miteinander schlafen) als etwas sehr besonderes an. Intimität in einer Ehe ist so mächtig, weil sie so besonders ist - sie ist etwas ehrfürchtiges. Ohne Ehrfurcht wird die Intimität früher oder später sterben. Ohne Ehrfurcht werden wir nie wirkliche Intimität in der Anbetung/Lobpreis erfahren.

Die Bibel ist gefüllt mit Hinweisen und Forderungen nach intimer Anbetung. Als David auf seine Schafe aufpasste, hat er intime Anbetungslieder dem Herrn gesungen. Er hat damit weitergemacht, auch als er König von Israel wurde. Die Frau in Lukas 7 hat intim angebetet als sie ihr Öl über die Füße von Jesus ausgoss. Wenn wir Intimität in der Anbetung umarmen - wirkliche Intimität - dann erfüllen wir unsere Bestimmung, in einer hingegebenen, sich selbst ausliefernden Beziehung mit Gott zu sein. Und so singen wir dem Herrn, wie Psalm 96,1 sagt: "Singt dem Herrn ein neues Lied; singt dem Herrn, alle Erde!"
Intime Anbetung wird immer unsere höchste Berufung in diesem Leben sein, und dann, wenn wir auf die andere Seite gelangen, wird es noch wesentlich besser werden.

 

Wir suchen noch Übersetzer, die uns bei der Übersetzung von englischer Lehre ehrenamtlich helfen wollen. Wenn du Lust dazu hast, schicke uns eine e-mail. AUTOR/QUELLE:
Brian Doerksen
engl.Original: "Intimacy"
::used by permission::
 
published: 09.02.2003
translated by David Hanheiser
(c) by Worshipgalaxy.com
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